
Hunger haben – das kennt jeder Mensch. Hier in Europa meinen wir damit meist ein Ziehen und Knurren im Magen, das uns sagt: Es ist Zeit für das Frühstück, das Mittag- oder Abendessen - oder eine kleine Zwischenmahlzeit. Dann gehen wir in den Supermarkt und kaufen Lebensmittel oder wir öffnen den Kühlschrank und nehmen uns etwas zu Essen heraus.
Fast eine Milliarde Menschen können das nicht tun, denn sie haben weder einen Kühlschrank noch das Geld, um die nötigsten Lebensmittel zu kaufen. Sie haben nicht nur in diesem Moment Hunger, sondern sie hungern tagelang, manchmal sogar monatelang.
Für die Welternährungsorganisation FAO bedeutet Hunger, dass ein Mensch so lange nicht ausreichend Nahrung bekommt, dass der Körper beginnt, seine eigenen Reserven aufzuzehren. Wer hungert wird müde, unkonzentriert und schwach. Um möglichst wenig Energie zu verbrauchen, werden körperliche und geistige Aktivitäten weitgehend eingeschränkt. Wer wirklich hungert, hat nur noch eines im Sinn: Woher bekomme ich etwas essbares? Jeden siebten Menschen auf der Welt plagt dieser Hunger – und zwar jeden Tag. Besonders schlimm ist dieser Hunger für Kleinkinder: Ihre gesamte körperliche und geistige Entwicklung wird spürbar beeinträchtigt und kann später, wenn genug Essen verfügbar ist, nie wieder aufgeholt werden.
Fast eine Milliarde Hungernde gibt es auf der Welt, sagt die Welternährungsorganisation FAO. Die meisten von ihnen leben weit weg in Entwicklungsländern. Ist Hunger also nicht unser Problem? Doch, denn in einer globalisierten Welt sind Wohlstand und Armut aller unmittelbar miteinander verbunden. Die heutige Welt ist ein globales Dorf, dessen Bewohner wie Nachbarn aufeinander angewiesen sind. Kämpfen wir also gemeinsam – für eine Nachbarschaft ohne Hunger!