Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Seiteninhalt springen Zum Footer springen

26.09.2018 | Gastbeitrag

Robert Redweik: Chapeau für "Skill up!"

Nach seinem Besuch in Kenia ist Robert Redweik begeistert von "Skill up!", einem Ausbildungsprogramm der Welthungerhilfe für junge Leute. Der Sänger und Songwriter hat zur Unterstützung des Projekts die „Chapeau-Hochzeitsaktion“ ins Leben gerufen.

Robert Redweik mit Teilnehmer/innen des "Skill Up!"-Programms im Slum Kibera, Nairobi.
Robert Redweik mit Teilnehmer/innen des "Skill Up!"-Programms im Slum Kibera, Nairobi. © Natalija Idovanu
Robert Redweik Gastautor

Ich glaube fest daran, dass Musik etwas bewegen kann. Musik kann Emotionen und Erinnerungen wecken, Konzertbesucher/innen und Fans zum Tanzen und Lachen bringen - das wissen wir. Dass Musik aber auch politische Botschaften tragen und gemeinsame Sprache und Identifikation sein kann, vergessen wir manchmal. Genau das durfte ich gleich am ersten Tag in der kenianischen Hauptstadt Nairobi an der St. Charles Lwanga School hautnah miterleben.

Musik verbindet

Das wundervolle Begrüßungsritual der Schulkinder hat mich beeindruckt. Kinder von Teilnehmer/innen des „SkillUp!“-Programms, für das ich als Welthungerhilfe-Botschafter nach Kenia gereist bin. Da wurde Musik gespielt, getanzt. Ich sah mich kaum um und war selbst ein Teil davon, tanzte an der Hand eines strahlenden Gesichtes und spürte Musikalität, Rhythmusgefühl und Freude an der Musik, die ich mir in nördlichen Hemisphären auch öfters herbeiwünschen würde.

Sänger und Songwriter Robert Redweik mit Gitarre bei seinem Besuch des "Skill up!"-Projekts der Welthungerhilfe in Kenia.
Sänger und Songwriter Robert Redweik mit Gitarre bei seinem Besuch des "Skill up!"-Projekts der Welthungerhilfe in Kenia. © Natalia Jidovanu

Als ich meine Akustikgitarre auspackte, war es wie selbstverständlich, dass wir zusammen einen Rhythmus fanden, dann einen Chor zusammen sangen. Eben eine Sprache gesprochen haben – Musik. Das war ein toller Start und eine gehörige Portion Hoffnung nach den Eindrücken unmittelbar zuvor.

Hoffnung im Slum von Kibera

Auf dem Weg vom Welthungerhilfe-Landesbüro zum „Skill up!“-Projekt haben wir den Slum von Kibera mit einem Wagen durchquert. Der erste Eindruck war heftig, selbst beim Durchfahren und auch wenn ich von einem längeren Indien-Aufenthalt Eindrücke von Armut und schlechten hygienischen Zuständen gewohnt war.

In den kommenden Tagen haben wir uns öfter darüber unterhalten, ob wir es uns als Besucher/innen überhaupt anmaßen dürfen, die Bewohner/innen von Kibera zu unterstützen, aus dem Slum herauszukommen, der ihr Zuhause ist. Ob das nicht der verwöhnte europäische Blickwinkel auf die vermeintlich schlimmen Zustände in Afrika ist? Spätestens nach einer ganztägigen und nicht ganz ungefährlichen Durchquerung des Slums zu Fuß, scheint sich diese Frage dann doch von selbst zu beantworten. Keine zehn Minuten wünscht man jemandem diesen Geruch in der Nase, den Schmutz, die Fäkalien, tote Tiere, die katastrophalen hygienischen und sanitären Zustände. Und nicht zu vergessen: einen geteilten Wohn-, Koch- und Schlafraum für vier bis fünf Personen von nicht mehr als zehn Quadratmetern.

Sänger und Songwriter Robert Redweik besuchte den Slum von Kibera. Hier verkaufen Straßenhändler ihre Waren.
Sänger und Songwriter Robert Redweik besuchte den Slum von Kibera. Hier verkaufen Straßenhändler ihre Waren. © Natalija Idovanu

Um diese Zustände erträglich zu machen, greifen schon Kinder und Jugendliche in Kibera oftmals zu allem, was als Droge funktioniert, von billigstem Alkohol bis Klebstoff. Hinzu kommen Teenie-Schwangerschaften, meist ohne „dazugehörigen“ Vater.

