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13.08.2013 | Blog

Wasser ist Leben

Mosambik ist eines der ärmsten Länder Afrikas. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in extremer Armut und muss mit weniger als einem US-Dollar am Tag auskommen. Die Menschen kämpfen verzweifelt um die ganz grundlegenden Dinge des täglichen Lebens: Um eine Mahlzeit und um sauberes Wasser.

Ein Junge und ein Mädchen gießen ein Beet
Das Gemüse wird auf Hochbeeten mit Überdachung angebaut, diese bieten Schatten und Feuchtigkeit. © Bernhard Huber
Kerstin Bandsom Team Communications

Der Zugang zu sauberen Trinkwasser ist ein Menschenrecht. Oder, wie Susann Andre aus dem Dorf Chimelani sagt: „Ohne Wasser geht es nicht.“ Zum Glück haben die Kleinbauern in Chimelani dank der Welthungerhilfe wieder einen funktionierenden eigenen Brunnen. Früher mussten die Frauen jeden Tag 15 Kilometer ins nächste Dorf gehen, um Wasser zu holen. Damit das kühle Nass aus dem neuen Brunnen wirklich zum Nahrungsmittel wird, muss es jedoch sauber sein. Dafür sorgt in Chimelani ein Dorfkomitee. Frauen wie Susann Andre und ihre Schwiegermutter Elora Laken achten darauf, dass die Brunnenanlage sauber bleibt und sammeln von den Nutzern monatlich umgerechnet 17 Cent für Reparaturen ein.

Wasser ist Gesundheit

Neben den Erwachsenen werden auch die Kinder mit in die Projekte vor Ort eingebunden. In der Dorfschule von Chimelani lernen sie, dass man durch saubere Toiletten und Händewaschen Krankheiten vermeiden kann. Sie wissen mittlerweile auch, wie wichtig es ist, sauberes Wasser vor Verschmutzung zu schützen. Das geht mit einfachsten Mitteln, z.B. indem man seine Wasserbehälter und das Kochgeschirr nicht auf dem Boden liegen lässt.

Wasser ist Nahrung

Die meisten Menschen in Chimelani sind Kleinbauern, die Nahrungsmittel für den Eigenbedarf produzieren. Für ihre Gärten und Felder ist Wasser unerläßlich; durch den neuen Dorfbrunnen können diese regelmäßig bewässert werden. Zudem haben die Bauern nun mehr Zeit für die Feldarbeit, da die langen Wege zum Wasserholen wegfallen. In den von der Welthungerhilfe organisierten Schulungen lernen sie neue Anbaumethoden und organischen Dünger herzustellen. All das erhöht die Ernteerträge spürbar. Überschüsse können die Bauern verkaufen und damit ihr Einkommen steigern. In Chimelani haben Eltern und Kinder zudem gemeinsam einen Schulgarten angelegt. Mit dem Gemüse, das darin gezogen wird, bereiten die Eltern das Schulessen zu.

Ein Dorf lebt auf

Es geht aufwärts in Chimelani. Alle spüren das. Erwachsene und Kinder lernen in Trainings nicht nur, wie wichtig sauberes Wasser und Hygiene sind, sondern auch wie essentiell eine ausgewogene Ernährung für die Gesundheit ist. Die Ernten sind höher als zuvor und der Boden wird durch die neuen Anbaumethoden geschont. Mit diesen positiven Entwicklungen und voller Zuversicht nehmen die Dorfbewohner nun ihre Zukunft in die eigenen Hände.

Letzte Aktualisierung 15.02.2018

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