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Frau pflückt ein Blättergemüse von einem Feld.
Madagaskar

"Cash-Crops" für die Gewürzinsel

Themenschwerpunkt
Landwirtschaft & Umwelt Mehr erfahren
Kerstin Bandsom Team Communications

Madagaskar ist reich an Bodenschätzen und ein Paradies der Artenvielfalt. Das landwirtschaftliche Potenzial der viertgrößten Insel der Welt ist enorm. Dennoch liegt das Land weitgehend brach, Madagaskar steht am unteren Ende des Welthunger-Index. Korruption und Misswirtschaft machen dem Land zu schaffen. Sieben von zehn Madagassen leben unterhalb der Armutsgrenze. Jeder zweite leidet an Mangelernährung.

Unsichtbar, aber da. Mangelernährung in Madagaskar
Unsichtbar, aber da. Mangelernährung in Madagaskar

Mit der wachsenden Not verschwindet der Urwald

Besonders schlimm ist die Situation im Südosten der Insel. Am Rand des Nationalparks Befotaka Midongy leben die Menschen von Reisanbau, Maniok, Mais und Süßkartoffeln. Doch die Erträge sind karg - das Know-how für moderne, effizientere Anbautechniken fehlte bislang. Und zu allem Überfluss überschwemmen heftige Regenfälle regelmäßig die Felder und vernichten rund 40 Prozent der Ernten. Um neue Ackerflächen zu gewinnen, roden die Familien in Not Urwaldriesen des Nationalparks und brennen das Unterholz nieder. Da die Böden nach zwei bis drei Jahren ausgelaugt sind, ziehen die Menschen immer tiefer in den Nationalpark. So verschwinden in Madagaskar jedes Jahr etwa 36.000 Hektar Urwald. Das einzigartige Ökosystem ist in Gefahr und mit ihm die Menschen in seiner Umgebung.

Welthungerhilfe Projekte in Sierra Leone 2015 Welthungerhilfe projects in Sierra Leone 2015 Was ist der LANN-Ansatz?

Mit fünf Schlüsselbereichen zum Ziel Zero Hunger.

Mit LANN-Ansatz Armut und Umweltzerstörung stoppen

Um diesen zerstörerischen Kreislauf von Armut und Umweltzerstörung zu durchbrechen, hat die Welthungerhilfe ein Pilotprojekt nach dem LANN-Ansatz (Linking Agriculture, Nutrition and Natural Resource Management) gestartet. In Schulungen lernen Kleinbauern, wie sie das besondere Ökosystem Madagaskars nachhaltig landwirtschaftlich nutzen können. Auf der Gewürzinsel wachsen Nischenprodukte wie Pfeffer, Nelken oder Zimt, die weltweit keine große Konkurrenz haben. In den sogenannten „Cash-Crops“ liegt daher ein enormes wirtschaftliches Potenzial.

Eine Pfefferpflanze in Nahaufnahme, mit einer grünen Pfefferschote im Fokus
Die Welthungerhilfe unterstützt Kleinbäuerinnen und Kleinbauern beim Anbau, der Weiterverarbeitung und Vermarktung von Gewürzen. © Mirjam Knickriem
So hilft die Welthungerhilfe

Alle Maßnahmen berücksichtigen Frauen, die in der madagassischen Gesellschaft noch immer stark benachteiligt sind.

(MDG 1046-16)

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Deutsche Welthungerhilfe e. V., Sparkasse KölnBonn IBAN DE15 3705 0198 0000 0011 15, BIC COLSDE33
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