Der Slum von Kibera ist eine andere Welt. Er wirkte auf mich wie ein unwirklicher Ort, an dem kein Mensch leben sollte, geschweige denn weit über 500.000 Menschen. Und doch gibt es Hoffnung: der aktive Tatendrang der Menschen. Den kreativen unternehmerischen Willen spüre ich an jedem kleinen Straßenstand, bei jedem Händler, der seine Waren anbietet. Genau diesen jungen Menschen und ihren Familien soll das „Skill up!“-Programm eine echte Chance bieten.

Unternehmerisches Denken und Handeln stärkt für die Zukunft

Eine Gruppe Jugendlicher in einer Autowerkstatt Über "Skill up!"

Jugendlichen eine Perspektive im Leben geben - "Skill up!" will das mit Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen erreichen.

Das „Skill up!“-Programm der Welthungerhilfe, welches neben Kenia auch in den Ländern Indien, Uganda, Sierra Leone und Tadschikistan Projekte zur beruflichen Bildung unterstützt, bietet alleine an der St. Charles Lwanga School am Rande des Slums von Kibera im Jahr über 200 jungen Menschen die Möglichkeit, in den Bereichen KFZ-Mechanik, Elektroinstallation, Friseur & Kosmetik, Modedesign & Schneiderei sowie Lebensmittelverarbeitung & Gastronomie eine typischerweise sechsmonatige Ausbildung zu absolvieren.

Ziel ist es, danach erst im Rahmen eines Praktikums Erfahrungen in der freien Wirtschaft zu sammeln, um dann entweder einen eigenen kleinen Betrieb zu starten, die Ausbildung im Rahmen eines Studiums zu vertiefen oder bei einem Unternehmen eine Festanstellung zu bekommen. Genau dieser Weg - im besten Falle gepaart mit einer guten Portion unternehmerischen Denken und Handeln - sind eine Zukunftschance und ein Ticket aus dem Leben im Slum. Nicht nur für die Teilnehmer/innen sondern auch für deren Familien.

Der eigenen Familie eine bessere Zukunft zu bieten, das ist eine ganz besonders starke Motivation, die ich in vielen Gesprächen vor Ort raushören konnte. Und klappt das? Ja – die ersten erfolgreichen Anstellungen (z.B. in der Gastronomie und im Werkzeugbau) und eigenen Gründungen (der eigene Donut-Laden, der eigene Beauty Salon) durften wir bereits besuchen. Und ich sehe den Stolz auf die erbrachte Leistung und das unbeschreibliche Lächeln derer, die es so weit gebracht haben.

Mit Musik Gutes tun – wie Heiraten noch glücklicher machen kann

Heiraten, Musik genießen und Gutes tun? Das geht. Und zwar auf eurer Hochzeit oder der Hochzeit eurer Freunde. Als Musiker habe ich mir eine eigene Spenden-Aktion für das „Skill up!“-Programm überlegt und biete ab sofort den Verliebten und Verlobten der Nation an: Ihr heiratet und spendet - und Robert Redweik kommt und singt auf eurer Hochzeit!

Das Lied "Chapeau" ist einer der beliebtesten deutschsprachigen Hochzeitssongs geworden. Und den könnt ihr LIVE von mir höchstpersönlich hören, zusammen mit einigen anderen meiner Songs, ganz nahe, nur ich und meine Akustikgitarre. Also, worauf wartet ihr noch?

Wie kriegt ihr Robert auf Eure Hochzeit?
  1. Teilt Robert Redweik den genauen Termin eurer Hochzeit mit: chapeau(at)robertredweik.de. Sind die Rahmenbedingungen geklärt, dann...
  2. Startet eure Spendenaktion und legt zusammen – ab 1.000 Euro kommt Robert auf eure Hochzeit und singt!

Jetzt Spendenaktion starten

Letzte Aktualisierung 26.09.2018

Das könnte Sie auch interessieren

Deutsche Welthungerhilfe e. V., Sparkasse KölnBonn IBAN DE15 3705 0198 0000 0011 15, BIC COLSDE33
Newsletter abonnieren

Alle Informationen zu Katastrophen, Projekten und Veranstaltungen aus erster Hand erhalten.