21.04.2010 | Blog

Haiti hundert Tage danach: Herausforderungen und Hoffnungsschimmer

Hundert Tage nach dem schweren Erdbeben in Haiti stehen die Nothelfer vor einer gigantischen Herausforderung.

Wolfgang Jamann Generalsekretär (2009-2015)

Liebe Leserinnen und Leser,

hundert Tage ist es her, dass eine beispiellose Katastrophe den Karibikstaat Haiti erschüttert hat: Über 230.000 Menschen kamen ums Leben, die Zerstörungen sind gewaltig. Eine gigantische Herausforderung für alle Betroffene wie Helfer. Aber es scheint, als sei die ganze Welt entschlossen, die Haitianer beim Neuanfang zu unterstützen – auch Sie gehören dazu!

Und die Haitianer gehen selbst Schritt für Schritt aus dem Elend in die Zukunft. Da ist zum Beispiel Viviane Leclerc, 23 Jahre alt. Die zweifache Mutter hatte beim Erdbeben ihr ganzes Hab und Gut verloren. In Petit-Goâve gehörte sie zu den Frauen, die sich bei der Welthungerhilfe ein Nahrungsmittelpaket abholten – Reis, Bohnen, Öl, Salz. „Wir sind es gar nicht gewohnt, dass Versprechen eingehalten werden“, freute sie sich.

Oder Jean Roselanne und Brimé Francoise. Sie nehmen gegen Bezahlung an einem Arbeitsprogramm der Welthungerhilfe in Jacmel teil. Es ist bitter die Trümmer abzuräumen, die einmal das eigene Heim waren. Aber: „Die Arbeit hilft uns, nicht so viel nachzudenken“, sagt Jean Roselanne. „Es muss doch weitergehen, irgendwie.“

Bei meinem Besuch in Haiti im März sprach ich mit Mona Lapaienne. Sie hatte beim Erdbeben ein Kind verloren, es hieß Vana. Sie war eine der ersten Opfer, die ein großes festes Zelt bekommen hat, das nun auf ihrem frei geräumten Grundstück steht. Deshalb hat sie Verwandte aufgenommen; vierzehn Menschen leben jetzt auf engem Raum, aber sie wissen, die Hilfe aus Deutschland geht weiter und bald können mehr Menschen in festen Zelten oder reparierten Häusern leben.

Nur drei Beispiele von vielen, denen die Welthungerhilfe in der ersten Not Hilfe und eine Perspektive geben konnte. Ich habe mich persönlich vor Ort überzeugt, dass unsere Arbeit einen Unterschied für die Menschen macht. Unterstützen Sie uns weiterhin!

Herzlichst,

Ihr Wolfgang Jamann

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