Nach 170 Tagen auf dem Fahrrad: Ankunft im Millenniumsdorf Veshab in Tadschikistan

 

 Ankunft in Veshab: Die Dorfbewohner heißen Markus Wagner mit Blumen und einer Eskorte willkommen. © WHH
Ankunft in Veshab: Die Dorfbewohner heißen
Markus Wagner mit Blumen und einer Eskorte
willkommen. © WHH
Im Februar 2008 startete Markus Wagner die 15.000 Kilometer lange Radtour "grenzenlos radeln" zugunsten der Welthungerhilfe und des Deutschen Youth vor Understanding Komitees. Von Gengenbach im Schwarzwald führt ihn sein Weg bis an die Chinesische Mauer. Nach mehr als fünf Monaten erreichte er Mitte September endlich ein wichtige Zwischenziel: Das Millenniumsdorf Veshab in Tadschikistan. Dem kleinen Dorf hoch oben in den Bergen kommt ein großer Teil der Spenden von "grenzenlos radeln" zugute.

 

Die Bevölkerung heißt den sportlichen Deutschen bereits zwei Kilometer vor dem Ziel willkommen. Eine Gruppe Radler erwartet ihn auf der Straße und begleitet ihn auf dem letzten Stück seines Wegs ins Dorf. In Veshab haben sich mehr als 100 Menschen versammelt um Markus Eintreffen nicht zu verpassen. "Das Ankommen an einem neuen Ort ist immer ein ganz besonderer Moment, der mir besonders im Gedächtnis bleiben wird. Vor lauter Freude muss ich dann immer ganz breit grinsen", beschreibt der 31-jährige die Situation. Das gilt nicht nur für Istanbul, Teheran und Buchara sondern auch für das kleine tadschikische Veshab.

 

Die Welthungerhilfe hilft mit kleinen Dingen, zum Beispiel einer neuen Trinkwasseranlage. © Wagner
Die neue Trinkwasseranlage
in Veshab. © Wagner
Endlich kann Markus sich selbst ein Bild davon machen, wie es den Menschen hier geht, die er mir seiner Reise unterstützt. "Das Dorf ist etwas ganz besonderes", so der Radler. "Den Mangel sieht man nicht auf den ersten Blick, denn es fehlen die typischen Hungerbilder, die man aus Afrika kennt. Die Armut ist aber dennoch immer und überall zu spüren." Auch von der Arbeit der Welthungerhilfe ist der Jurist aus dem Schwarzwald sehr beeindruckt. "Bei Gesprächen mit den Bewohnern ist mir klar geworden, dass es die kleinen Dinge sind, die für die Menschen spürbare Verbesserungen bringen. Zum Beispiel ein neuer Trinkwasserkanal oder Schulungen zur Konservierung von Obst und Gemüse." So können sich die Familien auch im Winter vitaminreich ernähren. Bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad ist es wichtig, mit den Vorräten eine ausreichende und vileseitige Ernährung zu gewährleisten.

 


Nach nur wenigen Tagen verlässt der gebürtige Baden-Württemberger das kleine Dorf. Seine Reise führt ihn nun in das Pamir-Gebirge, über das "Dach der Welt" nach China. Veshab verlässt er mit dem Eindruck, einen kleinen Einblick in das Leben der Menschen vor Ort erhalten zu haben: "Auch wenn man das Dorf auf kaum einer Karte finden kann, war der Besuch dort für mich einer der Höhepunkte meiner bisherigen Reise". 

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