Was ist Hunger?


Ein Mann kontrolliert 
lagernde Nahrungssäcke.

Rund eien Milliarde Menschen weltweit hungern (FAO, Okt. 2009), die meisten von ihnen leben in den Entwicklungsländern. Unterernährung ist ein quantitativer Bergriff. Nach Definition der Welternährungsorganisation (FAO) tritt er ein, wenn die tägliche Energiezufuhr für einen längeren Zeitraum unter dem Bedarfsminimum liegt, das für einen gesunden Körper und ein aktives Leben benötigt wird. Chronische Unterernährung ist häufig nicht auf den ersten Blick sichtbar: Zwar sind viele betroffene Menschen dünn, aber nicht unbedingt abgemagert. Die Folgen sind dennoch dramatisch.

 


Getreideverarbeitung in
Burkina Faso.

Physische Auswirkungen

Der Körper gleicht unzureichende Ernährung dadurch aus, dass er körperliche und geistige Aktivitäten einschränkt. Er raubt ihnen ihre Initiative und Konzentrationsfähigkeit und lässt sie apathisch werden. Bei Kindern kann die kognitive und physische Entwicklung unumkehrbar beeinträchtigt werden. Die Knochen unterernährter Menschen werden brüchig, weil Mineralstoffe fehlen, Immunglobuline und andere Eiweißstoffe im Blut verringern sich, so dass der Organismus seinen Schutz vor Infektionskrankheiten verliert. Leichte Erkrankungen können so schon oft tödlich sein.

 


Kindersoldaten im Kongo.

Von der Not zur Katastrophe

Chronischer Hunger führt zu einem frühen Tod und ist untrennbar mit der allgemeinen wirtschaftlichen Unterentwicklung vieler Länder verbunden. Häufig ist Hunger die Folge von Kriegen, Vertreibungen und Naturkatastrophen. Sie machen den Menschen den Zugang zu ihren Feldern und Vorräten unmöglich oder zerstören sie gänzlich. Verstärkt duch die generelle Armut und unzureichende Ernährungslage in einem Land kann es in solchen Situationen zu akuten Hungerkrisen kommen. Wird der Krise nicht rechtzeitig und umfassend entgegengetreten und führt akuter Hunger dazu, dass Menschen verhungern, kommt es zur Hungersnot. In Extremfällen spricht man von einer Hungerkatastrophe.

Wie viele Menschen auf der Welt an den Folgen von Unterernährung sterben, weiß niemand genau. Doch man geht von täglich etwa 25.000 bis 30.000 Menschen weltweit aus (Quelle: BMZ).

9,2 Millionen Kinder unter fünf Jahren (Quelle: UNICEF) sterben pro Jahr - das sind mehr als 25.000 Kinder pro Tag. Ungefähr ein Drittel der Kindersterblichkeit geht auf Unterernährung (von Mutter und Kind) zurück. 

Letzte Änderung an dieser Seite: 17.07.2009

Link-Tipp zum Thema

Deutsche Welle-Special: Wege aus der Krise -  Armutsbekämpfung

Veranstaltungshinweis

How to Feed the World in 2050? Ein virtuelles Forum zum Thema Ernährungssicherheit von der FAO

Welthunger-Index

Welthunger-Index 2009

Welthunger-Index 2008

Einleger Errata (für Druckversion Bericht Okt. 08)

Welthunger-Index 2007

Welthunger-Index 2006

International Food Policy Research Institute

Weitere Informationen

Hungerjahrhundert droht: Welthungerhilfe fordert ein Prozent der Konjunkturprogramme für Hungerbekämpfung (19.06.2009)

Zahlen zum Thema "Hunger und Armut"

Standpunkt 2/2008: Kampf gegen den Hunger wird auf dem Land entschieden. Ländliche Entwicklung ist Schlüssel für Ernährungssicherheit

Der 10-Punkteplan: Wege aus der Hungerkrise - das fordert die Welthungerhilfe

Anstieg der Nahrungsmittelpreise – ein globales Problem. Fakten, Gründe, Kritik und Forderungen in Stichpunkten.

Hunger und Armut: Gewinner und Verlierer der steigenden Nahrungsmittelpreise

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Hunger - Ausmaß, Verbreitung, Ursachen, Auswege
Überarbeitete Broschüre zum Thema Hunger

Fachkonzepte Ernährungssicherung

Kostenlose Grafiken zum Thema Hunger

(Wir bitten hölfich um ein Belegexemplar)

Hunger durch Biokraftstoff
Biokraftstoffproduktion lässt Lebensmittelpreise steigen

Wettlauf um Nahrung und Ackerflächen
Weltbevölkerung wächst schneller als Getreideproduktion

Verkauf von Wasser in Flaschen steigt
Für Arme unerschwinglich

Weltweit hungern über 850 Millionen Menschen
Ihre Zahl steigt, doch ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung sinkt

Jährlich sterben fast elf Millionen Kleinkinder
Tod durch Unterernährung

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In 15 Gemeinden in armen Ländern zeit die Welthungerhilfe beispielhaft, dass die Millenniumsziele erreichbar sind.

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