18.11.2015 | Blog

Leben mit dem Klimawandel

Wie können sich Menschen in Entwicklungsländern mit der Veränderung des Klimas arrangieren? Der Schlüssel: Anpassung

Feldarbeit
Feldarbeit in Simbabwe, 2009. © Welthungerhilfe

Der Klimawandel ist Realität, wir spüren ihn jedes Jahr stärker. 2016 ging als das heißeste Jahr seit Beginn der Klimaaufzeichnungen in die Geschichtsbücher ein. Die Auswirkungen auf die globale Ernährungssituation sind gravierend. Gerade für die armen Länder und die ärmsten Bevölkerungsgruppen steigt die Gefahr von Hunger weiter. 

Auch in Deutschland merken wir den Klimawandel deutlich. Die Elbflut 2013 und die Jahrhundertflut 2002 sind den meisten Menschen noch gut im Gedächtnis. In den letzten Jahren sind vereinzelt Tornados gesichtet worden. Alles Zeichen für ein Klima im Wandel. Im Gegensatz zu den Menschen in Entwicklungsländern kommen wir allerdings selbst im Katastrophenfall meist recht glimpflich davon: Die Menschen in Industrienationen

Im besten Fall profitieren wir in Deutschland sogar vom Klimawandel weil voraussichtlich die Temperatur steigen wird. Gerade in der Landwirtschaft werden Verbesserungen erwartet: Die Qualität der Weinreben steigt, Obst- und Gemüsesorten, die bei uns bisher nur in den warmen Rheinebene wachsen, gedeihen dann auch in nördlicheren Gebieten und bei einzelnen Sorten wird der Ertrag steigen.

Klimawandel trifft die Menschen in Entwicklungsländern mit voller Härte

Ganz anders sieht die Situation in Entwicklungsländern aus. Der Klimawandel trifft sie mit voller Härte, gerade in der Landwirtschaft, die viel unmittelbarer zur Ernährungssicherung der Bevölkerung beiträgt als in Industrieländern. 

Die gute Nachricht ist: Experten sind sich einig, wie man die Auswirkungen des Klimawandels auf die Ernährungssituation abmildern kann. Der Schlüssel heißt Anpassung an die geänderten klimatischen Zustände. 

Anpassung an Klimawandel ist Querschnittsaufgabe

Als isoliertes Projekt wird eine solche Anpassung scheitern. Anpassung an den Klimawandel ist ein Querschnittsthema. Sämtliche Entwicklungsprojekte, aber auch die Landwirtschaft in den Industrieländern müssen auf den Prüfstand, ob sie nachhaltige positive Wirkungen auf die globale Ernährungssituation haben. 

Die Welthungerhilfe macht diese Nachhaltigkeit schon seit Jahren zum Kern ihrer Arbeit. Wir achten darauf, dass unsere Projekte auch unter geänderten klimatischen Vorzeichen die Ernährung sicherstellen und gleichzeitig nicht weiter den Klimawandel befeuern. 

Anpassung an Klimawandel geht nur nachhaltig

Programme und Projekte der Welthungerhilfe basieren auf einem umfassenden Verständnis der Potenziale der Menschen und ihrem Wissen. Wir lernen aus lokalen Erfahrungen und Praktiken sowie den Stärken existierender Systeme und ergänzen dieses Wissen um neueste wissenschaftliche Erkenntnisse. Im Zentrum unserer Arbeit steht, die Menschen vor Ort zu befähigen, eigenständig zu wirken und ihre eigenen Anpassungsstrategien zu entwickeln.

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