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Material und Publikationen

Brennpunkt 1/2008: Nahrungsmittelpreise

Nahrungsmittelpreise fördern Hunger und Armut ➤ Menschen in Entwicklungsländern protestieren gegen zu hohe Preise für Grundnahrungsmittel. ➤ Mehr im Brennpunkt.

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Landwirte, aber auch Börsianer, verfolgen die explodierenden Preise für Agrargüter ebenfalls sehr genau: Wurde im Jahre 2000 ein Scheffel Weizen (etwa 27 kg) noch für unter drei Euro gehandelt, so stieg der Preis bis Februar 2007 auf moderate fünf Euro, sprang dann aber innerhalb eines Jahres kräftig hoch zum aktuellen Stand von knapp 12 Euro.

Für Landwirte in Industrienationen sind diese Preissteigerungen ein Grund zur Hoffnung: Landwirtschaft wird wieder rentabel. Endlich könnte es möglich werden, aus der eigenen Ernte einen angemessenen Verdienst zu erwirtschaften. Auch Landwirte im Süden können von diesen Trends profitieren, vor allem wenn sie in ausreichender Menge produzieren und durch Straßen- oder Hafenanbindung einen guten Marktzugang haben.

Auf der anderen Seite stehen verarmte Kleinbauern, Subsistenzbauern und Landlose in Entwicklungsländern: Wer mit weniger als einem Dollar am Tag seinen  ebensunterhalt bestreiten muss, kann sich kaum noch Grundnahrungsmittel leisten. Und das sind mit weltweit 980 Millionen (UNDP 2007) doppelt so viele Menschen, wie die EU an Einwohner zählt! Angesichts der Preissteigerungen sind diese Menschen die größten Verlierer, denn nur wer genug Geld hat, isst und lebt – wer zu arm ist, hungert, wird krank und stirbt. In zahlreichen Entwicklungsländern wie Haiti, Burkina Faso oder Indonesien protestieren die Menschen gegen unerschwingliche Preise für Grundnahrungsmittel weil sie wissen, dass es nicht zu dieser neuen Hungerkrise hätte kommen müssen. 

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Sprache

Deutsch

Erscheinungsjahr

2008

Verwendungszweck

Positionspapiere

Themen

Ernährung

Themen

Stärkung der Zivilgesellschaft

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