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Neue Jobs durch Upcycling-Projekt
Sierra Leone

Wie Müll Perspektiven schafft

Projektstatus beendet
Themenschwerpunkt
Landwirtschaft & Umwelt Mehr erfahren
Kerstin Bandsom Team Communications

Bo City versank einst im Müll. Die 240.000-Einwohner-Stadt in Sierra Leone war den Auswirkungen der Verstädterung nicht gewachsen. An den Straßenrändern wuchsen Ansammlungen aus Plastiktüten, Dosen und Essensresten zu Müllbergen heran. Wilde Mülldeponien schossen an vielen Ecken der Stadt aus dem Boden. Die Menschen wussten nicht mehr, wohin mit ihrem Abfall.

Heute trägt Bo den Titel als sauberste Stadt Sierra Leones. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung sagte die Welthungerhilfe dem Müll den Kampf an: Im Rahmen der Initiative „Klin Bo Services“ bildeten sie 60 Jugendliche zu Müllsammlern aus. Die Azubis erfahren hier, wie Müll getrennt und an welchen Stellen er gesammelt werden muss.

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Wirtschaftliche Entwicklung

Mit dem Roller in entlegene Stadtteile

Für ihre Arbeit werden die Müllsammler mit motorisierten Dreirädern ausgestattet. Per Roller geht`s dann los auf Tour – entlang der Hauptstraßen bis hin in entlegene Stadteile, wo die Müllabfuhr nicht hinkommt. Die Müllsammler suchen jeden Bewohner auf, der sich bei der Initiative meldet: Wer sich einmal angemeldet hat, kann seinen Müll regelmäßig gegen eine kleine Gebühr abholen lassen.

Entsorgt wird der Abfall dann in speziellen Sammelstellen. Ein gutes Geschäft für beide Seiten: Die Kunden werden ihren Müll los, die Jugendlichen, die für „Klin Bo Services“ tätig sind, entgehen der weit verbreiteten Arbeitslosigkeit und verdienen eigenes Geld.

Verwertbares wird weiterverarbeitet

Doch nicht der gesamte Müll landet in Deponien. Alles, was noch verwertbar ist, wird weiterverarbeitet. In von der Welthungerhilfe unterstützten Werkstätten werden aus Plastiktüten Handtaschen, aus Aluminiumdosen Töpfe, Kleiderbügel oder Aschenbecher. Biomüll wird als Kompost angesetzt.

Kreative Wertschöpfung aus alten Dingen - ein Erfolgskonzept für viele Menschen in Bo.

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Noch eine Verwertungsmöglichkeit: Alice und Charles machen Bio-Dünger aus Restmüll. © Welthungerhilfe

Die Hilfsmaßnahmen werden finanziell unterstützt vom Department for International Development (UK).

(Projektnummer: SLE 1022)

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