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Aktion zur G7: Bauern können millionen Leben retten

Die Welthungerhilfe schickt Sensenmänner nach München und fordert: Ernte statt Ende!

Weltweit hungern immer noch 815 Millionen Menschen. Die meisten von ihnen leben in Entwicklungsländern auf dem Land. Wie kann das Ziel, den Hunger bis 2030 zu beenden, erreicht werden? Eine Schlüsselrolle spielen dabei Kleinbauern, denn sie produzieren rund 70 Prozent der Nahrungsmittel in Entwicklungsländern. Deshalb fordert die Welthungerhilfe die G7-Nationen dazu auf, sich mit aller Kraft und entsprechenden Mitteln für die Hungerbekämpfung einzusetzen.

Seit einem Jahr arbeiten wir intensiv daran, das Thema Hunger und Armut auf der Agenda des G7-Gipfels zu verankern. Und das mit Erfolg: Derzeit wird über eine Hungerinitiative verhandelt, die die Debatte bis 2030 bestimmen könnte. Unser Anliegen sind die Stärkung der Rechte von Kleinbauern und eine Erhöhung der finanziellen Mittel für Hungerbekämpfung. 

Ernte statt Ende - Mehr Unterstützung für Kleinbauer, bitte!

Um den öffentlichen Druck auf die G7 zu erhöhen, haben wir uns zu einer künstlerischen Aktion im Rahmen der Demonstration in München entschieden. Offensive Medienarbeit ist für uns ein Mittel, um uns Gehör zu verschaffen für ein Thema, dem meist nur bei akuten Hungerkrisen Aufmerksamkeit zuteil wird. 795 Millionen Menschen hungern immer noch auf der Welt. Um dieses Problem zu lösen, reicht unsere Projektarbeit vor Ort nicht aus, es muss auch politisch gehandelt werden – und zwar schnell.

Die Sensenmänner - unsere Kunstaktion zum G7-Gipfel

Wir haben dabei bewusst als aufrüttelndes Bild-Motiv einen "Sensenmann" gewählt – als Symbol für den Tod und gleichzeitig für die Ernte. Für die Umsetzung dieser künstlerischen Aktion haben wir fünf Schauspieler engagiert, deren eine Körperhälfte als "Tod" die andere als "Bauer" geschminkt wurde und die in der Hand eine Sense trugen. Der Rückgriff auf Schauspieler sollte eine professionelle Darstellung des komplexen Sachverhalts sicherstellen. In München arbeiteten sie Hand in Hand mit den Mitarbeitern der Welthungerhilfe. Dabei wurde Informationsmaterial verteilt, in dem wir auf unsere Forderungen an die G7 aufmerksam machten.

Die "Sensenmänner" waren auch beim großen Konzert "United against Poverty" im Einsatz und haben Flyer mit unserem Anliegen an tausende Konzertbesucher verteilt. Bei dem Konzert warben starke und engagierte Frauen für die Welthungerhilfe und unseren Einsatz für die Unterstützung von Kleinbauern. Darunter auch Doris Fatima Webber, die Leiterin unserer Partnerorganisation WAADO in Sierra Leone, die von der Aktion begeistert war: "Sie haben damit viel Aufmerksamkeit für unser Anliegen erreicht."

Wir hoffen beim Gipfel in Elmau jetzt auf messbare Ergebnisse im Sinne der Hunger- und Armutsbekämpfung.

Sensenmann vor Kampagnen-Poster
Sensenmann bei der G7-Demonstration in München symbolisiert den notwendigen Perspektivwechsel in der Hungerbekämpfung. © Welthungerhilfe
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Letzte Aktualisierung 23.08.2017

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