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22.04.2020 | Blog

Corona bricht über die Welt herein

Verheerende Aussichten für ärmere Länder, Masseninfektionen in Flüchtlingscamps: Die Corona-Pandemie bedroht besonders die Nationen des globalen Südens. Welthungerhilfe-Generalsekretär Mathias Mogge wendet sich mit einem deutlichen Appell an die Öffentlichkeit.

Indische Tagelöhner erhalten auf ihrer Odyssee in die Heimat vor dem drohenden Corona-Lockdown Hilfe.
Der landesweite Lockdown in Indien führte zu einem Massenexodus von Tagelöhnern. Ohne Geld und meist ohne Proviant versuchen zahllose Menschen, Hunderte Kilometer bis zu ihrem Heimatort zurückzulegen. Die Welthungerhilfe und ihre lokalen Partnerorganisationen helfen den Wanderarbeitern während ihrer Odyssee. © Parmarth Samaj Sevi Sansthan/Welthungerhilfe
Mathias Mogge Generalsekretär

Ich hoffe, Sie lesen diese Zeilen bei bester Gesundheit. Schulschließungen, Kontaktverbote, der wirtschaftliche Stillstand ... Was wir in Deutschland gerade erleben, ist für uns eine Krise nie dagewesenen Ausmaßes. Wir alle machen uns Sorgen: Reichen die Maßnahmen zur Eindämmung? Haben wir genug Kapazitäten in unseren Krankenhäusern? Und wie wird es weitergehen? 

Jetzt Solidarität zeigen

Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel mahnte in ihrer Fernsehansprache zu Solidarität und lobte die vielerorts in Deutschland zu beobachtende Hilfsbereitschaft. Gleichzeitig dürfen wir die Schwachen und Hilfebedürftigen jetzt nicht aus dem Blick verlieren.

Covid-19 wird gerade für jene Länder verheerend sein, die ein schlechtes oder kaum funktionierendes Gesundheitssystem haben. Besonders die Menschen in Flüchtlingscamps sind von Masseninfektionen bedroht, da sie gezwungen sind, auf engstem Raum zusammen zu leben. Das Virus könnte sich hier rasant ausbreiten und unzählige Opfer fordern.

Unsere weltweite Hilfe geht weiter

Mit der weltweiten Verbreitung des Coronavirus sind unsere 2.800 Mitarbeiter*innen in den 36 Projektländern besonders gefordert. Sie setzen sich auch in dieser schwierigen Zeit täglich dafür ein, den Kampf gegen Hunger und Armut fortzuführen.

In Sierra Leone erklärt Welthungerhilfe-Mitarbeiterin Tity Simbo Kamara Dorfbewohnern Symptome von Covid-19 und wie sie sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen können. © Welthungerhilfe
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Nirgendwo in Afghanistan leben mehr Rückkehrer*innen und Binnenvertriebene als in der östlichen Provinz Nangarhar. Die Lebensbedingungen sind prekär, Unterkünfte überfüllt, Trinkwasserversorgung und Hygienebedingungen schlecht. Die Welthungerhilfe bietet humanitäre Hilfe durch den Bau von 200 neuen Unterkünften und der Reparatur von 800 weiteren. Zehn solarbetriebene Wasserversorgungsnetze und 500 Latrinen werden gebaut. Parallel zu dieser "Hardware" gibt es Hygienetrainings, die den Zusammenhang zwischen der Verbreitung von Krankheiten und mangelnder Hygiene verdeutlichen. © Hamdard/Welthungerhilfe
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Gemeinsam mit unserem Partner Ihsan verteilen wir im Nordwesten Syriens Brot an Bürgerkriegsflüchtlinge aus Idlib. Die Organisation White Helmets hilft dabei, die Verteilstätte zu desinfizieren, um die Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden. © Welthungerhilfe
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Im Arua Distrikt in Uganda verteilen wir mit Unterstützung des BMZ Hilfsgüter zur Coronavorsorge wie zum Beispiel über 2.000 Liter Flüssigseife, 325 Liter Desinfektionsmittel und 500 Schutzmasken. © Welthungerhilfe
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Social Distancing bei der Verteilung von Hygieneartikel an südsudanesische Flüchtlinge in Uganda. © Welthungerhilfe
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In Pakistan herrscht aufgrund des Coronavirus Ausgangssperre. Gemeinsam mit lokalen Partnern verteilen wir im Distrikt Mardan an die ärmsten Familien und Tagelöhner Nahrungsmittelpakete für 8.000 Menschen. © Welthungerhilfe
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Auch in Nepal wurden mobile Hygienestationen aufgebaut. Hier demonstrieren Mitarbeiter der Welthungerhilfe, wie man sich die Hände wäscht, um sich vor Covid-19 zu schützen. © Welthungerhilfe
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In Bangladesch demonstriert unsere Partnerorganisation Anando im Khagrachari Distrikt das richtige Händewaschen, um sich einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. © Welthungerhilfe
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In Indien gibt es eine Ausgangssperre. Im Nainital Distrikt verteilt unsere Partnerorganisation Lok Chetna Manch die ärmsten Familien mit Lebensmitteln, Seife und Schutzmasken. © Welthungerhilfe
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Jetzt globale Solidarität zeigen

Trotz aller nötigen Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen gilt: Unsere weltweite Hilfe geht weiter. Hygienemaßnahmen und die Vermeidung von körperlichem Kontakt haben aktuell höchste Priorität. Jetzt kommt es darauf an, dass alle wissen, wie sie sich richtig verhalten, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Somit ergänzen wir unsere Projektarbeit um die nun dringend notwendige Aufklärungsarbeit.

All die, die weltweit Hunger leiden und bereits geschwächt sind, sind einem höheren Risiko ausgesetzt. Darunter auch etliche mangelernährte Kinder.

Diese Menschen brauchen jetzt dringend Hilfe!
Bitte unterstützen Sie uns dabei – mit Ihrer Spende.

 

Wiederaufbau in Nepal: In Kathmandu beseitigen die Menschen die Spuren der Zerstörung.50€

Schon 50 Euro können zum Beispiel die Erstversorgung mehrerer Familien mit dringend benötigten Hygieneartikeln ermöglichen.

100€

Mit 100 Euro können beispielsweise 5 Dörfer mit je einem Handwaschbecken und Chlor ausgestattet werden.

Maßnahmen der Welthungerhilfe gegen eine Ausbreitung des Coronavirus in unseren Projektländern
Letzte Aktualisierung 28.04.2020

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Deutsche Welthungerhilfe e. V., Sparkasse KölnBonn IBAN DE15 3705 0198 0000 0011 15, BIC COLSDE33
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