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Syrien/Türkei

Gemeinsam einen Neuanfang wagen

Projektstatus laufend
Themenschwerpunkt
Stärkung der Zivilgesellschaft
Kerstin Bandsom Team Communications

"Als ich in die Türkei kam, stand ich vor vielen Herausforderungen. Mein Mann ist an Krebs erkrankt, in Syrien erhielt er keine ausreichende medizinische Behandlung. Wir kamen mit unseren Kindern und ließen alles in Syrien zurück, um in einem fremden Land zu leben. Wir kannten uns nicht aus und verstanden die Sprache nicht – das alles machte uns schwer zu schaffen“, erinnert sich Almas. Sie sitzt in einem Friseurstuhl und schaut ihre Freundin Rojda an, die neben ihr sitzt. „Als ich vom Gemeinschaftszentrum der Kiziltepe Women Leader Association (KWLA) hörte, wagte ich einen Neuanfang. Dort habe ich auch Rojda kennengelernt.“ Die beiden Frauen grinsen sich an. Im Gemeinschaftszentrum absolvierten die Syrerin und die Türkin den gleichen Friseurkurs der Welthungerhilfe, der auch der Beginn einer großen Freundschaft war.

Soziale Projekte für Flüchtlinge in der Türkei
Soziale Projekte für Flüchtlinge in der Türkei

Für mehr sozialen Zusammenhalt zwischen Syrern und Türken

Das Gemeinschaftszentrum der Kiziltepe Women Leader Association (KWLA), einer Partnerorganisation der Welthungerhilfe, gibt Flüchtlingen Starthilfe für ein neues Leben in der Türkei. Hier erhalten sie Unterstützung bei den großen und kleinen Dingen des neuen Alltags: Sozialhilfe, Sprachkurse, Notunterkünfte, rechtlichen Beistand und psychologische Betreuung. Gleichzeitig wird der soziale Zusammenhalt zwischen der syrischen und türkischen Gemeinde gefördert, denn die Stimmung zwischen Neuankömmlingen und Gastgemeinschaft ist angespannt: „Es gibt viele Vorurteile innerhalb der zwei Gruppen. Wenn Leute in meiner Gegenwart schlechte Dinge über Syrer sagen, entgegne ich ihnen, dass wir alle Menschen sind und uns gegenseitig akzeptieren sollten. Wir sollten Menschen wie Menschen behandeln“, sagt Rojda.

Nicht nur beruflich stehen die beiden sich bei: Siet sich die Syrerin Almas und die Türkin Rojda in einem Friseurkurs kennengelernt haben, sind die beiden unzertrennlich. © Stephanie Binder

Die 29-Jährige Türkin fand selbst Hilfe im Gemeinschaftszentrum. „Früher ging ich nicht raus und blieb den ganzen Tag zu Hause. Als ich anfing, mich mit dem Psychologen zu treffen, traf ich auch andere Menschen im Gemeinschaftszentrum und begann mit ihnen zu sprechen. Ich habe viel gelernt und Freundschaften geschlossen.“ Heute steht Rojda auf eigenen Beinen: Sie führt nun einen eigenen kleinen Firseursalon – und Almas hilft ihr dabei. „Wenn ich mit Rojda hier bin, fühle ich mich nicht wie ein Flüchtling“, verdeutlicht Almas.

So hilft die Welthungerhilfe:

Das Gemeinschaftszentrum der Kiziltepe Women Leader Association (KWLA) ermöglicht syrischen Flüchtlingen und türkischen Gastgemeinden einen gemeinsamen Neuanfang. Die Welthungerhilfe und ihre lokalen Partner unterstützen auf diese Weise 16.000 Menschen in Kiziltepe, Mardin und Istanbul.

(Projekt: SYR 1056)

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