09.10.2015 | Blog

Sieben Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

Was können Unternehmen aus der Foodbranche tun, um die Verschwendung von Lebensmitteln zu reduzieren? Im Vorfeld der Anuga, der führenden Ernährungsmesse für Handel und Gastronomie in Köln, haben wir ein paar Tipps für Sie zusammengetragen.

Fotomontage "Stoppt Verschwendung! Nahrung ist kostbar."
Nahrungsmittelverschwendung jetzt stoppen!
Vera Schernus Beraterin für privates Engagement

Über 18 Mio. Tonnen Nahrungsmittel landen in Deutschland jedes Jahr im Abfall. Vom Landwirt über die Konservenfabrik bis hin zur Gastronomie – alle Akteure haben ihren Anteil an dieser gigantischen Verschwendung.

Aber was können Unternehmen aus der Foodbranche tun, um diese Verschwendung von Lebensmitteln zu reduzieren? Wir haben ein paar Tipps  zusammengetragen.

Ein paar kleine, aber wirkungsvolle Tipps, wie Ihr Unternehmen den Abfallberg von Essensresten verringern kann:

  1. Verbraucherbewusstsein stärken
    Ist der Kunde glücklich, ist es auch das Unternehmen. Dass das Mindesthaltbarkeitsdatum nicht gleich das Verfallsdatum ist, ist vielen Verbrauchern noch immer nicht bewusst. Hier gilt es zu informieren. Zum Beispiel über die richtige Lagerung und Haltbarkeit der Lebensmittel. Bieten Sie Ihren Kunden doch mal ein paar kreative Rezepte zur Resteverwertung an. Egal ob Marmeladen oder Eintöpfe, selber kochen liegt voll im Trend!

  2. Vermarktung von „Misfits“
    Krumme Gurken, herzförmige Kartoffeln oder zweibeinige Möhren gehören nicht auf den Speiseplan der meisten Deutschen. Aber warum eigentlich nicht? Veranstalten Sie eine Verkostung mit dem „schrulligen“ Gemüse und überzeugen Sie so Ihre Kunden von der Qualität Ihrer Produkte.

  3. Regionalität rules
    Kaufen Sie Ihre Ware, wann immer es möglich ist, direkt aus der Region. Das vermeidet nicht nur lange Anfahrtswege, sondern wirkt sich auch häufig positiv auf die Qualität aus. Ihre Kunden schmecken den Unterschied! Bieten Sie Obst und Gemüse außerdem nicht verpackt oder Säckeweise an, sondern lassen Sie dem Kunden die Wahl wie viel er von einer Sorte kaufen möchte.

  4. Denkanstoß
    Müssen die Regale auch kurz vor Ladenschluss wirklich immer noch prall gefüllt sein mit leicht verderblicher Ware? Sie meinen ja, schließlich ist der Kunde es gewöhnt zu jeder Tageszeit auch immer alles kaufen zu können. Falsch! Viele Kunden haben bereits Verständnis dafür dass um kurz vor 20 Uhr nicht mehr jedes Brot frisch gebacken im Regal liegt.

  5. Rabatte
    Nehmen sie vor Ablauf des Verfallsdatums eine Preisreduzierung vor umso zum Kauf zu animieren. Hat der Kunde eh vor das Produkt zeitnah zu verzehren, greift er sicher gerne zu der günstigeren Variante. Der Kunde freut sich über sein Schnäppchen und Sie können sich über weniger Abfall freuen.

  6. Im Restaurant
    Vermeiden Sie überfüllte Teller und gestatten Sie stattdessen einen Nachschlag. Ist das nicht möglich, so lassen Sie dem Kunden direkt die Wahl zwischen einer kleinen, oder einer großen Portion. Geben Sie außerdem die Möglichkeit die Reste in einem „doggy bag“ mit nach Hause zu nehmen.

  7. Teilen macht Spaß!
    Bleibt trotz allem noch etwas übrig, das nicht mehr verkäuflich, aber dennoch zu schade für die Tonne ist, so spenden Sie es an die Tafel oder lassen Sie es von erfahrenen „Essensrettern“ der Fairteiler abholen. Sicher freuen sich auch Ihre Mitarbeiter, wenn Sie das ein oder andere Stück Obst nach Feierabend mit nach Hause nehmen dürfen.

Die Welthungerhilfe als Ihr Partner

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Lebensmittelverschwendung? Suchen Sie einen starken CSR-Partner? Schreiben Sie uns, oder sprechen Sie uns direkt auf der Anuga an. Sie finden uns vom 10. bis 14. Oktober an unserem Stand in der Passage 10/11.

Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2020 die Lebensmittelverschwendung zu halbieren. Damit wir dieses Ziel erreichen, müssen wir alle an einem Strang ziehen. Nicht nur die Endverbraucher sind hier gefragt, wir fordern nachhaltigen Umgang mit unserer Nahrung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Egal ob Produzent, Händler, oder Gastronom – jeder kann seinen Teil dazu beitragen

Gemeinsam mit Unternehmern gegen die Verschwendung von Lebensmitteln! Haben Sie schon am Unternehmenscheck teilgenommen?

Die Mitglieder der Initiative „Genießt uns! Gegen die Verschwendung von Lebensmitteln- vom Erzeuger bis zum Verbraucher!“ sind neben der Welthungerhilfe, WWF Deutschland, der Bundesverband Deutsche Tafeln e.V., die Verbraucherzentrale NRW e.V., United Against Waste e.V. und foodsharing.de.

Letzte Aktualisierung 13.11.2017

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