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Mit nachhaltiger Landwirtschaft gegen die Dürre
Somaliland

Dürre hält das Land in Atem

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Kerstin Bandsom Team Communications

Somaliland ist nicht Somalia – diese Unterscheidung ist für den ostafrikanischen De-facto Staat extrem wichtig: Regierung und Bewohner legen Wert auf Mitbestimmungsrechte und demokratische Wahlen. Mit dem staatlichen Scheitern Somalias, das weiterhin mit Chaos und Terror zu kämpfen hat, möchten sie nicht in Verbindung gebracht werden. Die Welthungerhilfe unterstützt die Menschen in Somaliland beim Kampf gegen die Herausforderungen des Lebens: den den Klimawandel und gesellschaftliche Probleme. 

Mit nachhaltiger Landwirtschaft gegen die Dürre
Ein großes gesellschaftliches Problem in Somaliland: die gesellschaftliche Benachteiligung von Frauen und Mädchen. © Welthungerhilfe
Geschichte Somalilands

1991 Nach dem Sturz von Diktator Siad Barre erklärt sich Somaliland für unabhängig von Somailia. Ohne stabile Regierung bzw. mit Übergangsregierungen im Exil zerfällt das restliche Somalia in umkämpfte Machtbereiche von Clans und Kriegsherren und der radikal-islamistischen Terrorgruppe al-Schabaab. In Somaliland finden währendessen regelmäßig demokratische Wahlen mit friedlicher Amtsübergabe statt.

Ein Hort der Stabilität und Demokratie?

Somaliland präsentiert sich als Hort der Stabilität und Demokratie. Gemessen an der Zahl der Gewaltakte lebt es sich hier deutlich sicherer als in anderen Teilen Somalias. Auch finden in dem Land, das 1991 seine Unabhängigkeit ausgerufen hat, regelmäßig Wahlen mit friedlicher Amtsübergabe statt. Trotz fehlender internationaler Anerkennung galt Somaliland bis vor kurzem als Erfolgsmodell, das auf Versöhnung und geschickte Ausbalancierung des Machtstrebens verschiedener Clans gesetzt hat. Die Verschiebung der Wahlen 2015 und die ungewohnt harte Reaktion auf die Proteste lassen aber befürchten, dass sich auch hier eine machthungrige politische Elite bildet.

Über die Hälfte der Bevölkerung Somalilands ist arm, nach Regierungsangaben von 2011 leben über 60 Prozent unterhalb der Armutsgrenze. Die Mehrheit der etwa vier Millionen Einwohner lebt von nomadischer Viehhaltung, die zunehmend durch Ackerbau ergänzt wird.


Deckblatt der Publikation: Hunger in Afrika Dürre in Ostafrika

Hintergründe und Fakten zur Situation in Ostafrika

Die Folgen des Klimawandels machen den Menschen, die als Hirten oder in der Landwirtschaft ihr täglich Brot verdienen, besonders zu schaffen: Im letzten Jahrzehnt fielen die Regenzeiten sehr schwach aus. Ein Großteil der Böden und Wälder sind so geschädigt, dass sie land- oder viehwirtschaftlich nicht mehr zu nutzen sind. Die Landbevölkerung hat zudem mehrheitlich kein sauberes Wasser. Im Frühjahr 2017 leiden hundertausende Menschen und ihr Vieh unter Wasser- und Nahrungsmangel. Weil viele Menschen infolge der Trockenheit nicht mehr von ihrer Viehzucht oder Landwirtschaft leben können, hat die Regierung einen Hilferuf an die internationale Gemeinschaft gesandt. 

Hilfe für Kleinbauern und Frauen

Die Welthungerhilfe unterstützt die Menschen bereits jetzt. Die Organisation ist seit 15 Jahren in der Nordprovinz Awadal, die an Djibouti grenzt, aktiv. Sie hilft Kleinbauern, mit angepassten Anbauweisen und Saatgut auf den Klimawandel zu reagieren. 

Ein weiteres großes gesellschaftliches Problem in Somaliland ist die die tief verwurzelte strukturelle Benachteiligung der Frauen. Der weibliche Teil der Gesellschaft hat kaum Zugang zu Bildung, viele Frauen und Mädchen können weder lesen noch schreiben und haben deshalb ihr Leben lang große Nachteile. Um diese Benachteiligung strukturell aufzubrechen, wird in sämtlichen Projekten der Welthungerhilfe die informelle Bildung von Frauen und Mädchen unterstützt.

So hilft die Welthungerhilfe in Somaliland

(Projektnummer: SOM 1022-14)

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