Welthunger-Index 2014

Welthunger-Index 2014

Problem verborgener Hunger: Ausreichend Nahrung allein genügt nicht

Eine Frau sitzt mit ihrem Kind auf dem Boden in Cote d´Ivoire, vor ihr eine Pfanne voll Flussfisch, den sie an Arbeiter verkauft. ©Miranda
Fischverkauf in Côte d´Ivoire: Ernährung ist vor allem Frauensache. © Miranda

(13.10.2014) Zwei Milliarden Menschen hungern weltweit unerkannt, weil sie zu wenig Vitamine und Spurenelemente zu sich nehmen. Diese Form der Fehlernährung wird als verborgener Hunger bezeichnet. Verborgen, denn auch Menschen, die sich kalorienreich ernähren, kann es an Mikronährstoffen mangeln. Auf sie schaut der Welthunger-Index 2014 ganz besonders. 

Kinder leiden ein Leben lang an den Folgen von verborgenem Hunger

Deshalb betrachten wir auch dieses Jahr die Ernährungssituation der gesamten Bevölkerung, vor allem aber die der Kinder. Denn für sie bedeutet eine Unterversorgung mit Nahrungsenergie, Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen eine Gefahr für ihre körperliche und geistige Entwicklung - und somit für Leben und Gesundheit.

Strategien für eine ausgewogene Ernährung gehören in Entwicklungsprogramme und auf die internationale Agenda. Das ist unser Appell und unser Anspruch.

Der Welthunger-Index erscheint 2014 zum neunten Mal

Der gemeinsame Bericht von der Welthungerhilfe, dem Internationalen Forschungsinstitut für Ernährungspolitik (IFPRI) und der irischen Nichtregierungsorganisation Concern Worldwide zeigt die Entwicklung der Hungersituation auf globaler, regionaler und nationaler Ebene und untersucht die Gründe für negative und positive Entwicklungen.

Zahlen und Stories zum Welthunger-Index 2014
Die interaktive Karte zeigt, wie Hunger weltweit verteilt ist.
Die interaktive Karte zeigt, wie Hunger weltweit verteilt ist.

Interaktive Karte

Welches Land hat den Hunger überwunden? Wo ist er am größten? Zahlen, Fakten und Videoberichte im regionalen Überblick 

Zur interaktiven Karte

Müttern ist Ernährung wichtig. ©Benthley
Müttern ist Ernährung wichtig. ©Benthley

Die aktuellen Zahlen zum weltweiten Hunger

26 Länder halbierten den Hunger ihrer Bevölkerung seit 1990. Doch noch essen 805 Millionen Menschen nicht ausreichend gut.

Zahlen und Forderungen

Romas Phas ist Mutter und Kleinbäuerin. © Bingemann
Romas Phas ist Mutter und Kleinbäuerin. © Bingemann

Landraub und verborgener Hunger

Kleinbauern in Kambodscha haben gelernt, was gute Ernährung ist. Doch private Investoren drohen, ihre Erfolge zunichte zu machen.

Die Geschichte von Romas

Valentin aus Peru hüpft und lacht wieder. ©juliazejn.de
Valentin aus Peru hüpft und lacht wieder. ©juliazejn.de

Verborgener Hunger: Satt, aber nicht gesund

Auch wer ausreichend isst, kann Hunger leiden: Weltweit sind zwei Milliarden Menschen fehlernährt. Viele von ihnen wissen es nicht.

Unsere Themenseite zu verborgenem Hunger

Mango-Verkauf in Haiti. ©Herzau
Mango-Verkauf in Haiti. ©Herzau

Statements, Fotos, Grafiken

Materialien zum aktuellen und vergangenen Berichten des Welthunger-Index finden Sie in unserer Mediathek.

Materialien in der Mediathek 

Präsentation des Welthunger-Index in Berlin.

Launch des Welthunger-Index

(13.10.2014) Podiumsdiskussion mit KfW und Welthungerhilfe. Experten aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft diskutieren die Gefahren des verborgenen Hungers.

Zur Podiumsdiskussion in Berlin

 

 

Kontakt
Andrea Sonntag

Andrea Sonntag

Referentin

0228-22 88 431

Kooperationspartner
Das misst der Welthunger-Index

Die Bewertung des Welthunger-Index fasst drei Indikatoren zusammen: 

  1. den Anteil der Unterernährten an der Bevölkerung,
  2. den Anteil untergewichtiger Kinder unter fünf Jahren und
  3. den Anteil der Kinder, die vor ihrem fünften Lebensjahr sterben.
Definitionen

Hunger = Qual durch den Mangel an Nahrung 

Fehlernährung = Aufnahme einer falschen Menge und Art von Nahrung (einschließlich Unter- und Überernährung)

Unterernährung = chronisches Kaloriendefizit (1800 kcal/Tag) und/oder Unterversorgung mit Nahrungsenergie, Protein- und Mikronährstoffen

Mikronährstoffmangel = verborgener Hunger, eine Form der Unterernährung, bei der zu wenige Vitamine und  Mineralstoffe aufgenommen und verarbeitet werden

Überernährung = übermäßige Aufnahme von Energie oder Mikronährstoffen