"Powered by YOU" - was steckt dahinter?

Ein Motiv der neuen Werbekampagne. © WHH
Ein Motiv der neuen Werbekampagne.
© WHH
Mit der Image-Kampagne "Powered by you" zeigt die Welthungerhilfe, dass die ärmsten Menschen in den Entwicklungsländern keine Almosenempfänger sind. Wir verstehen sie als Bedürftige, die nach einer Starthilfe zukünftig für sich selbst sorgen können - und es auch möchten. "Hilfe zur Selbsthilfe" steht bei unserer Arbeit im Vordergrund.  Mit "Powered by YOU" möchten wir um ein zeitgemäßes Verständnis für Entwicklungshilfe werben.

 

Authentische Fotoaufnahmen

Die in Projekten in Mali fotografierten Motive wecken durch das Zusammenspiel scheinbarer Gegensätze die Aufmerksamkeit des Betrachters. Einfache Arbeitsgegenstände oder Gebäude werden durch ein eigenes Logo – "Powered by you" - auf die Ebene des Profisports gehoben. Durch die Headline "Ihre Spende wirkt" möchte die Welthungerhilfe jeder Spenderin und jedem Spender eine Art Garantie aussprechen: Sie helfen Menschen, die es dank Ihrer Hilfe schaffen, schwierigste Voraussetzungen zu überwinden und in Zukunft für sich selber zu sorgen. 

Dieser kreative Ansatz entspricht  der Vision der Welthungerhilfe, dass alle Menschen ihr Leben eigenverantwortlich in Würde und Gerechtigkeit führen können. Deshalb fördert die Welthungerhilfe Projekte, die die Selbsthilfekräfte der Menschen mobilisieren.

 

 

Viele Menschen in Mali leben von der Viehzucht. © Plassmann
Viele Menschen in Mali leben
von der Viehzucht.
© Plassmann

Motive aus Mali

Die ersten Motive zu unserer Kampagne sind in Mali in der Provinz Nara entstanden. Die Menschen in den Welthungerhilfe-Projekten in Nara und in den insgesamt sieben Regionen des malischen Südwestens leben zum großen Teil von Tierzucht. Bei dem Motiv "Pflügende Ochsen" sehen wir Bewohner des Dorfes Tiarampara, die sich nicht nur einen Pflug anschaffen konnten, sondern auch Saatgut, das an die schweren klimatischen Bedingungen in Mali angepasst ist. Damit sichern sie sich eine bessere Ernte, was das Motiv "Saatgut" verdeutlicht. 

Durch die langen Dürreperioden ist dieses extrem schwierig. Nahrungsmittel können nur an wenigen günstigen Orten angebaut werden. Es fehlen Viehbrunnen und andere Wasserstellen. Tierfutter ist nur während einiger Monate im Jahr ausreichend vorhanden. Die lokalen Partner der Welthungerhilfe, wie z.B. die Organisation Centre Sahélien de Prestation, d´Etudes, d´Eco développement et de Démocratie Appliquée (CSPEEDA)  fördern in dem Projektgebiet seit mehreren Jahren Tierhaltung, Ackerbau, Brunnenbau, den Bau von Schulen sowie Aufforstungsmaßnahmen.
 

 

 

Unterstützung der Frauen. © Plassmann
Unterstützung der Frauen.
© Plassmann
Chance für Frauen

Außerdem vergibt die Welthungerhilfe Kredite in Form von selbstverwalteten Fonds an Frauengruppen, die sich in den Dörfern gebildet haben. Durch die Nähe zu neu gebauten Dorfbrunnen können die Frauen erfolgreich Gemüsegärten anlegen und die Produkte sogar in kleinen Dorfläden anbieten. Das Werbemotiv Brunnen zeigt Frauen aus der Region Nara, die Wasser für ihre Gärten schöpfen. Das Zusatzeinkommen verwenden die Familien häufig für die Bildung ihrer Kinder. Endlich können sie auch die Mädchen zur Schule schicken!

 

 

Gegutachtung eines neues Brunnens. © WHH
Begutachtung eines neues
Brunnens. © WHH
Neue Brunnen für sauberes Wasser

Der Brunnenbau – in manchen Gebieten wurden mehr als 40 Brunnen neu gebaut oder rehabilitiert - entlastet die bisherigen Wasserstellen und verringert die Auslaugung der Weideflächen. Auch das Seuchenrisiko nimmt stark ab, wenn sich das Vieh nicht mehr um die wenigen Wasserstellen drängeln muss. Gezielte Impfprogramme in fünf neuen Impfstationen vermindern außerdem die Anfälligkeit des Viehs um ein Vielfaches.

Die bessere Verteilung der nun auch gesünderen Tiere gewährt den Kindern, die traditionell für das Hüten verantwortlich sind, eine ganz neue Freiheit: Nun dürfen sie eher zur Schule gehen. Und da sie in den Kantinen täglich eine warme Mahlzeit bekommen, nimmt der Schulbesuch den besonders armen Familien noch eine weitere Sorge.

 

 

Bildung für jedes Kind. © Plassmann
Bildung für jedes Kind.
© Plassmann
Schulgebäude selbst gebaut

Die Schulkinder aus dem Dorf Missira, die auf dem Werbemotiv "Schule" zu sehen sind, haben eine ganz besondere Beziehung zu dem Schulgebäude, das sie täglich besuchen: Ihre eigenen Eltern haben es gebaut. In einem sogenannten "Food for work"-Programm haben die Dorfbewohner selbst dafür gesorgt, dass die Bildung ihrer Kinder ein Zuhause bekommt. Drei mobile Schulen wandern sogar den weiterziehenden Nomadenfamilien hinterher, damit die Kinder der Bildung nicht unfreiwillig davonlaufen.

 

Leistung mit Gegenleistung

Mit den "Food for work"-Programmen erzielen die Welthungerhilfe und die lokalen Partnerorganisationen einen Multiplikatoreffekt: Arbeitsintensive Maßnahmen wie der Bau von Brunnen, Erosionsschutzwällen oder Schulen werden von der lokalen Bevölkerung geleistet, so dass sich die Menschen mit den Ergebnissen stark identifizieren. Sie schließen sich danach in Komitees zusammen, die für die Pflege der Objekte verantwortlich sind.

Durch die Bezahlung in Nahrungsmitteln bzw. Saatgut haben die Kleinbauern einen nachhaltigen Gewinn. Häufig werden auch subventioniertes Saatgut oder Garten- bzw. Ackerbaugeräte verkauft. Jetzt können sich die Menschen endlich nützliche Dinge leisten und steigern mit dieser Hilfe ihre eigenen Einnahmen erheblich.



Kontakt

Katherin Longwe
Tel.: 0228 / 22 88-198

Christina Plaßmann
Tel.: 0228 / 22 88-261

Die offizielle Website zur Kampagne:

www.powered-by-you.de

Die Anzeigen

Weitere Informationen

Hilfsprojekt in Mali: Hunger und Armut sind das größte Problem

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