21.09.2014 | Blog

Reisbauern kämpfen für ihre Rechte

In Kambodscha fordert die Bevölkerung ihre Landtitel ein

Frau mit Reisernte auf dem Rücken
Bäuerin in Kambodscha trägt ihre Reisernte auf dem Rücken. © Weihermann/JustFilms
Kerstin Bandsom Team Communications

Das Bergdorf Kanat Toch steht vor dem Ausverkauf: Großinvestoren machen sich breit. Wo früher Wald und Reisfelder wuchsen, entstehen jetzt riesige Kautschukplantagen. Die Regierung in Phnom Penh vergibt großzügig Landkonzessionen ohne Rücksicht auf die Bevölkerung. Die leidet Hunger und Armut, während die Investoren Profit machen.

Im Nordosten Kambodschas gehören 90 Prozent zu den besonders benachteiligten indigenen Bevölkerungsgruppen. Durch den akuten Raubbau reicht ihre Reisernte oft nur noch sieben Monate. Hinzu kommen verheerende Überschwemmungen und schwere Krankheiten durch verschmutztes Wasser. Jedes zweite Kind ist unterernährt und viel zu klein für sein Alter. Das ist landesweit der höchste Wert.

Die Erträge haben sich verdoppelt

Die Welthungerhilfe verhilft den Menschen in Kanat Toch zu ihrem Recht. Sie erläutert ihnen die Gesetzeslage und klagt ihre Landtitel ein. Außerdem zeigt sie ihnen neue Methoden, den Boden zu schützen und gewinnbringend zu beackern.

Die Welthungerhilfe unterstützt die Menschen von Kanat Toch bereits seit 2005. Heute betreiben die Kleinbauern intensivierten Reisanbau. Ihre Erträge haben sich dadurch verdoppelt. Sie züchten proteinhaltige Fische in neu angelegten Teichen heran, Obst- und Gemüsegärten entstehen. Überschüsse verkaufen die Selbstversorger auf dem Markt. Die Menschen haben wieder Hoffnung geschöpft.

Ein Kernproblem im Dorf war die schlechte Trinkwasserversorgung. Die Menschen waren auf das schmutzige Wasser aus dem Fluss Se San angewiesen. Inzwischen haben sie mit der Welthungerhilfe und ihrer Partnerorganisation 52 Brunnen gebaut. Alle haben jetzt sauberes Wasser in ihrer Nähe. Latrinen und Waschbecken sorgen für bessere Hygiene. Der Gesundheitszustand der Bevölkerung hat sich deutlich verbessert.

Letzte Aktualisierung 13.10.2017

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