Hilfe zur Selbsthilfe

Gemeinsam durch Krisen und Klimawandel

In Burundi zeigt sich, was Hilfe zur Selbsthilfe schaffen kann

Gutes Saatgut auf neuen Feldern: „Wir produzieren mehr als wir brauchen. Von den Überschüssen bezahlen wir die Schulgebühren unserer Kinder“, berichtet Melchurie aus Burundi. © Justfilms
Gutes Saatgut auf neuen Feldern: „Wir produzieren mehr als wir brauchen. Von den Überschüssen bezahlen wir die Schulgebühren unserer Kinder“, berichtet Melchurie aus Burundi. © Justfilms

Das Schicksal der Menschen in Burundi begleitet die Welthungerhilfe und ihre Unterstützer seit Jahrzehnten. Immer wieder haben Unruhen das Land in Krisen gestürzt. Die Folgen des 15-jährigen Bürgerkrieges, der bis ins Jahr 2000 wütete, sind noch immer spürbar. Immer wieder kommt es zu Unruhen. Es gibt nur wenige Einkommensmöglichkeiten. Zwei von drei Kindern sind chronisch unterernährt.

Jährlich sterben 40.000 Kinder an Unterernährung

Dabei leben neun von zehn Menschen in Burundi direkt von der Landwirtschaft. Doch die Ernten sind karg. Traditionelles Wissen, wie Böden bearbeitet und Nahrung gesund zubereitet werden sollten, ist erst den Kämpfen und dann dem Mangel zum Opfer gefallen. Es fehlt an gutem Saatgut, ausreichend Werkzeug und Land. Hinzu kommt der Klimawandel: Starke Regenfälle waschen fruchtbare Böden fort, auf den kargen Flächen findet selbst das Vieh nicht mehr ausreichend Futter. Dann wieder vernichten Dürren ganze Ernten. Wann die beste Zeit zur Aussaat ist, das ist für Burundis Bauern zum Rätsel geworden.

Problemen neu begegnen...

Dass die Menschen in ihrer veränderten Umwelt überleben können, dafür setzt sich die Welthungerhilfe und ihre Partner in Burundi ein.

  • Gemeinsam ziehen wir kilometerlange Erosionsgräben, die fruchtbare Böden sichern und gleichzeitig dem Anbau von Nutzbäumen und Futtergräsern für das Vieh dienen.
  • Dazwischen ranken Kletterbohnen, die ertrag- und nährstoffreich sind und zu einer guten Ernährung der Menschen beitragen.
  • In Saatgutzentren werden weitere widerstandsfähige Saaten produziert und sicher vor Fäulnis und Schädlingen gelagert. 

...das ist Hilfe zur Selbsthilfe

  • Kleinbauernfamilien legen mithilfe der Welthungerhilfe Küchengärten an, in denen zahlreiche Obst- und Gemüsesorten trotz der schwierigen Bedingungen gedeihen. Die pure Vielzahl sichert in unvorhersehbaren Wetterlagen den Ertrag.
  • An vielen Orten schließen sich die Menschen mit neuem Mut zu Genossenschaften zusammen, um die neuen Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.

Die Welthungerhilfe unterstützt sie dabei in der Überzeugung, dass Hilfe zur Selbsthilfe die beste Hilfe ist. 

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Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland, politisch und konfessionell unabhängig. Bereits seit unserer Gründung im Jahr 1962 kämpfen wir dafür, Hunger und Armut zu besiegen und unsere Arbeit überflüssig zu machen. Schirmherr der Welthungerhilfe ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

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Was wir tun

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Wir leisten Hilfe aus einer Hand: von der schnellen Katastrophenhilfe bis zu langfristig angelegten Projekten der Entwicklungszusammenarbeit. Mit 407 Auslandsprojekten konnten wir im Jahr 2016 Menschen in 39 Ländern unterstützen.

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Wie wir arbeiten

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Hilfe zur Selbsthilfe ist unser Grundprinzip; damit stärken wir zusammen mit lokalen Partnerorganisationen Strukturen von unten und sichern die Erfolge in der Projektarbeit langfristig. Darüber hinaus informieren wir die Öffentlcihkeit und nehmen beratend Einfluss auf die Politik - national wie international.

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