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08.07.2026 | Pressemitteilung

Zwei Wochen nach Jahrhundertbeben in Venezuela: Welthungerhilfe unterstützt mit 200.000 Euro Nothilfe

Tausende Menschen haben ihr Zuhause verloren und leben in Zelten und provisorischen Unterkünften

Häuserblock in Trümmern: Szene in La Guaira, Venezuela, etwa zwei Wochen nach den Erdbeben vom 24. Juni 2026. © Katja Dombrowski/Welthungerhilfe
Simone Pott Team Communications

Bonn/Berlin/Caracas, 8. Juli 2026. Zwei Wochen nach den schwersten Erdbeben in Venezuela seit mehr als einem Jahrhundert wird das Ausmaß der Katastrophe immer deutlicher. Laut Angaben der Vereinten Nationen kamen bislang 3.685 Menschen ums Leben, rund 18.000 Menschen haben ihr Zuhause verloren. Zudem gelten noch 30.000 nach Angaben der Behörden als vermisst.

Während Rettungskräfte vereinzelt noch Menschen lebend aus den Trümmern bergen, richtet sich der Fokus zunehmend auf die Versorgung der Überlebenden. Tausende leben derzeit in provisorischen Notunterkünften oder kleinen Zelten am Straßenrand. Viele Familien wissen nicht, ob vermisste Angehörige noch leben und benötigen sichere Unterkünfte, Lebensmittel, Hygieneartikel, aber auch psychosoziale Unterstützung.

Die Welthungerhilfe hat 200.000 Euro für Nothilfe bereitgestellt und unterstützt gemeinsam mit ihren langjährigen europäischen Alliance2015-Partnerorganisationen ACTED, Ayuda en Acción und CESVI die Versorgung der notleidenden Bevölkerung. Trotz der schwierigen Bedingungen konnten bereits unmittelbar nach den Erdbeben erste Hilfsgüter verteilt werden.

„Die Lage ist schrecklich, viele Menschen sind verzweifelt. Familien mit Kleinkindern sind Wind und Wetter schutzlos ausgesetzt. Sie brauchen dringend sichere Unterkünfte, Lebensmittel, Babyausstattung und Kochmöglichkeiten. Es fehlt an allem. Viele der Überlebenden haben alles verloren und werden noch monatelang auf Unterstützung angewiesen sein“, beschreibt Raúl Ortega, Leiter des ACTED-Nothilfeeinsatzes, die schwierige humanitäre Situation.

Die Alliance2015-Partnerorganisationen verteilen unter anderem Lebensmittelpakete, Hygiene-Sets und Materialien für Notunterkünfte in den besonders schwer betroffenen Gemeinden in La Guaira, El Junquito, Caracas und Guarenas.

Katja Dombrowski, Expertin für Nothilfe-Kommunikation der Welthungerhilfe, begleitet derzeit die Nothilfeteams in die am stärksten betroffene Orte an der Karibikküste: „Hier ist wirklich alles zerstört. Ganze Straßenzüge liegen in Trümmern. Bei vielen Häusern fehlt die komplette Front – man blickt direkt in die Wohnungen der Menschen. Viele Familien leben jetzt dicht gedrängt in viel zu kleinen Zelten auf der Straße oder öffentlichen Plätzen. Sie werden auf längere Zeit nicht in ihre Häuser zurückkehren können – wenn überhaupt. Gleichzeitig erleben wir eine beeindruckende Solidarität: Nachbarn teilen Essen, Freiwillige unterstützen Familien, die plötzlich auf der Straße leben. Doch das allein reicht nicht aus. Der Bedarf ist enorm und tausende Familien werden noch über Monate Unterstützung benötigen.“

Der Bedarf ist enorm und tausende Familien werden noch über Monate Unterstützung benötigen.

Katja Dombrowski Expertin für Nothilfe-Kommunikation der Welthungerhilfe
Erdbeben in Venezuela: Jetzt spenden und helfen

Nach den schweren Erdbeben in Venezuela braucht die Bevölkerung dringend Unterstützung. Spenden Sie für schnelle Nothilfe.

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Interviewangebot

Katja Dombrowski, Expertin für Nothilfe-Kommunikation der Welthungerhilfe, steht derzeit im Katastrophengebiet für Interviews zur Verfügung. Sie berichtet aus erster Hand über die Lage der Überlebenden und die laufenden Hilfsmaßnahmen.

Auf Wunsch vermittelt sie auch Interviews mit Efrain Guzman, Landesdirektor von ACTED in Venezuela, sowie weiteren englisch- und spanischsprachigen Einsatzleitungen der Alliance2015-Partner ACTED, Ayuda en Acción und CESVI.

Pressefotos zum Download

Um die Bilder herunterzuladen, öffnen Sie die Bildergalerie per Klick und nutzen Sie den Link "Originalgröße herunterladen" links unterhalb des Bildes.

Aufnahme vom 6. Juli 2026 aus La Guaira, unweit der venezolanischen Hauptstadt Caracas. Die Erdbeben haben die Region schwer getroffen. © Katja Dombrowski/Welthungerhilfe
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Häuserblock in Trümmern: Szene in La Guaira, Venezuela, etwa zwei Wochen nach den Erdbeben vom 24. Juni 2026. © Katja Dombrowski/Welthungerhilfe
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"Wir brauchen dringend Hilfe" und "Wasser, Essen, Medizin", gesprüht auf eine Hauswand in La Guaira, Venezuela, nach den Erdbeben vom 24. Juni 2026. © Katja Dombrowski/Welthungerhilfe
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Verteilung von Hilfsgütern in La Guaira, Venezuela, am 6. Juli 2026. Viele Betroffene haben bei den schweren Erdbeben vom 24. Juni fast alles verloren. © Katja Dombrowski/Welthungerhilfe
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Rettungswagen vor einem eingestürzten Haus in La Guaira, Venezuela, knapp zwei Wochen nach den Erdbeben vom 24. Juni 2026. © Katja Dombrowski/Welthungerhilfe
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Plattenbau in La Guaira, Venezuela, der bei den Erdbeben des 24. Juni 2026 in sich zusammengefallen ist. © Katja Dombrowski/Welthungerhilfe
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Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie setzt sich mutig und entschlossen für eine Welt ohne Hunger ein. Seit ihrer Gründung am 14.12.1962 wurden 12.777 Auslandsprojekte in rund 72 Ländern und Gebieten mit 5,42 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

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