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Heuernte in Kenia: Futter für die Kühe, 2016.
Kenia

Wissen und Teilhabe für junge Milchbäuer*innen

Projektstatus laufend
Projektbudget 1.752.905 €
Themenschwerpunkt
Wirtschaftliche Entwicklung Mehr erfahren
Kerstin Bandsom Team Communications

In Kenia lebt mehr als ein Drittel der Bevölkerung in extremer Armut. Es herrscht hohe Arbeitslosigkeit, von der junge Menschen am stärksten betroffen sind. Einen der wichtigsten Wirtschaftszweige bildet hier die Landwirtschaft, sie trägt mehr als 30 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Doch dieses Berufsfeld hat an Ansehen verloren, gerade junge Menschen sehen darin keine Zukunftsperspektive. Verständlicherweise, denn die Landwirt*innen stehen aufgrund extremer Wetterereignisse vor immer größeren Herausforderungen. Bäuerliche Familien bearbeiten meist kleine, von Dürre gezeichnete Felder. Es fehlt der Zugang zu modernen Technologien, zudem wächst der Druck auf knappe Ressourcen wie Land und Wasser. Vor allem ländliche Gemeinschaften sind von Ernährungsunsicherheit und chronischer Mangelernährung betroffen.

Besserer Marktzugang für Milchbäuer*innen

Im Westen Kenias betreibt ein Großteil der Kleinbäuer*innen Milchwirtschaft. Rund 70 Prozent der Milch werden von Kleinbetrieben erzeugt, die nach traditionellen Methoden arbeiten. Hohe Produktionskosten stehen niedriger Produktivität und geringen Einkommen gegenüber. Die Welthungerhilfe unterstützt deshalb mehr als 2.500 Michbäuer*innen dabei, die Qualität und Quantität ihrer Produktion zu steigern und durch Kooperativen einen besseren Marktzugang zu erlangen. Schulungen vermitteln neben praktischen Kenntnissen auch solche zu Vermarktung und Betriebsführung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, Frauen und Jugendliche an diese berufliche Tätigkeit und Verdienstmöglichkeit heranzuführen, sie zu qualifizieren und damit zugleich die Ernährungslage in der Region zu bereichern.

Eine Frau mit einer Kuhherde.
Besonders Frauen und Jugendlichen werden von der Welthungerhilfe gefördert und lernen in Schulungen neben praktischen Kenntnissen der Milcherzeugung auch solche zu Vermarktung und Betriebsführung. © Philipp Brandstädter/Welthungerhilfe

Zusammenschluss als Kooperative sorgt für Sicherheit

Eine Frau steht mit den Händen in den Hüften vor einem kleinen Laden, sie schaut lächelnd in die Kamera. Women Empowerment

Geschlechtergerechtigkeit ist der Schlüssel für Entwicklung.

Das Projekt im Westen Kenias bietet vor allem Frauen und Jugendlichen etwas, das sie sonst kaum erhalten: Wissen, Teilhabe an Fortschritt und Verdienstmöglichkeiten, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Doch auch für andere in der Milchproduktion Tätige ergeben sich neue Perspektiven. Fortbildungen, Unterstützung bei der Weiterverarbeitung der Milch sowie lukrative Vermarktungswege machen ihre kleinen Betriebe profitabler. So können sie neben ertragreicheren Milchviehrassen auch Material wie Kannen, Kühlschränke oder Spezialgeräte zum Testen der Milchqualität erwerben. Auch für Familienausgaben wie die Schulgebühren ihrer Kinder reicht nun das Einkommen. Das Vermarktungskonzept als Kooperative trägt entscheidend dazu bei, zudem sichert die Gruppe zuverlässige gegenseitige Unterstützung. Lagermöglichkeiten für Tierfutter sowie effektiveres Nutzen von Regen für Weiden und Tränken erleichtert das Leben während langer Trockenzeiten. Das gibt den Menschen in Vihiga Sicherheit und Hoffnung.

Das Milch-Projekt führt die Welthungerhilfe gemeinsam mit der Vihiga Dairy Farmers Kooperative durch. Die 1989 gegründete Organisation arbeitet mit den Milchbäuer*innen in allen fünf Unterbezirken von Vihiga zusammen. Seit vielen Jahren unterstützt die Welthungerhilfe lokale Partnerorganisationen in Kenia. Die Projektgebiete liegen hauptsächlich in den häufig von Dürren betroffenen Regionen Kajiado, Makueni, Kitui, Tana River, Marsabit und Turkana. 2015 dehnte die Welthungerhilfe ihre Arbeit auf die Kreise Siaya Kakamega, Bungoma und Vihiga aus.

So hilft die Welthungerhilfe Milchbäuer*innen in Kenia:

Alle Fakten zum Projekt

Nov 2018 Projektbeginn
Okt 2023 Projektende
351.116 € Projektbudget 2022
1.752.905 € Projektbudget insgesamt
Themenschwerpunkte
Nothilfe
Landwirtschaft & Umwelt
Ernährung
Wasser & Hygiene
Wirtschaftliche Entwicklung
Stärkung der Zivilgesellschaft
Projekt-ID KEN 1163-18

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