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01.05.2019 | Blog

Innovative Ideen und Apps gegen Hunger

Augmented Reality, Shared Economy und eine multimediale Informations-App: Die Welthungerhilfe entwickelt und nutzt verstärkt auch digitale Dienste, um dem Ziel "Zero Hunger" näher zu kommen.

Vermessen eines Kindes mit dem Child Growth Monitor
Der Child Growth Monitor in der Praxis: Im Anganwadi Center im Dorf Hirapur, Indien, wird ein Kind mithilfe der App vermessen. © Welthungerhilfe
Anna Kröger Team Communications

Digitalisierung, die „vierte industrielle Revolution“, verändert Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Die humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit gelten nicht gerade als Pioniere der Innovationen. Doch gerade hier wird das enorme Potenzial der Digitalisierung und der Vernetzung von Menschen immer wichtiger.

Die Welthungerhilfe arbeitet derzeit an und mit drei innovativen Apps: Child Growth Monitor, AgriShare und Kurima Mari. Alle drei Ideen haben eines gemeinsam: Sie sind skalierbar und können in mehreren Projekten und Ländern eingesetzt werden. Das ist entscheidend, um die Bekämpfung des Hungers schneller voranzutreiben – und das Ziel „Zero Hunger bis 2030“ zu erreichen. 

Unterernährung erkennen mit dem Child Growth Monitor

Child Growth Monitor Child Growth Monitor

Die App zur Erkennung von Unterernährung bei Kindern.

Child Growth Monitor ist eine App, die mithilfe von Augmented Reality Fehlernährung bei Kindern ermittelt. Mit einem 3D-Scan werden Größe und Gewicht erfasst und die App kann so unmittelbar feststellen, ob das Kind fehlernährt ist. Zuvor wurden Kinder manuell vermessen, was sehr aufwändig, fehleranfällig und für Kinder unangenehm war.

Dank der App können Hilfsorganisationen wertvolle Zeit bei der Datenerhebung (Assessment) sparen. So können sie frühzeitig erkennen, wo Handlungsbedarf besteht – was in vielen Fällen lebensrettend sein kann. Die Daten werden direkt digital erfasst, was das Monitoring ganzer Regionen oder Länder erleichtert und schnellere und effektivere Reaktionen ermöglicht.

Child Growth Monitor: Unterernährung von Kindern auf Knopfdruck erkennen
Child Growth Monitor: Unterernährung von Kindern auf Knopfdruck erkennen

AgriShare: "Airbnb für Bauern"

Die Smartphone-App AgriShare bietet afrikanischen Kleinbauern die Möglichkeit, sich mit anderen Kleinbauern, Organisationen und Unternehmen zu verbinden, um nach dem Prinzip der Shared Economy zusammen zuarbeiten. So können Ressourcen geteilt und Dienstleistungen angeboten werden.

Ein Bauer, der keinen Traktor besitzt, kann sich zum Beispiel über die App Traktoren in der Nähe oder mit bestimmten Spezifikationen anzeigen lassen und ausleihen. Wer einen Mechaniker sucht, wird hier fündig und kann direkt einen Termin buchen. AgriShare ist seit März 2019 in Simbabwe auf dem Markt. Von Anfang an wurde die App in enger Zusammenarbeit mit den potentiellen Nutzern konzipiert. Mithilfe von User Tests wird AgriShare stetig optimiert und weiterentwickelt. Auch außerhalb der Welthungerhilfe fand die App bereits Anerkennung: Bei der WFP Innovation Pitch Night gewann AgriShare den Jury-Award.

AgriShare: Eine App, die Kleinbauern hilft mehr zu produzieren und Einkommen zu steigern
AgriShare: Eine App, die Kleinbauern hilft mehr zu produzieren und Einkommen zu steigern

Kurima Mari: Marktzugang und Wissen für Kleinbauern

Digitales Bezahlsystem: So geht Wasserholen im Ngakaa Water Project in Makueni County, Kenia. Innovation fördern

Mit neuen Ideen gegen den Hunger: Wie wir innovative Ideen und Projekte fördern.

Viele Kleinbauern in Afrika haben keinen ausreichenden Zugang zu Marktinformationen – was häufig dazu führt, dass sie zu niedrige Preise für ihre Produkte nehmen. Der mangelnde Zugang zu Informationen macht es Kleinbauern schwer, auf Preisschwankungen oder auch auf Wetteränderungen zu reagieren, neue landwirtschaftliche Techniken anzuwenden und ihre Erträge zu erhöhen.

Genau dies soll sich mit Kurima Mari ändern. Die App bietet Kleinbauern Informationen zu Marktentwicklungen, Video-Tutorials, Podcasts und weiterführende Literatur. Ziel ist es, Hunger und Armut zu bekämpfen, indem Kleinbauern die Teilnahme an der landwirtschaftlichen Vermarktung ermöglicht wird. Außerdem werden Hilfsmittel zur Unterstützung der Selbsthilfe in allen Fragen der Landwirtschaft bereitgestellt. Kurima Mari ist seit Juli 2016 in Simbabwe im Einsatz. 

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