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Eine Frau und ein Mann knien vor einem Gemüsebeet und ernten Gemüse.
Bangladesch

Gesunde Entwicklung ist Dorfsache

Projektstatus laufend
Projektbudget 561.460 €
Themenschwerpunkt
Ernährung
Kerstin Bandsom Team Communications

Khaleda Akter ist Bäuerin und lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in der Haor-Region im nordöstlichen Bangladesch. Die Region ist eine der größten Überschwemmungsregionen des Landes. Im Schnitt ist sie sechs bis sieben Monate des Jahres fast komplett überflutet. Der Grund: Neben heftigen Regenfällen während der Monsunzeit sammelt sich hier zusätzlich Wasser aus höher gelegenen Gegenden Indiens. Landwirtschaft und Fischerei werden durch die Überschwemmungen stark in Mitleidenschaft gezogen – dies führt dazu, dass viele Familien nicht genug zu essen haben.

Auch Khaleda kennt die Probleme, die durch die regelmäßigen Überschwemmungen entstehen: Ernten und Felder werden zerstört und viele Nutzpflanzen wachsen erst gar nicht, obwohl das Land äußerst fruchtbar ist. Die wenigsten Pflanzen kommen jedoch mit den Wassermassen zurecht. Deshalb ernährt sich die Familie hauptsächlich von Reis.

Ernährungscamps für Mütter unter- und mangelernährter Kinder

Eine Frau füttert ein Kleinkind, das auf ihrem Schoß sitzt.
In Bangladesch bekommen Mütter von unter- und mangelernährten Kindern die Möglichkeit, an einem 15-tägigen Ernährungscamp teilzunehmen. © Welthungerhilfe

Khaledas jüngere Tochter leidet an Mangelernährung. Die Welthungerhilfe und ihrer Partnerorganisation FIVDB (Friends In Village Development Bangladesh) rieten ihr daher, zusammen mit ihrem Kind an einem 15-tägigen Ernährungscamp teilzunehmen. Dort lernte Khaleda unter anderem den Nährwert verschiedener Feldfrüchte kennen und wie man mit ihnen verschiedene ausgewogene Gerichte zubereitet. Sie weiß jetzt auch, wie sie einen Nutzgarten anlegt, der trotz seiner kleinen Fläche und der regelmäßigen Überschwemmung gute Erträge bringt.

„Drachengärten“ sorgen für gute Erträge

Eine Möglichkeit ist beispielsweise das sogenannte „Drachenmodell“. Es ist eine vertikale Konstruktion aus Bambus- oder Jutestäben, die mit Seilen verknotet werden. Besonders gut lassen sich damit verschiedene Reben anbauen – zum Beispiel Busch- oder Ackerbohnen, Schwammkürbis oder Spinat. Durch das vertikale System kann eine kleine Nutzfläche optimal ausgenutzt werden, gleichzeitig erhalten die Pflanzen viel Sonnenlicht, werden weniger von Schädlingen befallen und können nicht so leicht zusammenbrechen.

Aus Bambusstäben gebundene Rauten, die als Pflanzstützen dienen
Drachengärten in Bangladesch: Bambus- oder Jutestäbe werden so zusammengebunden, dass Gemüse wie Bohnen oder Kürbisse vertikal daran wachsen können. Diese Anbaumethode ist optimal für kleine Flächen und sorgt dafür, dass die Pflanzen viel Sonnenlicht erhalten und weniger von Schädlingen befallen werden. © Welthungerhilfe

Khaleda setzte das erlernte Wissen schnell um. Von der Welthungerhilfe und ihren Partnerorganisationen erhielt sie zusätzlich Saatgut, einen Wasserhahn zum Händewaschen sowie einen Wasserfilter für sauberes Trinkwasser. In ihrem Garten wachsen nun das ganze Jahr über zwischen acht und zehn unterschiedliche Gemüsesorten. Ihre Familie ernährt sich dadurch viel gesünder und Überschüsse kann sie sogar auf dem Markt in ihrem Dorf verkaufen.

Unser Gemüsegarten versorgt unsere Familie mit nahrhaften Lebensmitteln und wir müssen nichts auf dem Markt kaufen. Wir bauen alle Arten von grünem Gemüse an. Wir bauen auch Auberginen, Tomaten und grüne Chilis an. Von allem, was wir produzieren, behalten wir einen Teil für uns und verkaufen den Rest auf dem Markt.

Khaleda Akter Projektteilnehmerin in Bangladesch
So unterstützt die Welthungerhilfe Familien in Bangladesch

Alle Fakten zum Projekt

Dez 2020 Projektbeginn
Dez 2023 Projektende
176.710 € Projektbudget 2022
561.460 € Projektbudget insgesamt
Themenschwerpunkte
Nothilfe
Landwirtschaft & Umwelt
Ernährung
Wasser & Hygiene
Wirtschaftliche Entwicklung
Stärkung der Zivilgesellschaft
Projekt-ID BGD 1036-20

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