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Eine Frau füllt in der Wüste Wasser aus einer Schüssel in einen Wasserkanister.
Somaliland

Hoffen auf Regen

Themenschwerpunkt
Nothilfe

Die Menschen am Horn von Afrika sind mit zwei Katastrophen gleichzeitig konfrontiert. Die laut Vereinten Nationen schlimmste Dürre seit 60 Jahren raubt den Menschen ihre Lebensgrundlage. Gleichzeitig herrschen in vielen Trockenregionen Krieg und Gewalt. Die Welthungerhilfe unterstützt in den am stärksten betroffenen Gebieten die hungerleidenden Menschen.

Menschen und Tiere droht der Hungertod

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Allein in Äthiopien, Kenia, Somalia, Südsudan und Teile Ugandas sind rund 12,8 Millionen Menschen von einer Hungersnot bedroht. In manchen Regionen, besonders in den äthiopischen Provinzen Affar und Borana sind komplette Regenzeiten ausgefallen, andernorts brachten Regenfälle keine erwähnenswerte Erleichterung. Aufgrund der lang andauernden Trockenheit stirbt den Hirten das Vieh weg. Landwirte können auf ihren verdorrten Feldern keine Nahrungsmittel anbauen.

In Somaliland verteilt die Welthungerhilfe Nahrungsmittel an 46.000 Menschen. © Alex Getmann
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Zusammen mit lokalen Partnern versorgt die Welthungerhilfe die Menschen und das Vieh mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser. © Alex Getmann
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Krieg behindert die Arbeit der Hilfsorganisationen

Den Notleidenden zu helfen, ist teilweise eine große Herausforderung: In vielen der betroffenen Regionen, wie z.B. im Südsudan und Nigeria, herrschen Krieg und Gewalt. Hinzu kommt, dass immer häufiger Kämpfe um die wenigen verbleidenden Ressourcen entbrennen. Die Konfliktparteien behindern dabei massiv die Arbeit der Hilfsorganisationen, mit der Folge, dass ganze Provinzen von den Hilfsgüterlieferungen abgeschnitten sind.

Die Welthungerhilfe leistet in der aktuellen Krisensituation Nothilfe. Gleichzeitig werden die Menschen in so genannten Resilience-Projekten besser auf Dürreperioden vorbereitet. Der Bau von Brunnen gehört hier genauso hinzu, wie die Vermittlung von Wissen zu besseren Anbaumethoden und Saatgut. Fast 378.000 Menschen erhalten in Äthiopien und Kenia Unterstützung von der Welthungerhilfe. In Somaliland werden derzeit mehr als 41.000 Menschen unterstützt. 

Wie Ihre Spende aktuell eingesetzt wird

Die Nothilfe der Welthungerhilfe in Äthiopien

In Äthiopien leiden derzeit 5,6 Millionen Menschen unter der Dürre. Der ausbleibende Regen im Herbst 2016 hat die dramatische Lage im Frühjahr 2017 verursacht. Leider blieb auch in der ersten Jahreshälfte 2017 der erwartete kleine Regenfall weitgehend aus und die normalerweise langanhaltenden und heftigen Sommerniederschläge liegen bislang weit unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Die weiter zurückliegenden Regenzeiten waren in 2015 und 2016 ebenfalls schwach bis inexistent. Besonders hart trifft es die Viehhirten: Die Tiere finden weder Wasser zum Trinken noch fressbares wie Gras und Kräuter – ganze Herden sind bereits verendet. Die Welthungerhilfe unterstützt derzeit über 200.000 Menschen in den am meisten von der Dürre betroffenen Regionen Borena, Oromiya und Afar.

Kenia: Trinkwasser aus Tankwagen

Die Dürre betrifft in Kenia rund 2,7 Millionen Menschen. Angesichts des anhaltenden Wasser- und Futtermangels steht zu befürchten, dass diese Zahl sich noch deutlich erhöht. Viele Kinder unter fünf Jahren sind kritisch unterernährt, und schon jetzt treten vermehrt Fälle von Cholera auf. In den Distrikten Tana River, Marsabit, Garissa, Turkana unterstützen wir insgesamt über 415.000 Menschen.

Somaliland: Hoffnung auf Regen
Somaliland: Hoffnung auf Regen

Somaliland: Hilfe für Vertriebene und lokale Bevölkerung

Mehr als 1,6 Millionen Menschen, also 46 Prozent der gesamten Bevölkerung, sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Aus dem Westen des Landes flüchteten viele Familien in den Osten, wo die Bedingungen noch etwas besser waren. Hier leistete die ansässige Bevölkerung großzügig Hilfe, doch auch sie sind nun an ihre Grenzen geraten. Für sie alle sind die anhaltende Dürre und die teils eingeschränkte Erreichbarkeit durch Helfer zur existenziellen Bedrohung geworden. In der Region Awdal in Somaliland unterstützt die Welthungerhilfe mehr als 41.000 Menschen, die sich auf der Suche nach Wasser und Nahrung in kleine Provinzstädte geflüchtet haben.

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