Welthunger-Index 2008: Der Teufelskreis von Hunger und Armut

WHI 2008: Länder nach Einkommen und Härtegrad.
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Länder nach Einkommen und Härtegrad

Länder, die ein hohes Hungerniveau aufweisen, verfügen fast ausschließlich über mittlere bis niedrige Durchschnittseinkommen. Alle Länder mit einer extrem alarmierenden Hungersituation haben ein niedriges Durchschnittseinkommen. Das einzige Land mit niedrigem Durchschnittseinkommen und niedrigem Hungerstatus ist Kirgistan. Das einzige Land mit oberem bis mittlerem Durchschnittseinkommen, das einen hohen Hungerstatus aufweist, ist Botswana.

Ein Anstieg beim Einkommen der Armen muss sich allerdings nicht unmittelbar auf alle drei WHI-Indikatoren auswirken. Das Einkommen wirkt sich zwar unmittelbar auf den
Anteil der Menschen mit einem Mangel an Nahrungsenergie aus. Doch die Auswirkungen von Mangelernährung bei Kindern und Kindersterblichkeit brauchen länger, um sichtbar zu werden. Wie gut sich außerdem ein steigendes Einkommen in eine bessere Ernährungssituation übersetzt, hängt davon ab, ob Investitionen in Basisgesundheits- und Bildungseinrichtungen, Abwassersysteme und eine Trinkwasserversorgung getätigt werden.

 

 

 

Armutsverteilung nach Regionen 1990 und 2004.
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Armutsverteilung nach Regionen 1990 und 2004

Von den 969 Millionen Menschen in den Entwicklungsländern waren im Jahr 2004 162 Millionen extrem arm, 323 Millionen durchschnittlich arm und 485 Millionen lebten direkt unterhalb der Armutsgrenze. Die extrem Armen befinden sich fast ausschließlich in Subsahara-Afrika. Nur in dieser Region leben – im weltweiten Vergleich – mehr extrem Arme als durchschnittlich Arme oder Menschen direkt unterhalb der Armutsgrenze.

Dagegen finden wir die meisten Armen mit einem Einkommen knapp unter der Ein-Dollar-Pro-Tag-Grenze in Asien. Nur eine kleine Minderheit ist extrem arm. Zwischen 1990 und 2004 hat die Zahl der unterhalb der Armutsgrenze Lebenden zwar zugenommen, aber im gleichen Zeitraum gab es einen erheblichen Rückgang bei der Anzahl der durchschnittlich Armen und extrem Armen.

Das subsaharische Afrika verzeichnet dagegen Zunahmen in den beiden letztgenannten Kategorien, vor allem bei der extremen Armut: Diese Menschen leben oft in abgeschiedenen ländlichen Gebieten, gehören häufig ethnischen Minderheiten an und haben einen niedrigeren Bildungsstand, weniger Vermögen und einen schlechteren Zugang zu Märkten als besser gestellte Menschen

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