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Eine Frau und ein Mann sprechen miteinander. Die Frau hat Papiere in der Hand.
Jemen

Mit Bargeld gegen den Hunger

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Projektstatus laufend
Projektbudget 200.000 €
Themenschwerpunkt
Nothilfe Mehr erfahren
Kerstin Bandsom Team Communications

Der Bürgerkrieg im Jemen ist fast vollständig aus den internationalen Medien verschwunden. Doch er ist nicht vorbei. Im Gegenteil: Der Konflikt ist so tödlich, dass er das Land im Süden der arabischen Halbinsel immer näher an den Rand einer der größten Hungerkatastrophe weltweit treibt. Wiederkehrende Wüstenheuschrecken-Plagen und die Covid-19-Pandemie beschleunigen diese Entwicklung jetzt noch zusätzlich.

Seit 2015 herrscht im Jemen Bürgerkrieg. Über drei Millionen Menschen sind vor den bewaffneten Auseinandersetzungen geflohen. Mittlerweile sind rund eine Million zurückgekehrt und haben ihre Heimatregionen zerstört wiedergefunden. Trinkwasser ist knapp, die Nahrungsmittel gehen aus – und die Preise für das wenige Essen, das noch verfügbar ist, steigen täglich. 24 Millionen Menschen können sich ohne Hilfe nicht mehr ernähren, das entspricht 80 Prozent der Bevölkerung im Jemen. Ein Viertel der Bevölkerung ist unterernährt, darunter auch 2,1 Millionen Kinder. Das Land steht am Rande einer Hungersnot, die zur weltweit schlimmsten seit 100 Jahren werden könnte. Gemeinsam mit ihrem Alliance2015-Bündnispartner ACTED leistet die Welthungerhilfe Unterstützung im Gouvernement Sa’ada.

Auswirkungen der Corona-Krise auf den Jemen

Die durch den Bürgerkrieg im Jemen verursachten Verwüstungen des Landes werden durch die COVID-19-Krise noch weiter verstärkt. Die Zahl der Fälle nimmt rapide zu, auch wenn davon auszugehen ist, dass das wahre Ausmaß von den lokalen Behörden nicht ausreichend gemeldet wird. Diese aktuelle Situation erfordert jetzt die Durchführung von präventiven und Krisenreaktionsmaßnahmen, insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Wasser, sanitäre Versorgung und Hygiene (WASH). Vorgesehen ist auch die Unterstützung des Wiederaufbaus nach der Krise, um den Menschen wieder eine Lebensgrundlage bieten zu können.

COVID-19 im Jemen: Wichtige Maßnahmen

Hilfe durch Nahrungsmittelgutscheine

Seit 2017 unterstützte die Welthungerhilfe gemeinsam mit ACTED mit sogenannten Cash Transfers (Bargeldhilfen). Bislang erhielten 1.006 Familien Lebensmittelgutscheine im Wert von jeweils 60 Euro. Mit dem Bargeld konnten sich die Menschen schnell und unkompliziert Nahrungsmittel kaufen und Güter, die sie am dringendsten brauchen.

Aktuell fördert die Welthungerhilfe gemeinsam mit ACTED 675 Haushalte, das sind rund 4.970 Menschen, im Regierungsbezirk Sa’ada mit einem Finanzvolumen von 200.000 €. Die Menschen erhalten Nahrungsmittel-Gutscheine, damit sie sich mit Lebensmitteln versorgen können. Dabei werden Binnenflüchtlinge sowie aufnehmende Familien gleichermaßen berücksichtigt. Die Gutscheine können bei einem lokalen Vertragshändler gegen Waren eingetauscht werden, dieser wiederum bekommt den Wert der Gutscheine von ACTED erstattet.

ACTED hat im Jemen bereits gute Erfahrungen mit Cash-Transfer-Programmen gemacht. Bargeldleistungen, wie sie hier im Jemen vergeben werden, wirken häufig effektiver und nachhaltiger als die Vergabe von Sachmitteln: Sie lassen sich schnell und flexibel bereitstellen und die Betroffenen können ihre Grundbedürfnisse individuell decken. So wird ihnen auch in Notsituationen Flexibilität und Entscheidungsfreiheit gewährleistet. Standardisierte Hilfspakete hingegen decken nicht immer den Bedarf aller betroffenen Personen.

Verteilung von Hilfsgütern in Jemen.
In Jemen werden Hilfsgüter verteilt. © Welthungerhilfe
So hilft die Welthungerhilfe in Jemen

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