Wie frühstücken Sie zu Hause?

"WeltFrühstück" aktiviert Besucher der Weltkonferenz "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Frühstückstafel der Welthungerhilfe bei der UNESCO-Weltkonferenz. © Riepe
Frühstückstafel der Welthungerhilfe bei der
UNESCO-Weltkonferenz "Bildung für nachhaltige
Entwicklung". © Riepe
Was kann man bei einem leckeren Frühstück über die Welt lernen? Das Projekt WeltFrühstück der Welthungerhilfe zeigte im Oktober 2008 in Düsseldorf, wie Schulen globales Lernen interessant in ihren Unterricht integrieren können. Bei der Weltkonferenz "Bildung für nachhaltige Entwicklung" im Frühjahr 2009 stellten sie die Erfahrungen der Schulprojektwoche vor. Die 50 BesucherInnen konnten mit vier ExpertInnen über das Projekt diskutieren und ein echtes burkinisches Festmahl erleben. Angela Tamke von der Welthungerhilfe, der Referent Jul Sanwidi aus Burkina Faso, Regina Riepe, Fachreferentin zu Ernährungskursen und Dr. Sonja Ackermann, Lehrerin an der Hulda Pankok Gesamtschule Düsseldorf, standen ihnen kompetent Rede und Antwort. 


Ein großes Frühstück regt Gespräche an

Eine Frühstückstafel mit Leckereien aus aller Welt bildete den Mittelpunkt der Lernstation: Neben fair gehandelten Frühstücks-Produkten wie Orangensaft, Tee, Kaffee und Kakao waren neun weltweit typische Frühstücke angerichtet:

  • Hirsebrei und süßer Joghurt, sowie Bananen
  • Baguette, Butter, Marmelade und Café au lait
  • Vollkornbrötchen, Käse, gekochte Eier und schwarzer Tee
  • Maispfannkuchen und Bohnen
  • eine Reisschale und eine Tasse Tee
  • "Frühstück to go" mit einem Pappbecher Kaffee und einem Croissant in der Tüte
  • Müsli mit Früchten, dazu Roibusch-Tee
  • Schwarzer Kaffee mit einer Zigarette
  • Nur ein Glas Wasser

 

Mein Frühstück - Dein Frühstück

Alle TeilnehmerInnen wurden aufgefordert, ein für sie möglichst typisches Frühstück auszuwählen. Auf farbigen Zetteln schrieben sie ihre Namen und ihre Herkunftsländer und legten diese zu "ihren" Frühstücksplätzen. Selbst der tunesische Botschafter, der mit einer Delegation vor dem eigentlichen Workshop den Stand besuchte, machte mit viel Freude bei dieser Aufgabe mit. "Endlich können wir aktiv werden und uns einbringen!", frohlockten einige TeilnehmerInnen.



Ein Frühstück wie in Burkina Faso

Zum Abschluss lud Jul Sanwidi die BesucherInnen zu einem Festtags-Frühstück wie in Burkina Faso ein, mit Hirseküchlein und Hibiskustee. "In Burkina Faso sagen die Eltern ihren Kindern, dass das Essen ein König sei", erzählte Jul Sanwidi zu Beginn, "und ein König fordert Respekt." Es wird also nicht einfach alles in sich hineingestopft und dabei auch noch geredet. Wenn ein Kind das versucht, so weisen es die Eltern zurecht: "Was macht der Mund denn nun – essen oder reden?"

Diese Aufforderung nahm auch die Gruppe ernst: Mit einem Becher Hibiskustee und einem Hirseküchlein in der Hand standen die TeilnehmerInnen kurz schweigend zusammen und würdigten die Bedeutung des Essens. Manche hatten Tränen in den Augen bei dieser schlichten und eindrucksvollen Zeremonie.



Positives Feedback für das Welthungerhilfe-Projekt

Bei der Abschlussrunde bekam die Welthungerhilfe ein sehr  positives Feedback. Viele TeilnehmerInnen zeigten sich beeindruckt vom Projekt WeltFrühstück und möchten Elemente in der eigenen pädagogischen Arbeit zum Thema "Bildung für nachhaltige Entwicklung" einsetzen. Es sei wichtig, Globales Lernen an deutschen Schulen zu verankern – eine Botschaft, die sie auch im Plenum der Weltkonferenz einbringen wollten. Ganz praktisch forderte ein Teilnehmer aus Indien: Lassen Sie uns gemeinsam eine Kampagne "Say no to hungry classrooms" starten!

Letzte Änderung an dieser Seite: 16.04.2009
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