Syrien / Türkei
+++ Auch nach dem Machtwechsel Ende 2024 ist die humanitäre Lage in Syrien katastrophal. 9,1 Millionen Menschen leiden akut unter Hunger. Insgesamt sind etwa zwei Drittel der 23,8 Millionen Einwohner*innen in der einen oder anderen Form auf humanitäre Hilfe angewiesen. 13 Jahre Bürgerkrieg und eine verheerend verlaufene Corona-Pandemie haben zu einer desolaten wirtschaftlichen Lage geführt. Auch die Folgen des Erdbebens von 2023, von denen beinahe 9 Millionen Menschen in Syrien betroffen waren, sind noch lange nicht überwunden. Dies alles geschieht vor dem Hintergrund unregelmäßiger Niederschläge: Die Wasserversorgung ist prekär und die landwirtschaftliche Produktion kommt auch nach Kriegsende nicht wieder richtig in Gang. Die Welthungerhilfe hat ihre Projektarbeit in Syrien auf neue Gebiete in den Provinzen Aleppo, Idlib und Damaskus ausgeweitet. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Unterstützung von im Land vertriebenen Familien bei der Rückkehr und dem Wiederaufbau. +++ Syriens jüngste Vergangenheit ist geprägt von Unterdrückung, Gewalt und Zerstörung. Seit 1963 wird das Land autokratisch regiert. Aus Demonstrationen gegen die Regierung im Jahr 2011 entwickelte sich ein Bürgerkrieg, der bis Dezember 2024 andauerte und mehrere Hunderttausend Tote forderte. Etwa 3,9 Millionen Menschen leben nach wie vor als Geflüchtete im Ausland, ein Großteil davon in Nachbarländern. Etwa 6 Millionen Syrer*innen, die innerhalb des Landes geflüchtet waren, konnten noch nicht in ihre Heimatorte zurückkehren. Die Welthungerhilfe und ihre Partner unterstützen Menschen in Syrien, der Türkei und dem Libanon. Koordiniert wird die Arbeit in Syrien größtenteils aus den Büros in Damaskus und Aleppo.
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