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Ebola in Liberia
Liberia

Vertrauen schaffen, Gesundheit verbessern

Projektstatus laufend
Themenschwerpunkt
Wasser & Hygiene
Kerstin Bandsom Team Communications

„Ich gehe nicht ins Krankenhaus, da werde ich noch kränker“ – dieser Gedanke ist in Westafrika weitverbreitet. Seinen Ursprung hat er in der Ebola-Epidemie, die ihren Höhepunkt von Dezember 2013 bis Dezember 2015 hatte. Damals haben die öffentlichen Kliniken komplett versagt: An Ebola erkrankte Patienten wurden nicht konsequent von anderen getrennt, die hygienische Situation war katastrophal, eine grundlegende Infektionskontrolle unmöglich.

Unter diesen Zuständen litten auch Menschen, die an Malaria, Lungenentzündung oder Durchfall erkrankt waren. Aus Angst, sich mit Ebola anzustecken, verweigerten sie den Klinikbesuch. Noch heute sieht die Bevölkerung das öffentliche Gesundheitssystem äußerst skeptisch. Das soll sich ändern: Die Welthungerhilfe arbeitet zusammen mit lokalen Partnern in je zwei Distrikten in Sierra Leone und Liberia an einer funktionierenden und effektiven Gesundheitsversorgung.

Regaining the Trust of the Ill
Kann ich den Ärztinnen hier vertrauen? Die Skepsis gegenüber dem medizinischen Personal ist groß. © Klemt © Birgit Klemt
Titelbild: Zeitung Welternährung 01/2017 Erfolgsgeschichte aus Liberia

Welternährung 01/2017: "Mit Skill-up zum Jungunternehmer"

Hohe Krankheitsrate unter der Bevölkerung

Rund 410.000 Bewohner profitieren von dem Projekt. Viele haben selbst gegen das Ebola-Virus gekämpft. Durch die Krankheit konnten sie ihre Felder nicht bestellen, die Tiere nicht auf die Weide führen oder anderen Tätigkeiten nachgehen. Armut und Hunger haben sich durch die Epidemie noch weiter ausgebreitet als zuvor, entsprechend hoch ist die Krankheitsrate unter der Bevölkerung. Besonders schwer betroffen sind schwangere und stillende Frauen sowie Kinder unter fünf Jahren, auch alte Menschen und Menschen mit Behinderungen.

Unterricht über Schutzmaßnahmen vor Ebola in Liberia
Neue Krankheiten durch hygienisches Verhalten vermeiden – in Schulungen klären Mitarbeiter der Welthungerhilfe Bevölkerung und Klinikpersonal auf. © Pilar © Daniel Pilar
Frauen und Männer warten auf Essen. Schwanger und infiziert?

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Für sie baut die Welthungerhilfe mit ihren Partnern 35 moderne Gesundheitszentren und Entbindungsstationen auf, sie schult das Personal und die Patienten, aber auch die Verwaltungsbeamten und behördlichen Mitarbeiter. Jeder Gesundheitsposten bekommt eine sichere Wasserversorgung. Dazu gehören adäquate Toiletten und eine korrekte Abfallentsorgung.

Die verschiedenen Maßnahmen stabilisieren das Gesundheitssystem in Westafrika und tragen dazu bei, dass die Bevölkerung wieder Vertrauen in die staatlichen Kliniken bekommt.

Das leistet die Welthungerhilfe in Liberia

(Projektnummer: LBR 1046-15)

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Deutsche Welthungerhilfe e. V., Sparkasse KölnBonn IBAN DE15 3705 0198 0000 0011 15, BIC COLSDE33
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