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Mit Innovation gegen Hunger

Ideen teilen, Wirkung skalieren: Globale Partnerschaften und soziales Unternehmertum zum Wohle von in Armut lebenden Menschen.

Digitales Bezahlsystem: So geht Wasserholen im Ngakaa Water Project in Makueni County, Kenia.
Digitales Bezahlsystem: So geht Wasserholen im Ngakaa Water Project in Makueni County, Kenia. © Philipp Brandstädter
Jochen Moninger Team Innovation

Die Weltgemeinschaft hat sich Großes vorgenommen: eine Welt ohne Hunger bis zum Jahr 2030. Dafür müssen etwa 800 Millionen unterernährte Menschen sicheren Zugang zu Nahrungsmitteln bekommen. Obwohl die Zahl der Hunger leidenden Menschen seit Anfang des Jahrtausends um fast ein Drittel abgenommen hat, müssen die Bemühungen verdreifacht werden, um das Ziel bis 2030 zu erreichen. Ein Weg ist die Förderung von Innovation – um Geld und Arbeit möglichst wirkungsvoll einsetzen zu können.

Tawanda Hove und Franziska Kerting in conversation. Sharing Economy und Augmented Reality

Erfahren Sie mehr über Welthungerhilfes Innovationen: AgriShare, Child Growth Monitor und Qur’an for Nutrition.

Wie gute Ideen groß werden

Eine Idee wird erst zur Innovation, wenn sie aufgegriffen und in einem größeren Rahmen umgesetzt wird. Fachleute sprechen von "Skalierung": Die Webplattform Global Innovation Exchange zum Beispiel listet fast 5.000 Innovationen, über 16.000 Innovator/innen beschäftigen sich mit Neuentdeckungen und der Anwendung bereits existierender Lösungen über Ländergrenzen und Organisationen hinweg. Der Innovation Accelerator des UN-Welternährungsprogramms (WFP) fördert Innovationen mit dem Ziel "ZeroHunger".

Auch für die Welthungerhilfe sind Innovationen ein wichtiger Punkt. Mit dem hausinternen Innovation Award werden innovative Projekte ausgezeichnet. Zum Beispiel ein Kakao-Projekt in Sierra Leone: Es hat Kakao-Händler/innen, das Landwirtschaftsministerium und europäische Handelshäuser dazu ermutigt, gemeinsam zu planen und zu investieren. So wurden für 30.000 Kakaobäuerinnen und -bauern transparente Landnutzungspläne geschaffen, Mindeststandards für die Zertifizierung des Kakaos festgelegt und nachhaltige Anbaumethoden eingeführt. Das Einkommen der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern steigt seither, Familien können sich im Rahmen des Projekts selbstständig vom Hunger befreien.

Neue Partnerschaften für Innovation

Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen fordern dazu auf, globale Partnerschaften einzugehen, um Nachhaltigkeit und Effizienz zum Wohle der Ärmsten zu schaffen. Deshalb arbeitet die Entwicklungshilfe auch mit dem Privatsektor zusammen. So ergeben sich neue Wege der Finanzierung und wirtschaftliche Nachhaltigkeit garantiert langfristiges Engagement.

Einige wenige Organisationen aus dem Non-Profit-Sektor haben erkannt, dass es sich lohnt, Ideen zu teilen – weil sie dann wirkungsvoller sind: Das Ernährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) hat die Software SCOPE für die biometrische Registrierung von Flüchtlingen und die Verteilung von Hilfsleistungen entwickelt. Das Programm kann kostenlos von Nichtregierungsorganisationen genutzt werden.

Geteilte Ideen, mehr Wirkung

Die Welthungerhilfe hat diese Erfolgsgeschichte in anderen Ländern mit anderen Produkten wiederholt: in Madagaskar mit Pfeffer, Nelken und Ingwer, in Simbabwe mit Chili und Sesam und in Myanmar mit Kräutern.

Die Karte zeigt vom Hurrikan betroffene Gebiete
Die REACH Karte zeigt mithilfe von Satellitenbildern den Schaden nach Hurrikan Matthew in Jeremie City, Haiti. © Welthungerhilfe

Die Hilfsorganisation World Vision bietet die von ihr entwickelten Systeme Last Mile Mobile Solutions (LMMS) und Non-Food Item Tracking (NTS) anderen Hilfsorganisationen an. ACTED, die französische Partnerorganisation der Welthungerhilfe trägt ihren Teil zur Revolution der Nothilfe über IMPACT-Karten aus Krisenregionen bei. Sie werden mithilfe von Satelliten-Bildern erstellt und allgemein zugänglich gemacht.

Immer mehr Nichtregierungsorganisationen öffnen sich in Richtung privater Kapitalmarkt und privaten Investitionen. Auch die Welthungerhilfe setzt auf die positiven Effekte einer nachhaltigen Marktwirtschaft. Sie nutzt ihre langjährigen Erfahrungen, um inklusives und soziales Unternehmertun zu einer strategischen Säule ihrer Arbeit auszubauen.

So fördert die Welthungerhilfe Innovation:
Letzte Aktualisierung 25.10.2018

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