Material und Publikationen

Brennpunkt 6/2009

Kaum hat sich Kenia von den Folgen der Dürre im Jahr 2006 ansatzweise erholt, droht schon die nächste Katastrophe. Politiker treiben das Land in den Hunger

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In den vergangenen beiden Jahren ist nur unzureichend Regen in den ländlichen Tieflandregionen gefallen. Die letzte Regenzeit blieb sogar ganz aus.

Verheerende Konsequenz sind erhebliche Einbußen bei der Ernte, die Übernutzung von Weideland und eine mangelnde Trinkwasserversorgung der Bevölkerung. Zunehmend entstehen auch Konflikte um die knappen Wasservorräte. Wie bei den meisten Katastrophen sind auch in Kenia die Ursachen der Katastrophe komplex. Es ist durchaus denkbar, dass der Klimawandel eine entscheidende Rolle bei den immer häufiger auftretenden Dürren spielt. Doch zu den natürlichen Ursachen kommen auch politische, ökonomische und soziale Faktoren. Eine komplexe Mischung aus Korruption, den Folgen der politischen Krise und den Ausschreitungen nach den letzten Wahlen sowie dem immer noch vergleichsweise hohen Niveau der Nahrungsmittelpreise auf dem Weltmarkt verhindern die effektive Bewältigung der Dürre.

Diese Tatsache macht vor allem eins deutlich: Für eine nachhaltige Katastrophenvorsorge in Kenia ist es notwendig auf allen Ebenen anzusetzen: Es muss in nachhaltige ländliche Entwicklung investiert werden, um die Folgen des Klimawandels abzufedern. Kenia muss aber auch die Korruption seiner Politiker in den Griff bekommen und die bereits vorhandenenguten Ansätze ihrer Entwicklungspolitik –wie die "DRAFT ASAL Development Policy" - konsequent durchführen. Bevor dies der Fall ist, sollten Geber ihre Unterstützung für das Land verstärkt über zivilgesellschaftliche Organisationen abwickeln. 

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Sprache

Deutsch

Erscheinungsjahr

2009

Verwendungszweck

Positionspapiere

Themen

Ernährung

Deutsche Welthungerhilfe e. V., Sparkasse KölnBonn IBAN DE15 3705 0198 0000 0011 15, BIC COLSDE33
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