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Wald in Tadschikistan.
Tadschikistan

Schutz für Wald und Klima

Projektstatus laufend
Themenschwerpunkt
Landwirtschaft & Umwelt Mehr erfahren
Kerstin Bandsom Team Communications

Die Waldfläche Tadschikistans macht weniger als drei Prozent der Landesfläche aus und schrumpft weiter. Holz ist für die ländliche Bevölkerung der ärmsten Republik Zentralasiens ein wichtiger Rohstoff zum Heizen und Kochen. Vor allem im Winter sind die Menschen nicht ausreichend mit Strom versorgt und nutzen ineffiziente Herde und Öfen zur Verbrennung von Holz. Mehr als zwei Drittel der Energie gehen dabei verloren. Den Geräten fehlt außerdem häufig eine Abgasführung, sodass die Zahl der Atemwegserkrankungen hoch ist, insbesondere bei Frauen.

Sayohot Jatimov kocht im Küchenhaus der Familie in Sari Hussor, Tadschikistan.
Sayohot Jatimov kocht im Küchenhaus der Familie in Sari Hussor, Tadschikistan. © Daniel Pilar

Handwerker und Betriebe können durch die mangelhafte Stromversorgung im ländlichen Raum saisonal nicht tätig werden. Es sei denn, sie arbeiten zu hohen Kosten mit fossil betriebenen Generatoren. Die landwirtschaftliche Produktion in Tadschikistan liegt gebietsweise seit langem unter der Norm. Bauern nutzen Anbaumethoden aus der sowjetischen Großflächenwirtschaft, die nicht auf die zur Verfügung stehenden Böden angepasst sind. Bodenverarmung und Erosion sind weit verbreitet. Die Einkommen aus der Landwirtschaft reichen kaum zum Leben.

Energieeffiziente Ansätze für Mensch und Umwelt

Die Welthungerhilfe setzt sich gemeinsam mit lokalen und internationalen Partnern für die Bevölkerung in den ländlichen Bezirken Zentral-Tadschikistans ein. Dazu nutzt sie neue Ansätze in der Energieversorgung und Landwirtschaft. Rund 32.000 Menschen werden so direkt unterstützt, weitere 80.000 mittelbar. Atemwegserkrankungen gehen messbar zurück. Der Ausstoß von Kohlendioxid wird um rund 1.800 Tonnen pro Jahr reduziert.

 

Verbesserungen für Energieversorgung und Landwirtschaft:
Bewohner der Ortschaft Peshtovar in Tadschikistan bauen einen Wasserkanal.
Bewohner der Ortschaft Peshtovar bauen einen Wasserkanal mit Haus für eine Wasserturbine. Die Turbine soll die Stromversorgung der Wohnsiedlung erheblich steigern. © Daniel Pilar/Welthungerhilfe

Schutz für Tadschikistans Wälder

Tadschikistan gehört zu den 30 weltweit am stärksten von Klimawandel betroffenen Ländern. Da Zugang und Nutzung der verbliebenen Waldgebiete des Landes weitgehend unreguliert erfolgen, wird dem Wald doppelt bis dreifach so viel Holz entnommen, wie natürlich nachwächst. Die staatlichen Forstbehörden kommen ihren Aufgaben nicht hinreichend nach und gerodete Flächen werden nicht wieder aufgeforstet.

So unterstützt die Welthungerhilfe den Schutz Tadschikistans Wälder:

(Projektnummer: TJK 1103)

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