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Mali

Landwirtschaftliche Bildung fuer Frauen in Mali

Projektstatus laufend
Themenschwerpunkt
Landwirtschaft & Umwelt Mehr erfahren
Kerstin Bandsom Team Communications

Jeder Tag beginnt mit denselben Sorgen: Habe ich genug zu essen für meine Kinder? Woher bekomme ich heute Wasser zum Trinken, Waschen, Kochen und für das Gemüse auf den Feldern? Stehen die Pflanzen überhaupt noch – oder haben Schädlinge schon wieder die Ernte zerstört? Die Kleinbäuerinnen in der Region Mopti kämpfen ständig darum, dem Hunger zu entgehen. 

Eine Region im Krisenmodus

Hinzu kommt die politische Krise in Mali. Die verschlechtert nicht nur die Sicherheitslage, sondern gefährdet auch die Ernährung der ländlichen Bevölkerung. Viele Einkommensquellen sind versiegt: Handwerk und Handel sind auf dem Rückzug, die Touristen sind schon lange nicht mehr da.

Zwei Trainnerinnen stehen mit einem Teller Brei vor einer sitzenden Gruppe Frauen und Kindern.
Zwei Trainerinnen erklären malischen Frauen, wie sie nahrhaften Brei zubereiten können. © Schwenzfeier

Die meisten Menschen in der Region Mopti leben von der Landwirtschaft und der Viehzucht. In den Trockengebieten sind die Bedingungen hart. Über 50.000 Menschen sind aktuell auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen, bei knapp 300.000 ist eine ausreichende Ernährung nicht gesichert. Viele versuchen Gemüse anzubauen, um ihre Familien zu ernähren – leider nur mit mäßigem Erfolg. Vor allem, wenn der Regen wieder ausbleibt, können bald auch die Wasserpumpen nicht mehr helfen. Zusätzlich erschweren Schädlinge und fehlende Geräte für den Gemüseanbau eine erfolgreiche Ernte. 

Kein Land, keine Bildung: Frauen sind benachteiligt

Vor allem Frauen haben Schwierigkeiten, überhaupt Zugang zu Anbauflächen zu bekommen. Eigentlich gehört das Land dem Staat, doch oft wird es nach Gewohnheitsrecht durch Landbesitzer verpachtet und geht vor allem an Männer. Frauen fehlt oft das Wissen, um ihre Interessen durchsetzen zu können. Viele haben nie gelernt zu lesen und sind untereinander nicht vernetzt. Regierungsprogramme bleiben daher oft ungenutzt. 

Gemeinsam mit lokalen Partnern arbeitet die Welthungerhilfe jetzt mit insgesamt 1.500 Kleinbäuerinnen aus drei Gemeinden zusammen und unterstützt die Gruppen individuell in ihren Bedürfnissen.

An die Zukunft denken: ein Projekt mit langfristiger Wirkung

Insgesamt wird das Leben von rund 9.000 Menschen durch das Projekt direkt verbessert, aber auch alle anderen der 250.000 Bewohner in den drei Gemeinden werden indirekt profitieren: unter anderem durch das Angebot von gesundem Gemüse und die Weitergabe von Wissen. Die Kaufkraft der Begünstigten soll sich um 20 Prozent erhöhen und alle Familien sollen sich ausreichend und gesund ernähren können. Um für langfristige Effekte zu sorgen, werden in den Dörfern einige lokale Vertreter dazu ausgebildet, das Wissen zu erhalten und weiterzugeben. Als Erzeugergemeinschaft können die Bäuerinnen bessere Preise für ihre Produkte erzielen und bei der Verarbeitung den Aufwand reduzieren. Gebildete Frauengruppen werden so zu einem Keim neuer Stärke im ländlichen Mali.

(Projektnummer MLI 1087-16)

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