Welthunger-Index 2014: Der verborgene Hunger

Launch des Welthunger-Index

Präsentation in Berlin, in Kambodscha und im Europaparlament in Brüssel

(Oktober 2014) Experten aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft diskutieren die Gefahren des verborgenen Hungers. Wie entwickelt sich der Hunger auf der Welt? Und was muss dringend zu seiner Überwindung getan werden?

Dr. Wolfgang Jamann, Generalsekretär der Welthungerhilfe, bei der Präsentation des Welthunger-Index in Berlin. © Grabka
Dr. Wolfgang Jamann, Generalsekretär der Welthungerhilfe, bei der Präsentation des Welthunger-Index in Berlin. © Grabka
Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe, bei der Launch-Veranstaltung in Berlin. © Grabka
Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe, bei der Launch-Veranstaltung in Berlin. © Grabka
Dr. von Grebmer, Marc Engelhardt, Prof. Biesalski, Dr. Poniatowski, Dagmar Nehmer, Benedict Haerlin und Bärbel Dieckmann (vlnr.) © Grabka
Dr. von Grebmer, Marc Engelhardt, Prof. Biesalski, Dr. Poniatowski, Dagmar Nehmer, Benedict Haerlin und Bärbel Dieckmann (vlnr.) © Grabka
Dr. Wolfgang Jamann und Jean-Pierre Halkin bei der Präsentation des Welthunger-Index im Europaparlament in Brüssel. © Daneels
Dr. Wolfgang Jamann und Jean-Pierre Halkin bei der Präsentation des Welthunger-Index im Europaparlament in Brüssel. © Daneels
Dr. Wolfgang Jamann im Gespräch mit Veranstaltungsteilnehmern aus Kenia und Sambia. © Daneels
Dr. Wolfgang Jamann im Gespräch mit Veranstaltungsteilnehmern aus Kenia und Sambia. © Daneels
Auch in Bamako in Mali wurden die Ergebnisse des Welthunger-Index vorgestellt und diskutiert.
Auch in Bamako in Mali wurden die Ergebnisse des Welthunger-Index vorgestellt und diskutiert.

Podiumsdiskussion in Berlin am 13. Oktober

Zum zweiten Mal luden die KfW und die Welthungerhilfe aus Anlass der Vorstellung des neuen Welthunger-Index zu einer Podiumsdiskussion nach Berlin. Gut 170 Interessierte und Experten nahmen an der Veranstaltung teil. Die KfW stellte ihre Arbeit zu Social Marketing in Malawi und die Welthungerhilfe den LANN-Ansatz (linking agriculture, natural resource management and nutrition) vor, bei dem es um die Förderung einer ausgewogenen Ernährung durch Sektor übergreifende Ansätze geht.

In den Räumen der KfW Entwicklungsbank diskutierten die eingeladenen Experten insbesondere Lösungen zur Überwindung des verborgenen Hungers.

  • Klaus von Grebmer vom International Food Policy Research Institute aus Washington betonte, dass trotz positiver Entwicklungen der Hungerzahlen immer noch mehr als 800 Millionen Menschen von chronischem Hunger betroffen sind und mehr als zwei Milliarden Menschen an Mikronährstoffmangel leiden.

  • Prof. Biesalski von der Universität Hohenheim wies darauf hin, dass es keine Blaupausen zur Hungerbekämpfung gäbe, sondern dass regionale und kulturelle Faktoren eine wichtige Rolle spielen und Hunger vor allem lokal bekämpft werden müsse. Qualität der Ernährung sei wichtiger als die Quantität, betonte er. In der Vergangenheit habe man zu sehr die Anzahl der Kalorien betrachtet zu Lasten von Ernährungsvielfalt und Ausgewogenheit.

  • Benny Härlin von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft kritisierte die Erfassung von Unterernährung durch ausschließlich quantitative Daten. Lösungsansätze ausschließlich nach Effizienzkriterien zu bewerten sei nicht der richtige Weg aus dem Hunger.

  • Einig war er sich wiederum mit Dr. Poniatowski von der Global Alliance for Improved Nutrition, dass angereicherte Lebensmittel nur ein Element in einer breit angelegten Ernährungssicherungsstrategie sein können. Diese sollte mit dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung am ehesten durch eine diversifizierte kleinbäuerliche Landwirtschaft erreicht werden, die Arbeitsplätze schafft, Einkommen sichert und zur Biodiversität und damit Vielfalt von Nahrungsmitteln beiträgt.

Präsentation im Europaparlament in Brüssel am 14. Oktober

Einen Tag nach der Podiumsdiskussion in Berlin präsentierten die Welthungerhilfe und Concern Worlwide den Welthunger-Index im Europaparlament in Brüssel.

Launch in Phnom Penh, Kambodscha am 17. Oktober

In der Royal University of Phnom Penh fand eine gut besuchte Paneldiskussion statt. Es wurden die Ergebnisse der jährlichen Publikation vorgestellt und das Schwerpunktthema “Verborgener Hunger” diskutiert. Es diskutierten H.E. Sok Silo (Deputy Secretary General, Council for Agricultural and Rural Development), Sam Vitou (Direktor des Centre d’Etude et de Developpement Agrcole Cambodgien), Kosal Oum (Representative and and Food Security Specialist of the Food and Agricultural Organization) gemeinsam mit Mathias Mogge (Programm-Vorstand der Welthungerhilfe).

Launch des WHI 2014 in Phnom Penh, Kambodscha.
Launch des WHI 2014 in Phnom Penh, Kambodscha.
Gemeinsam diskutierten Experten aus Kambodscha mit Experten der FAO und Welthungerhilfe.
Gemeinsam diskutierten Experten aus Kambodscha mit Experten der FAO und Welthungerhilfe.
Die Paneldiskussion in der Royal University of Phnom Penh war gut besucht.
Die Paneldiskussion in der Royal University of Phnom Penh war gut besucht.
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