Welthunger-Index 2010

Auch 2010 hat der Hunger noch viele Gesichter
- vor allem Kleinkinder und Mütter müssen
verstärkt unterstützt werden. Die gute Nachricht zuerst: Der weltweite Welthunger-Index (WHI) 2010 ist im Vergleich zum WHI des Jahres 1990 etwas gesunken: Er fiel um fast ein Viertel von 19,8 auf 15,1 Prozent. Doch damit ist das Ziel der Vereinten Nationen, den Anteil der hungernden Menschen von 1990 bis 2015 zu halbieren, noch lange nicht erreicht - in den verbleibenden fünf Jahren sind daher verstärkte Anstrengungen notwendig, um den weltweiten Hunger zu bekämpfen.
Der Anteil der untergewichtigen Kinder unter fünf Jahren ging zwischen 1990 und 2010 lediglich um 2,6 Prozent zurück. Auch die Sterblichkeitsrate der Kinder unter fünf Jahren und der Anteil der Unterernährten sank nur wenig. Insgesamt gibt es also wenig Grund zur Freude, denn das Niveau des WHI ist weiterhin besorgniserregend hoch.
Welthunger-Index 2010
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Das Konzept des Welthunger-Index 2010

Der Welthunger-Index (WHI) ist ein vom Internationalen Forschungsinstitut für Ernährungspolitik (IFPRI) entwickeltes Instrument. Er gibt Auskunft darüber, in welchen Regionen die Menschen am stärksten von Hunger betroffen sind. Der Index basiert auf drei relevanten Indikatoren und berücksichtigt einen mehrdimensionalen Ansatz zur Berechnung.
Globale, regionale und nationale Trends

Bei der Betrachtung des WHI 2010 werden die großen Unterschiede je nach Region und Land offensichtlich. Besonders groß war der Fortschritt in Südostasien sowie in Lateinamerika und der Karibik. Doch die höchsten - also schlechtesten - regionalen Werte zeigen Staaten in Südasien und Afrika südlich der Sahara.
Wo und warum hungern Menschen?
Die entscheidenden ersten 1000 Tage

Die Ernährung eines Kindes innerhalb der ersten 1000 Tage ist entscheidend für seine weitere Entwicklung und Zukunft. Das Zeitfenster beginnt bei der Empfängnis und erstreckt sich bis zur Vollendung des zweiten Lebensjahres. In dieser Phase hat das Kind den größten Bedarf an ausreichender und hochwertiger Nahrung und die Chance ist am größten, den irreversiblen Folgen einer Unter- und Mangelernährung vorzubeugen.
Der Fokus muss auf die ersten 1000 Tage im Leben eines Kindes gerichtet werden.
Betroffene erkennen das Problem

Weltweit leidet fast ein Drittel aller Kinder unter fünf Jahren unter chronischer Unterernährung - zur Bekämpfung dieses Problems setzten die Welthungerhilfe und Concern Worldwide bei ihrer Arbeit direkt vor Ort an. Die Welthungerhilfe unterstützt in 100 Dörfern in Mali etwa 125.000 Menschen. Sie hilft dort, die Ernährung von Kindern unter fünf Jahren, Schwangeren und stillenden Frauen zu verbessern.
Mehr über das Projekt der Welthungerhilfe in Mali
Weitere Informationen
Der Welthunger-Index 2010 ist mit dem Mercury Excellence Award 2011 der Kategorie "Jahresberichte Non-Profit" ausgezeichnet worden.
Pressemtteilung Welthunger-Index 2010: Mangelernährung bei Kleinkindern prägt den weltweiten Hunger
FAQs zum Welthunger-Index 2010
Grafiken und Karten
Welthunger-Index 2010 nach Schweregrad in den einzelnen Ländern
Rangliste: Der Welthunger-Index 1990 und 2010 nach Ländern
Grafik: Gewinner und Verliererländer im WHI von 1990 bis 2010
Die Entscheidenden Faktoren bei der Ernährung von Kindern
Komponenten des Welthunger-Indizes von 1990 und 2010
Formen der Unterernährung von Kindern
Alle Berichte
2010
Welthunger-Index 2010. Herausforderung Hunger. Die Chance der ersten 1000 Tage.
2009
Welthunger-Index 2009. Frauen stärken, Hunger bekämpfen
2008
Übersichtseite zum Welthunger-Index 2008
Welthunger-Index 2008: 33 Länder haben sehr ernste bis gravierende Hungersituation
2007
Welthunger-Index 2007: Ein Drittel der Länder auf Kurs, Afrika bleibt Brennpunkt
2006
Welthunger-Index 2006: Kriege verschärfen Hunger – zehn afrikanische Länder bilden Schlusslicht
2005
Welthunger-Index 2005: Warnung vor dramatischer Zunahme von Hunger

