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Einseitige Ernährung macht satt, aber nicht gesund

Indien ist ein Land der Widersprüche. Während die Wirtschaft blüht, bleiben trotz staatlicher Programme Hunger und Mangelernährung eine gigantische Herausforderung. Besonders gravierend ist die Lage in den ländlichen Regionen. So ist im östlichen Jharkhand, einem der rückständigsten Staaten Indiens, jedes dritte Kind unter fünf Jahren untergewichtig.

Rund 61,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren sind in Indien für ihr Alter zu klein und nicht altersgerecht entwickelt. Das ist die höchste Zahl weltweit. Dabei lässt sich ausgewogene Ernährung sichern.

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Das Problem beginnt oftmals schon vor der Geburt

Sieben von zehn Frauen zwischen 15 und 49 Jahren in Indien leiden aufgrund der schlechten Ernährungssituation an Blutarmut. Wenn sie dann schwanger werden oder ihre Kinder stillen, reichen sie ihren Mangel an Nährstoffen direkt an ihre Kinder weiter. Dies zieht für die Kinder meist lebenslang negative Auswirkungen nach sich. Denn Mangelernährung von Geburt an führt dazu, dass sich die betroffenen Kinder schlechter entwickeln oder sie anfällig für schwere Krankheiten sind – häufig auch mit tödlichem Ausgang.

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Es fehlt an vielseitigen Lebensmitteln und an Aufklärung

Viele Menschen denken, Unterernährung hinge vor allen damit zusammen, dass Menschen nichts zu essen haben. Das ist nur teilweise richtig. Tatsächlich ist es so, dass vielen Menschen in Indien Reis als Lebensmittel zur Verfügung steht. Allerdings fast ausschließlich Reis. Reis alleine macht zwar satt, aber nicht gesund. Er füllt den Bauch, und stillt so das Hungergefühl, aber er liefert nicht dauerhaft die wichtigen lebenswichtigen Nährstoffe, die der Mensch braucht. Die fehlende Verfügbarkeit vielseitiger Lebensmittel ist also ein großes Problem. Das entscheidendere ist die große Unwissenheit. Vielen Inder*innen sind sich der Gefahren einer einseitigen Ernährung leider nicht bewusst.

Es stellte sich heraus, dass meine Kinder unterernährt und für ihr Alter zu klein waren. Nie hätte ich das geahnt, ich habe doch alles genauso gemacht, wie es Brauch bei uns ist.

Reshmi Devi kam mit ihrer Tochter Karina und ihrem Sohn Sanjay ins örtliche Mutter-Kind-Zentrum, wo alle Kinder der Gemeinde gemessen und gewogen wurden.

Auch Tabus und Vorschriften tragen zur Mangelernährung bei. Gerade Männer verschließen sich der Aufklärung. So herrscht weithin der Irrglaube, dass eine schwangere Frau weder Fisch noch Fleisch essen darf, damit das Kind im Bauch nicht zu groß wird, und es so zu Komplikationen bei der Geburt kommen könnte.

Weil ich zwei Kinder stille, wurde mir empfohlen, Kalziumtabletten zu nehmen. Das hat mein Mann mir aber verboten. Er denkt, die Milch würde dadurch schlecht werden.

Rina Devi hat heute drei gesunde Kinder dank der Welthungerhilfe und ihrer Partneroganisationen.
Ernährungscamps für eine gesunde Zukunft

Die Welthungerhilfe geht in den Dörfern des besonders betroffenen Bundesstaates Jharkhad systematisch gegen Mangelernährung vor. In enger Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen vor Ort unterstützt sie durch 15-tägige Ernährungs-Camps das Programm der Regierung zur Förderung gesunder Entwicklung von Kindern.

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Ihre Spende wirkt gezielt und nachhaltig:

Persönliche Aufklärung

In den Ernährungs-Camps lernen die Mütter die Vielseitigkeit der Ernährung durch ein gleichermaßen einfaches wie symbolträchtiges System kennen: die „Drei-Farb-Kombination“. Lokale Produkte werden dabei anhand der indischen Flagge sortiert: Orange steht beispielsweise für Linsen, Grün für Blattgemüse und Weiß für Reis und Milch. Die Mütter lernen dabei, dass jede Mahlzeit ein Lebensmittel dieser drei Farben enthalten sollte.

Zielgerichtete Schulungen

Zudem lernen die Mütter, wie sie neue Speisen erfolgreich zubereiten. Für Kleinkinder, die Anzeichen einer Mangel- oder Unterernährung aufweisen, stellen die Frauen im Camp eine spezielle Ergänzungsnahrung her: Nutrimix, einen reichhaltigen Brei.

Langfristige Unterstützung

Außerdem erhalten die Frauen in den Ernährungscamps Saatgut, mit dem sie einen eigenen Gemüsegarten anlegen können. Landwirtschaftsexpert*innen zeigen ihnen, wie sie natürlichen Dünger herstellen, damit die Gärten ohne hohe Kosten gut gedeihen.

Zusätzliche Förderungen

Eine vielseitige Ernährung entfaltet nur dann ihre Wirkung, wenn der Körper gesund ist und sie auch umwandeln kann. Deshalb sorgt die Welthungerhilfe auch für den Zugang zu sauberem Trinkwasser und die Einhaltung von Hygieneregeln.

Spenden auch Sie Hilfe

15€

Mit nur 15 € ermöglichen Sie die Versorgung von 5 unterernährten Kindern 1 Monat lang mit Zusatznahrung. Bei 30 € sind dies schon 10 gerettete Kinder.

Eine Frau in einem Sari hockt auf dem Boden, vor ihr eine indische Flagge. Sie schiebt einen Salat auf den grünen Teil der Flagge.40€

Es reichen 40 €, damit eine Mutter mit ihrem Kind an einem Ernährungs-Camp teilnehmen kann. Ein wichtiger Beitrag, der langfristig wirkt.

Oder geben Sie Ihren Wunschbetrag ein
Geprüft und ausgezeichnet

Die Welthungerhilfe steht für Transparenz und Qualität. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat uns mit dem Spendensiegel ausgezeichnet, da wir den sparsamen und zielgerichteten Einsatz der Spenden und verifizierte Informationen garantieren.

In unserem Jahresbericht finden Sie detailliert, wofür wir sämtliche Spendengelder einsetzen. So bekommen Sie einen direkten Einblick in unsere Arbeit. Wir legen großen Wert auf Wirtschaftlichkeit und Transparenz. Weitere Informationen veröffentlichen wir im Zuge der Initiative Transparente Zivilgesellschaft. Beispielsweise unsere Satzung, Namen und Funktionen wesentlicher Entscheidungsträger, unsere Personalstruktur und vieles mehr.

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