Warum gibt es Hunger?

Viele glauben, dass Hunger entsteht, weil es nicht genug Nahrung für alle gibt. Das ist falsch. In der heutigen Welt können genug Lebensmittel produziert werden, um die ganze Menschheit zu ernähren. Hunger ist vielmehr die Folge von Armut, schlechter Regierungsführung, Krieg, Vertreibung und von Naturkatastrophen.

Häufig treffen gerade in armen Ländern mehrere dieser Faktoren zusammen: Wird ein ohnehin armes Land von einer Naturkatastrophe getroffen, fehlen den Menschen oftmals die Mittel, um die Schäden allein zu beseitigen und ihr Land wieder aufzubauen. Dann sind die Betroffenen – wie nach dem Erdbeben in Haiti oder der Flut in Pakistan - vorübergehend auf Hilfe aus anderen Ländern angewiesen.

Die Ursachen von Hunger sind komplex. Politische und wirtschaftliche Entscheidungen in Europa und in den USA, wie die massive Subventionierung der eigenen Landwirtschaft verhindern die Entwicklung der Kleinbauern in Hungerländern: Sie können mit den billig importierten Tomaten, Zwiebeln oder Hähnchen nicht konkurrieren. Auch die Finanzkrise hat in einer globalisierten Welt weitreichende Auswirkungen. Sie trifft die Armen und Hungernden in den Entwicklungsländern direkt und unmittelbar, weil die Preise für Grundnahrungsmittel wie Reis und Weizen plötzlich unbezahlbar werden.

In unserem globalen Dorf sind wir deshalb füreinander verantwortlich und auf gegenseitige nachbarschaftliche Hilfe angewiesen. Wir müssen den Hungernden helfen, ihr verbrieftes Recht auf Nahrung einfordern und wahrnehmen zu können. Es ist ein Weg, den wir gemeinsam beschreiten – auch mit Ihrer Hilfe.

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