Afghanistans harten Winter überleben

Warme Decken, Heizöfen und Brennholz für Flüchtlinge in Kabul

Flüchtlinge in Afghanistan bekommen Hilfslieferungen im Winter.
Flüchtlinge in Afghanistan bekommen Hilfslieferungen für den Winter. © Welthungerhilfe

Dies Projekt der Welthungerhilfe in Afghanistan ist ausgelaufen.

In Afghanistan sind die Sommer sehr heiß und die Winter sehr kalt. Wenn die Landschaft schneebedeckt ist und das Thermometer Temperaturen unter dem Gefrierpunkt anzeigt, wenn der Wind unbarmherzig auf die Wangen peitscht und der nasse Schnee durch Schuhe und Strümpfe dringt, dann leiden vor allem Flüchtlinge in den Zeltstätten und Slums.  

Um dieses Leid zu mindern, unterstützt die Welthungerhilfe Flüchtlinge und Vertriebene in Kabul mit überlebenswichtigen Hilfsgütern. Auch die Bewohner in der im Norden gelegenen Provinz Balkh erhalten Winterhilfe - ein Projekt gemeinsam mit Alliance2015-Partner People in Need.

Wasserdichte Zeltplanen halten den Schnee ab

Insgesamt wurden 3.000 Familien mit Decken, Planen, Feuerholz und Heizöfen versorgt. „Während der eisigen Tage haben wir es jetzt ein wenig wärmer und komfortabler”, freut sich der 15-Jährige Farid, der mit seiner Familie in einer Zeltstadt bei Kabul überwintert. Die gespendete Plane wird Farids Familie über ihrem Zelt aufspannen: Unter der Last des Schnees biegen sich die alten Zeltplanen und laufen Gefahr, undicht zu werden. Die neuen wasserdichten Planen verhindern das. Mit den traditionellen Heizöfen schüren die Familien in ihren Zelten Feuer – auch das hilft gegen die schlimmste Kälte. Zusätzlich warm halten sich die Menschen durch die verteilten Decken.

Damit Kinder für ein paar Stunden abschalten können von ihrem Alltag, der von Krieg und Vertreibung bestimmt wird, organisiert die Welthungerhilfe gemeinsam mit Partnern verschiedene Freizeitaktivitäten. Unter anderem unterstützt sie die Zirkusschule Afghan Education Childrens` Circus, in der Kinder und Jugendliche gemeinsam spielen, sich austauschen und neue Fähigkeiten erlernen können. Und auch diese 600 jungen Artisten der Zirkusschule - alles Kinder aus den Zeltlagern in Kabul - erhalten warme Jacken, Pullis, Hosen, Winterschuhe und Mützen. So können sie sich in der Kälte frei bewegen ohne die ganze Zeit frieren zu müssen.

Radiointerview mit Mathias Mogge (Vorstand):

Rückblick auf 20 Jahre Projektarbeit in Afghanistan - von Nothilfe zu langfristigen Projekten!

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Letzte Aktualisierung 24.08.2017

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