Nothilfe im Südsudan
Südsudan

Kreislauf von Hunger, Gewalt und Not

Themenschwerpunkt
Ernährung
Kerstin Bandsom Team Communications

Leid, Vertreibung und Hunger sind bereits seit Jahren ständiger Begleiter im Südsudan. Doch die aktuelle Situation könnte bedrohlicher kaum sein. Etwa 5,5 Millionen Menschen können sich dort nach Angaben von UN OCHA durch die andauernden Kämpfe nicht mehr selbst versorgen. Die ganze Region, das Horn von Afrika leidet zudem unter einer schweren Dürre. Die Welthungerhilfe ist in dem von einer Hungersnot betroffenen Bundesstaat Unity State seit Jahren tätig und versorgt derzeit rund 350.000 Menschen mit Nahrungsmitteln. 

Krieg - Dürre - Hunger | Der Einsatz der Welthungerhilfe im Südsudan
Krieg - Dürre - Hunger | Der Einsatz der Welthungerhilfe im Südsudan

Auswirkungen der anhaltenden Krise im Südsudan

Menschen wurden im Südsudan zur Flucht gezwungen.
Die Lebensbedingungen im Südsudan und das extreme Klima stellen die Menschen vor große Herausforderungen - gerade in Krisenzeiten. © Welthungerhilfe

Die Hoffnung auf ein friedliches Leben im Südsudan wurde Ende 2013 in blutigen Unruhen begraben. Nur zwei Jahre nach der Unabhängigkeit vom Sudan forderten bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern des Präsidenten Kiir und des ehemaligen Vizepräsidenten Machar zehntausende Tote. Immer wieder kommt es seither zu Kämpfen, Gewalt und Flucht.

Deckblatt: Welthungerhilfe in - Südsudan Factsheet Südsudan

Hintergründe und Fakten zur Situation im Südsudan.

Die Menschen haben Angst, fast 3 Millionen Menschen sind auf der Flucht, 1,9 Millionen davon im eigenen Land. Seit erneuter heftiger Gewaltausbrüche im Juli 2016 hat sich die Situation noch einmal verschärft. Auch in so wichtigen Zeiten wie der Aussaat legen die Konfliktparteien ihre Waffen nicht nieder. Die Folge: Viele Felder konnten im letzten Jahr erneut nicht bestellt werden. Und das in einem Land, in dem 90 Prozent der Bevölkerung von der Landwirtschaft leben. Die dringend benötigten Ernten im Juli und August fielen aus. Arbeitsplätze und andere Einkommensquellen gibt es kaum. Die Preise für Nahrungsmittel steigen, die Inflationsrate ist hoch. Mehr als 80 Prozent ihres Geldes geben die Südsudanesen heute im Schnitt für ihr Essen aus. Für das Jahr 2017 warnen Experten vor Lebensmittelunsicherheit von noch nie dagewesenem Ausmaß. 

So hilft die Welthungerhilfe im Südsudan

 Der Grund für die Not ist die Gewalt, das Leid trägt die Bevölkerung

Die Ursachen der großen Not im Südsudan liegt in der Gewalt. Schon seit den 1950er-Jahren leben die Menschen fast ununterbrochen mit bewaffneten Konflikten, mehr als 2,5 Millionen Menschen verloren dabei ihr Leben. Der Kreislauf von Hunger, Gewalt und Not wird ohne strukturelle Veränderungen kaum zu durchbrechen sein. Die Leidtragenden aber sind in der Bevölkerung. Über acht Millionen Menschen brauchen weiterhin Unterstützung von außen. Helfen Sie ihnen und spenden Sie! 

Die Welthungerhilfe arbeitet gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbHim Südsudan. 

(Projektnummer: SSD 1040-16)

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