Ökohuman-Stifungsfonds

Umwelt und humanitäre Hilfe Hand in Hand: Stiften für Biodiversität

Kakaobauern in Peru bei der Ernte
Der Kakaobauer Willy Miguel Sanchez bei der Ernte seiner Kakaofrüchte in Iscozacin, Peru. © Karin Desmarowitz
Marc Herbeck Stiftung Welthungerhilfe

Was ist eigentlich ÖkoHuman?

Lernen Sie hier den Welthungerhilfe-Fonds für Biodiversität und nachhaltige Entwicklung kennen. 

Titelbild: Stifterbroschüre Stifterbroschüre

Enthält ausführliche Informationen zu verschiedenen Stiftungsformen - finden Sie heraus, welche am besten zu Ihnen passt.

Diese Projekte unterstützt der ÖkoHuman Stiftungsfonds

Um die Ernährung der Menschen in Not zu sichern, muss - wenn es an umweltschonenden Alternativen fehlt - Raubbau an der Natur betrieben werden. Sowie derzeit in Äthiopien: Jährlich gehen etwa 20.000 Hektar Wald verloren. Dies zu verhindern und den Menschen neue Perspektiven zu eröffnen, ist Ziel des neuen ÖkoHuman Projekt der Welthungerhilfe.

„Illegaler Holzeinschlag und unkontrollierte Brandrodung vernichten den Wald und langfristig die Lebensgrundlage der Menschen. Der grüne Gürtel im Westen Äthiopiens muss gemeinsam mit den Menschen aktiv geschützt werden, um die weitere Ausbreitung der Trockensavanne und Wüste zu verhindern,“ fordert unserer äthiopischer Projektleiter Yohannes Belay.

Das neues ÖkoHuman Projekt verhilft über 90.000 Menschen in der ärmlich geprägten West-Amhara Region zu neuen Einkommensmöglichkeiten und zeigt ihnen gleichzeitig, wie sie den lebensnotwendigen Wald erhalten. Sie übernehmen Verantwortung für die Wälder, forsten diese auf und lernen sie schonend zu nutzen. Gleichzeitig erzielen die Kleinbauern ein zusätzliches Einkommen mit Produkten wie Weihrauch und Gummi, ohne den Wald zu schädigen.

Das zweite Projekt von ÖkoHuman war in Peru und Ecuador angesiedelt und verbesserte die Lebensbedingungen der Menschen im Amazonasbecken. Im Mittelpunkt stand dabei der Regenwald als Lebensgrundlage und Ressource.

Gemeinsam mit der indigenen Bevölkerung wurde ein einzigartiges Wald-Management entwickelt und umgesetzt, das sowohl die Abholzung dauerhaft reduziert als auch den Wald als nachhaltige Einkommensquelle nutzt. Im Ergebnis wird ein deutlicher Rückgang der Emissionen durch Entwaldung und Schädigung der Wälder erwartet.

In den beiden ausgesuchten Nationalparks, dem Manu in Peru und dem Yasuni in Ecuador, haben insgesamt 1.000 Familien, also ungefähr 7.000 Menschen, in dem Projekt mitgearbeitet und direkt davon profitiert. Neben der konkreten Reduzierung der Entwaldung, wurden auch Schulungen zum verträglichen Land- und Forstbau angeboten. So bleibt der Wald Ernährer der Menschen!

Das erste Projekt, das von ÖkoHuman profitierte, ist die Wiederaufforstung eines Mangrovenwaldes im Südosten Indiens. Am Golf von Mannar, der Meerenge zwischen Indien und Sri Lanka, haben die Menschen in den vergangenen Jahrzehnten hektarweise die Mangrovenwälder abgeholzt. Der Grund: Feuerholz ist in dieser extrem trockenen Region Südindiens rar. Mit dem geschlagenen Holz ließ sich überlebensnotwendiges Geld verdienen.

Die Folgen spürten die Bewohner schnell: Die Fischbestände gingen massiv zurück. Für eine Region, die vom Fisch abhängig ist, ein Desas-ter. Dann kam der 26. Dezember 2004: Der Tsunami rollte über die Reste des Mangroven-waldes hinweg. Die Zerstörungen waren immens. Weiter nördlich, hinter intakten Mangroven, blieben Dörfer unversehrt. Die Sumpfwälder hatten, so Augenzeugen, die Welle regelrecht "geschluckt". Mit Unterstützung des Fonds wurden 150 Hektar aufgeforstet, die Fischbestände gesichert und Einkommens-quellen für die Menschen gefunden.

Marc Herbeck Stiftung Welthungerhilfe

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    Letzte Aktualisierung 21.09.2017

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