Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Seiteninhalt springen Zum Footer springen

loading
Eine Projektteilnehmerin in Nord-Kivu, Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo

Die Mutigen wagen den Neubeginn

Projektstatus laufend
Themenschwerpunkt
Ernährung
Kerstin Bandsom Team Communications

Krieg, Gewalt, Hunger – die Gedanken daran bekommen viele Menschen aus dem Kongo nicht aus ihren Köpfen. Das Land erholt sich nur langsam von den Folgen politischer Unruhen und bewaffneter Konflikte mit Nachbarländern und Rebellengruppen. Noch immer wird der Friede durch Scharmützel bewaffneter Gruppen unterbrochen. Nur die Mutigen wagen in diesen Zeiten den Wiederaufbau. In der verarmten Provinz Nord-Kivu an der Grenze zu Uganda unterstützt die Welthungerhilfe sie dabei. Das Ziel: Ernährung und ein geregeltes Einkommen sollen in Zukunft wieder Konstanten im Leben der Menschen sein. 

Kakao und Kaffee sind sehr gefragt

In den Regionen Mutwanga und Watalinga nahe des Virunga-Nationalparks pflanzen 55.000 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern Maniok, Bohnen, Kochbananen und Palmöl an, einige besitzen auch Kakao- oder Kaffeeplantagen. Sie stellen Erzeugnisse her, die auf dem Markt sehr gefragt sind – sofern Quantität und Qualität stimmen. In Schulungen der Welthungerhilfe lernen die Bäuerinnen und Bauern, diesen Anforderungen gerecht zu werden: Innovative Anbaumethoden und hochwertiges Saatgut helfen, die Erträge zu steigern. 

Teilnehmer/innen einer Welthungerhilfe-Schulung zu Gemüseanbau-Methoden
In einem Projekt der Welthungerhilfe im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo lernen Menschen aus dem Umkreis in einem Schulungsgarten Gemüseanbau-Methoden. Hier wird Kohl angebaut. © Kai Löffelbein/Welthungerhilfe

Da es in Watalinga an Verkaufsflächen für die Waren mangelt, entstehen dort zwei neue Marktplätze. Dorthin führt eine 50 Kilometer lange Straße, die gerade instand gesetzt wird. Zwischenzeitlich war sie stellenweise nur mit dem Motorrad passierbar, doch nach 18-monatiger Bauzeit sollen LKW den Transportweg wieder befahren können. Dafür, dass sie beim Bau mithelfen, erhalten 5.625 Männer und Frauen ein vorübergehendes Einkommen.

Perspektiven für Frauen

Traditionell sind kongolesische Frauen in Haushalt und Familie eingebunden und verfügen über kein eigenes Einkommen. Dank eines Projektes der Welthungerhilfe ändert sich das: 120 Frauen bauen in der Region sechs Baumschulen auf. In Schulungen lernen sie mehr über die Aufzucht und Pflege von Kakaopflanzen, Schattenbäumen, Ölpalmen und Papaya. Darüber hinaus geht es um Themen wie Buchhaltung und Vermarktung.

So hilft die Welthungerhilfe

Die Weiterbildungen, die Pflanzen, die auf den Feldern gedeihen und die Straßen die wieder befahrbar sind, all das gibt dem Menschen im Kongo Hoffnung für die Zukunft. Ihr Mut, in diesen schweren Zeiten etwas zu wagen, hat sich also gelohnt. 

(Projektnummer: COD-1115)

Das könnte Sie auch interessieren

Deutsche Welthungerhilfe e. V., Sparkasse KölnBonn IBAN DE15 3705 0198 0000 0011 15, BIC COLSDE33
Newsletter abonnieren

Alle Informationen zu Katastrophen, Projekten und Veranstaltungen aus erster Hand erhalten.