Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Seiteninhalt springen Zum Footer springen

loading
Ukraine

Hilfe für Menschen in der Ukraine

Projektstatus laufend
Themenschwerpunkt
Kerstin Bandsom Team Communications

„Man hört die Sirenen auch dann noch, wenn sie gar nicht mehr heulen. Sie sind einfach im Kopf,“ erklären Maria und Alina. Die beiden Frauen sind vor dem Krieg in der Ukraine geflohen. Beide sind schwer traumatisiert von den schrecklichen Ereignissen, die sie nach dem russischen Angriff auf die Ukraine erlebt haben. Über 7,7 Millionen Menschen, meist Frauen und Kinder, sind in die Nachbarländer geflohen, schätzungsweise 6,2 Millionen sind innerhalb des Landes auf der Flucht. Die EU-Kommission und die UN rechnen jedoch damit, dass noch mehrere Millionen Ukrainer*innen gezwungen sein werden, ihr Heimatland zu verlassen.

Zwei Frauen aus der Ukraine in warmer Kleidung stehen nebeneinander auf einem Gehweg, Polen 2022.

Man hört die Sirenen auch dann noch, wenn sie gar nicht mehr heulen. Sie sind einfach im Kopf.

Alina B. und Maria C.

Nach Schätzungen der UN sind 17,7 Millionen Menschen in der Ukraine auf humanitäre Hilfe angewiesen. Das ist mehr als ein Drittel der Bevölkerung. Die humanitäre Lage verschlimmert sich von Tag zu Tag: Gebäude und Infrastruktur werden zerstört, vielerorts gibt es weder Strom, Heizung oder Wasser und ausreichend Lebensmittel.

Eine humanitäre Katastrophe mit unendlich viel Leid

Eine Frau mit einem Kind auf dem Arm und einem anderen Kind an der Hand, steigt eine Treppe hoch.
Menschen aus Odessa fliehen aus dem Land: Am Bahnhof von Lviv wechseln sie den Zug in Richtung polnische Grenze. © Stefanie Glinski/Welthungerhilfe

Für viele Menschen ist die Flucht aus den umkämpften Gebieten, selbst wenn sie wollten, mittlerweile gar nicht mehr möglich – wegen anhaltender Belagerung, mangelnden Transporten, riskanten Fluchtwegen oder fehlender Informationen. Maria und Alina hatten Glück, sie flohen zunächst mit dem Auto und setzten die Flucht durch die Ukraine anschließend mit dem Zug fort. Dicht an dicht gedrängt, ohne Wasser, Essen und Toiletten und mit der ständigen Furcht und Ungewissheit harrten sie stundenlang im Zug aus. Schließlich ist ihnen die Flucht nach Polen gelungen, dort wurden sie von Freund*innen abgeholt.

Die Geflüchteten können oft nur das Nötigste mitnehmen. Viele stehen vor dem Nichts, wenn sie in Polen, der Slowakei, Rumänien oder der Republik Moldau ankommen. Die Hilfsbereitschaft der lokalen Bevölkerung ist groß, aber die Herausforderungen sind riesig. Es fehlen Lebensmittel, Wasser und Hygieneartikel in immer größeren Teilen der Region.

Hilfe für Menschen in der Ukraine und in den Grenzgebieten

2017 Alliance2015 Logo Alliance2015

Die Alliance2015 ist ein Netzwerk von sieben europäischen Nicht­regierungs­organisationen. Es wurde gegründet, um durch Zusammenarbeit die Effektivität der humanitären Hilfe zu erhöhen.

Seit den ersten Tagen des Krieges unterstützt die Welthungerhilfe im Rahmen der Alliance2015, einem Netzwerk von sieben europäischen Organisationen, vom Krieg betroffene Familien in der Ukraine sowie Menschen, die fliehen mussten. Lastwagen und Züge bringen Hilfsgüter wie Nahrungsmittel, Schlafsäcke, Medikamente und Hygieneartikel in die Ukraine. Weitere Transporte werden vorbereitet, auch in den Grenzregionen leisten wir Hilfe sowie in manchen umkämpften Gebieten wie Kiew und Sumy.

Unsere Partner verfügen über lokale Strukturen – in der Ukraine selbst sowie in den Nachbarländern – und können deshalb unmittelbar handeln. Zum Netzwerk gehören auch ACTED und People in Need (PIN), die schon lange in der Konfliktregion aktiv sind. Gemeinsam versorgen wir Menschen mit haltbaren Lebensmitteln, Schlafsäcken, Medikamenten und Hygieneartikeln.

Zwei Kinder in einer Notunterkunft in der Ukraine. Man sieht Matratzen und Decken auf dem Boden.
Eine Schule dient in Lwiw als Notunterkunft für vertriebene Menschen. Gemeinsam mit unserer Alliance2015-Partnerorganisation People in Need versorgen wir die Menschen mit haltbaren Lebensmitteln, Schlafsäcken, Medikamenten und Hygieneartikeln. © Alberto Lores/People in Need

Trinkwasser, Fluchtkorridore und warme Mahlzeiten für Menschen in der Ukraine

Zweiseitiges Factsheet zur Ukraine Zahlen & Fakten Ukraine

Der russische Angriff auf die Ukraine hat dramatische Auswirkungen auf deren Bevölkerung – aber auch für Länder außerhalb Europas.

In der Ostukraine, wo Wasserversorgungssysteme durch Beschuss beschädigt wurden, stellen wir Trinkwasserkanister und Wassertanks bereit. Darüber hinaus organisieren wir Schutzräume und psychologische Beratung, lokale Fluchtkorridore und sichere Transporte über die Grenzen. In der Zentralukraine werden mit Hilfe der Alliance2015-Partner Helvetas und ACTED Bargeld und warme Mahlzeiten verteilt. Im Westen leisten wir gemeinsam mit CESVI und CONCERN Nothilfe.

Auch außerhalb der Ukraine sind unsere Partner in mehreren Grenzregionen vor Ort, um viele tausend Menschen zu versorgen, die dort ankommen. Zelte bieten vor allem Kindern Schutz vor dem Wetter und mobile Toiletten verbessern die desolate sanitäre Situation. Es werden auch SIM-Karten für Mobiltelefone verteilt, so dass die Geflüchteten mit ihren Angehörigen Kontakt aufnehmen und sich im jeweiligen Land über Rechts-, Sozial- oder Gesundheitsdienste informieren.

So helfen wir mit der Alliance2015 Menschen in der Ukraine und den Nachbarländern

Das könnte Sie auch interessieren