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Bangladesch

Rohingya kämpfen ums Überleben

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Projektstatus laufend
Themenschwerpunkt
Nothilfe
Kerstin Bandsom Team Communications

Die meisten Rohingya hatten während ihrer Flucht aus Myanmar tagelang nichts zu essen. „Es ist schwer zu erklären, was wir durchgemacht haben. Für mich war es das Schlimmste, meine Eltern und meine Kinder hungern zu sehen“, sagt Sher Mohammad, 32 Jahre alt, der acht Tage lang mit seiner Frau, seinen drei kleinen Kindern und den betagten Eltern zu Fuß unterwegs war. Im Flüchtlingscamp teilt die Rohingya-Familie sich nun ein Zelt aus Bambusstangen und Planen mit einer anderen Familie. Überleben können sie dank der wenigen verteilten Lebensmittel. 

Mehr als die Hälfte der geflüchteten Rohingya sind Kinder

Wie Sher hausen tausende verzweifelte Menschen in einem der Flüchtlingscamps des Unterdistrikts Ukhia in provisorischen Unterkünften. Im mehrheitlich buddhistisch geprägten Myanmar wird die muslimische Minderheit der Rohingya seit Jahrzehnten verfolgt. Laut ISCG sind zwischen Ende August 2017 und Juli 2018 rund 919.000 Menschen vor der Gewalt aus Myanmar nach Cox’s Bazar in Bangladesch geflüchtet. Mehr als die Hälfte der Flüchtlinge sind Kinder.

Sabrang im Distrikt Cox's Bazar, Bangladesch: Geflüchtete Rohingya werden nach der Erstregistrierung mit LKWs zur ED-Behandlung nach Nayapara gebracht. © Daniel Rosenthal
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Der Ausblick von einem Funkturm macht die gigantischen Ausmaße des Kutupalong Flüchtlingscamps im Distrikt Cox's Bazar deutlich. © Daniel Rosenthal
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Über die Hälfte der geflüchteten Rohingya sind Kinder. © Welthungerhilfe
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Zu den Hauptverkehrswegen im Flüchtlingscamp Kutupalong zählen zwei Bambusbrücken. Provisorische Infrastruktur wie diese lässt ahnen, welche Gefahr heftiger Monsunregen für die Menschen darstellt. © Daniel Pilar
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Eine Hygiene-Promoterin schult Rohingya-Frauen im Flüchtlingscamp Leda in Cox's Bazar. © Anando
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Geflüchtete erhalten Pakete mit wichtigen Hygieneartikeln wie Seife und Menstruations-Pads. © Welthungerhilfe
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Flüchtlinge der Rohingya aus Myanmar überqueren die Grenze nach Bangladesch im November 2017. © Daniel Pilar
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Chumi, 14, and Nazmul, 8 haben keine Familie mehr, ihre Mutter starb vor vielen Jahren und ihr Vater wurde ein Opfer der Gewalt. „Vier Männer kamen und haben unser Haus angezündet. Wir konnten fliehen, aber während wir zum Wald rannten, wurde mein Vater erschossen,” erzählt das 14-jährige Mädchen.

Die Situation in Cox’s Bazar ist weiterhin eine große Herausforderung. Viele Menschen sind traumatisiert und leben in prekären Bedingungen. Es fehlt an Nahrungsmitteln, sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen. Im Sommer und Herbst drohen zudem Monsune und Zyklone. Derartige extreme Wetterereignisse sind eine Katastrophe in der Katastrophe für die Menschen, die größtenteils in fragilen improvisierten Unterkünften leben. Landrutsche haben bereits viele Menschen erneut obdachlos gemacht. 

Die Welthungerhilfe in Bangladesch

So unterstützt die Welthungerhilfe die Rohingya im Flüchtlingscamp Cox’s Bazar:

Die Namen in diesem Artikel wurden von der Redaktion geändert.

Projektnummern: BGD 1017-17 (abgeschlossen), BGD 1018 und BGD 1020

Spenden für Rohingya

Knapp eine Million Rohingya sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Unterstützen Sie die Nothilfe-Maßnahmen der Welthungerhilfe mit einer Spende. 

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