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01.01.2019 | Blog

Ursachen und Folgen des Klimawandels

Anpassung und Klimaschutz gehören zum Kampf gegen Hunger.

Ausgetrockneter Boden
Ausgetrockneter Boden in Afar, Äthiopien. © Jens Grossmann

Um den Klimawandel und seine Auswirkungen zu verstehen, muss zwischen Wetter und Klima unterschieden werden. Das Wetter ist der physikalische Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit, also wenige Stunden bis hin zu wenigen Tagen. Unter Klima hingegen verstehen Wissenschaftler die atmosphärischen Zustände und Witterungsvorgänge während eines längeren Zeitraumes.  

Erst wenn sich extreme Ereignisse wie Hitzewellen über 30 Jahre häufen und die Durchschnittstemperatur steigt, kann man von Klimawandel sprechen. So hat sich die globale erdnahe Temperatur seit Mitte des 19. Jahrhunderts um etwa ein Grad erhöht (Bundeszentrale für politische Bildung).

Treibhauseffekt ist Hauptverursacher des Klimawandels

Erderwärmung, Hitzewellen oder das häufigere Auftreten von Klimaphänomenen wie El Niño sind vor allem auf den Treibhauseffekt zurückzuführen. Dabei sorgen Treibhausgase wie Kohlendioxid dafür, dass Temperaturen ansteigen.

Den größten Anteil an der Verschmutzung der Atmosphäre mit Kohlendioxid haben große Industrienationen. Laut Klimaschutz-Index 2019 machen Saudi Arabien, die USA, Iran, Südkorea und Taiwan die geringsten Fortschritte in Sachen Emissionsverringerung, erneuerbare Energien, Reduzierung des Energieverbrauchs sowie Klimapolitik. 

Die Folgen des Klimawandels sind sichtbar

Climate Action Network International (CAN)

Die Welthungerhilfe ist Teil des weltweiten Netzwerkes von mehr als 1.300 Nichtregierungsorganisationen zur Begrenzung des Klimawandels.

Der Klimawandel schreitet voran und die ersten Folgen sind nicht zu übersehen.

Doch was passiert, wenn die Folgen des Klimawandels noch stärker werden? Experten befürchten noch häufigere extreme Wetterphänomene wie El Niño und ernsthafte Auswirkungen des Klimawandels auf die Ernährungssicherheit.

Klimawandel verschärft Hunger und Armut

Am härtesten trifft der Klimawandel die ärmsten Länder. Vor allem in den südlichen Breiten sind die Menschen gezwungen, sich neuen Bedingungen anzupassen.  

Jeden Tag spüren die Bewohner der Provinz Ngozi im Norden Burundis die Auswirkungen des Klimawandels. Erdrutsche, Überschwemmungen und Dürren vernichten immer wieder kostbare Ernten. Der Regen wird von Jahr zu Jahr stärker und spült den Boden einfach fort. Gemeinsam mit der Bevölkerung legt die Welthungerhilfe daher Erosionsschutzgräben rund um Felder an. © Christina Felschen
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Yassir Saleh lebte in der Wüstenlandschaft des Red Sea State im Osten des Sudan. In der Hoffnung auf ein besseres Leben zog er an die Küste und nimmt nun an einem Fischereiprojekt der Welthungerhilfe im Regierungsbezirk Agig teil. © Welthungerhilfe
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Ein schwimmendes Beet in einem Welthungerhilfe-Projekt in Bangladesch. Kleinbäuerinnen und Kleinbauern flechten Flöße aus Bambus und Wasserhyazinthen – auf dem so entstandenen Beet bauen sie dann zum Beispiel Spinat, Okra oder Kartoffeln an. © Welthungerhilfe
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Bewohner der Ortschaft Peshtovar in Tadschikistan bauen einen Wasserkanal mit Haus für eine Wasserturbine. Die Turbine soll die Stromversorgung der Wohnsiedlung erheblich steigern. © Daniel Pilar/Welthungerhilfe
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Somaliland gehört zu den Regionen der Welt, die am stärksten von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind, sie bedrohen die Lebensgrundlage der Bauern und Nomaden. In der Region Awdal setzt sich die Welthungerhilfe dafür, die Trinkwasserversorgung und die Produktion von Nahrungsmitteln zu verbessern. Hier sind Männer beim Bau eines Damms zu sehen. © Welthungerhilfe
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In Entwicklungsländern produzieren Kleinbäuerinnen und Kleinbauern einen Großteil der landwirtschaftlichen Erträge. Damit spielen sie eine zentrale Rolle für die Ernährung der Bevölkerung. Wird ihre Widerstandsfähigkeit gegen die zunehmenden Dürren, Fluten und andere extreme Ereignisse nicht deutlich verbessert, sind nach einer Studie der Weltbank im Jahr 2030 bis zu 100 Millionen Menschen mehr vom Hunger bedroht.

Der Klimawandel verschärft die Ernährungssituation vor allem durch:

Was bedeutet das für die Arbeit der Welthungerhilfe? 

Die Welthungerhilfe unterstützt in vielen Ländern Menschen dabei, mit den Folgen des Klimawandels zu leben, ihre Widerstandsfähigkeit zu erhöhen und sich für die Zukunft zu rüsten. Kleinbäuerinnen und Kleinbauern lernen zum Beispiel, wie sie mit qualitativ hochwertigem Saatgut und angepassten Anbaumethoden ihre Ernte vielfältiger und somit sicherer gestalten können. Erosionsschutz, Bewässerungssysteme und schwimmende Gärten gehören ebenfalls zu den Projektinhalten wie Schulungen zu Themen wie Weiterverarbeitung und Vermarktung von Produkten.

Letzte Aktualisierung 06.06.2019

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