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Eine Frau und ein Mann sprechen miteinander. Die Frau hat Papiere in der Hand.
Jemen

Mit Bargeld gegen den Hunger

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Projektstatus laufend
Themenschwerpunkt
Nothilfe Mehr erfahren
Kerstin Bandsom Team Communications

Seit 2015 herrscht im Jemen Bürgerkrieg. Über drei Millionen Menschen sind vor den bewaffneten Auseinandersetzungen geflohen. Mittlerweile sind rund eine Million zurückgekehrt und haben ihre Heimatregionen zerstört wiedergefunden.

Trinkwasser ist knapp, die Nahrungsmittel gehen aus – und die Preise für das wenige Essen, das noch verfügbar ist, steigen täglich. 24 Millionen Menschen können sich ohne Hilfe nicht mehr ernähren, das entspricht 80 Prozent der Bevölkerung im Jemen. Die Vereinten Nationen befürchten eine drohende Hungersnot im Land. Gemeinsam mit ihrem Alliance2015-Bündnispartner ACTED leistet die Welthungerhilfe Unterstützung in sechs Distrikten des Regierungsbezirks Raymah: Bilad At Ta’am, Al Jabin, As Salafiyah, Kusmah, Al Jafariyah und Mazhar.

Ein glücklicher Mann bei der Nahrungsmittelverteilung im Jemen.
Nahrungsmittelverteilung im Jemen © ACTED
Factsheet: Die Situation im Jemen - Fakten und Zahlen (Stand 29.10.2018) Weitere Informationen

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340.000 Euro Bargeldhilfen

Die Welthungerhilfe und ACTED unterstützten mit sogenannten Cash Transfers (Bargeldhilfen) pro Distrikt rund 153 Haushalte, das entspricht 918 Familien oder rund 6.300 Personen. 340.000 Euro wurden für diese Nothilfemaßnahme ausgegeben. Mit dem Bargeld konnten sich die Menschen schnell und unkompliziert Nahrungsmittel kaufen und Güter, die sie am dringendsten brauchen. Im Regierungsbezirk Al Jawf hat die Welthungerhilfe schon 5.180 Personen mit Bargeldauszahlungen unterstützt und dafür 110.000 Euro bereitgestellt.

Aktuell fördert die Welthungerhilfe gemeinsam mit ACTED 480 Haushalte, rund 3.500 Personen, im Regierungsbezirk Sa’ada mit einem Finanzvolumen von 308.000 €. Die Menschen erhalten Nahrungsmittel-Gutscheine, damit sie sich mit Lebensmitteln versorgen können. Dabei werden Binnenflüchtlinge sowie aufnehmende Familien gleichermaßen berücksichtigt.

ACTED hat im Jemen bereits gute Erfahrungen mit Cash-Transfer-Programmen gemacht. Bargeldleistungen, wie sie hier im Jemen vergeben werden, wirken häufig effektiver und nachhaltiger als die Vergabe von Sachmitteln: Sie lassen sich schnell und flexibel bereitstellen und die Betroffenen können ihre Grundbedürfnisse individuell decken. So wird ihnen auch in Notsituationen Flexibilität und Entscheidungsfreiheit gewährleistet. Standardisierte Hilfspakete hingegen decken nicht immer den Bedarf aller betroffenen Personen.

Verteilung von Hilfsgütern in Jemen.
In Jemen werden Hilfsgüter verteilt. © Welthungerhilfe
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