Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Seiteninhalt springen Zum Footer springen

Krisen- und Katastrophenvorsorge

Durch vorausschauenden Katastrophenschutz trägt die Welthungerhilfe dazu bei, im Krisenfall Leid und Schäden zu mildern.

Katastrophenschutzuebung im Hurrican-Gebiet, Somotillo, Nicaragua: Rettungskraefte evakuieren einen Verletzten. © Florian Kopp/Welthungerhilfe
Matthias Amling Humanitarian Directorate

Wenn eine Katastrophenmeldung eingeht, analysiert das Nothilfeteam der Welthungerhilfe sofort die Lage und die nötigen Maßnahmen – die Hilfe läuft in kürzester Zeit an. Doch in vielen Fällen setzt die Welthungerhilfe noch früher an: bevor eine Naturkatastrophe oder eine Krise überhaupt eintritt.

Möglich wird das durch zwei zentrale Elemente: Regelmäßige, fundierte Risikoanalysen auch für abgelegene Gebiete und darauf abgestimmte Notfallprotokolle. Der hohe Aufwand lohnt sich: Die Welthungerhilfe kann sowohl die Menschen vor Ort als auch sich selbst auf eine aufziehende Krise vorbereiten, frühzeitig Schutzmaßnahmen ergreifen und schließlich noch schneller, passgenauer und effektiver helfen. Prävention statt Reaktion.

„Early Warning“ und „Early Action“ heißen hier die Schlagworte, frühe Warnung und frühes Eingreifen. Dabei werden die wichtigsten Risiken für eine Region identifiziert und eingeschätzt, wie groß die Gefahr tatsächlich ist. In Abstimmung mit lokalen Regierungsstellen und anderen Organisation vor Ort werden dann vorausschauende Maßnahmen zur Abmilderung des erwarteten Krisen- oder Katastrophenfalls getroffen.

Bei einem Projekt auf Madagaskar etwa analysieren die Mitarbeiter der Welthungerhilfe regelmäßig die Wahrscheinlichkeit von Zyklonen. Gerade bei Naturkatastrophen, aber auch bei politischen Konflikten ist es da hilfreich, moderne Technologie mit traditionellem oder lokalem Wissen zu verbinden. Und die Welthungerhilfe prüft, welche Hilfe im Notfall am wichtigsten wäre – etwa die Klärung von wo und mit welchen logistischen Aufwand Trinkwasser beschafft werden kann und das Absichern und Erneuern von bestehender Brunnen, wenn ein Tropensturm die Wasserversorgung zerstört hat.

Mit diesem Wissen kann sie ihre Reaktion auf Notsituationen früh vorbereiten – „Preparedness“ heißt diese zweite Säule der Krisen- und Katastrophenvorsorge, vorbereitet sein. Teil dieser Vorbereitungen ist es, die Menschen und ihre Infrastruktur zu sichern. Für das Projekt auf den Philippinen heißt das zum Beispiel: Schutzräume bauen, Notrationen einlagern, Brunnen und Häuser so sturmfest wie möglich machen. Aber nicht nur die Menschen in den Projektgebieten müssen vor absehbaren Krisen geschützt werden, sondern auch die Welthungerhilfe und ihre Partnerorganisationen selbst. Denn sie müssen funktionsfähig bleiben, um die vorbereitete Hilfe zu leisten, wenn der Ernstfall eintritt. Deshalb gehören regelmäßig Schulungen für die Mitarbeiter ebenso zum Konzept wie die Sicherung von Hilfsmaterial, Mobilität und Kommunikation.

Klimaschäden minimieren

Factsheet zu vorhersagbaren Finanzierungsmechanismen.

Auch beim Wiederaufbau nach Katastrophen achtet die Welthungerhilfe darauf, die Widerstandsfähigkeit der Menschen und der Infrastruktur zu stärken sowie Klima- und Umweltschutz umzusetzen, um zur Verhinderung weiterer Naturkatastrophen beizutragen. Auf Katastrophen nicht mehr nur schnell reagieren, sondern sie vorhersehen, die Folgen mildern und vielleicht sogar verhindern – damit geht es voran auf dem Weg zum Ziel: ZeroHunger.

Letzte Aktualisierung 17.08.2018

Das könnte Sie auch interessieren

Deutsche Welthungerhilfe e. V., Sparkasse KölnBonn IBAN DE15 3705 0198 0000 0011 15, BIC COLSDE33
Newsletter abonnieren

Alle Informationen zu Katastrophen, Projekten und Veranstaltungen aus erster Hand erhalten.