Konzept des Welthunger-Indexes (WHI)

Welthunger-Index 2008
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Der Welthunger-Index (WHI) ist ein vom International Food Policy Research Institute (IFPRI) entwickeltes Instrument, mit dem regelmäßig die weltweite Hunger- und Ernährungssituation berechnet wird. Da die UN-Millenniumsziele auf der Basis des Jahres 1990 bewertet werden, ermittelt auch der WHI Veränderungen seit 1990.

 

 

Einteilung der Index-Werte

Der Index bewegt sich zwischen dem bestmöglichen Wert von 0 und dem schlechtesten von 100. Höhere Werte zeigen also mehr Hunger an. Je niedriger der Wert, umso besser stehen die Länder da.

  • weniger als 4,9 = geringes Hungerproblem (dunkelgrün)
  • zwischen 5 und 9,9 = mäßiges Hungerproblem (hellgrün)
  • zwischen 10 und 19,9 = ernstes Hungerproblem (gelbgrün)
  • über 20 = sehr ernstes Hungerproblem (orange)
  • über 30 = gravierendes Hungerproblem an (rot)

 

Der Welthunger-Index ist ein mehrdimensionaler Ansatz für die Berechnung von Hunger und Unterernährung. Er basiert auf drei gleichwertigen Indikatoren:

1.) dem Anteil der Unterernährten an der Bevölkerung in Prozent
(Indikator für den Anteil der Menschen, die ihren Kalorienbedarf nicht decken können)

2.) dem Anteil der Kinder unter fünf Jahren mit Untergewicht
(Indikatorfür den Anteil der Kinder, die an Gewichtsverlust und/oder zu geringem Wachstum leiden)

3.) der Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren
(Indikator, der teilweise das fatale Zusammenwirken von mangelnder Nährstoffversorgung und einem schlechten gesundheitlichen Umfeld widerspiegelt).

 

Dieser mehrdimensionale Ansatz bietet mehrere Vorteile:

  • Er erfasst unterschiedliche Aspekte von Hunger und Unterernährung gleichzeitig, was einen schnellen Überblick über ein komplexes Problem ermöglicht.
  • Er berücksichtigt nicht nur die Versorgungssituation der Bevölkerung insgesamt. Sondern ferner auch die Folgen und Begleitfaktoren einer unzureichenden Ernährung für die physiologisch sehr gefährdete Gruppe der Kinder. Für sie bedeutet Mangelernährung ein hohes Krankheits- und Todesrisiko.
  • Darüber hinaus können durch die Kombination unabhängig voneinander gemessener Indikatoren zufallsbedingte Messfehler verringert werden.
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