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Ausbildungsprogramm "Skill up!"

Jobchancen für 15.000 junge Menschen in fünf Ländern

Eine Gruppe Jugendlicher in einer Autowerkstatt
Teilnehmer des Skill Up Projekts in Uganda © Imke Lass
Alexandra Shahabeddin Beraterin für privates Engagement

Lillian hatte weder eine unbeschwerte Teenagerzeit noch einen leichten Start ins Berufsleben. Als sie elf Jahre alt war, starben ihre Eltern an AIDS. Es kostete sie viel Kraft, doch sie ging weiter zur Schule und machte ihren Abschluss. Danach zog sie aus ihrem Dorf im Westen Kenias zu ihrer Tante nach Nairobi, um Arbeit zu finden – jedoch ohne Erfolg. Als sie schwanger wurde und ihr Freund sie verließ, wusste sie nicht mehr weiter – bis sie von einem Ausbildungsprogramm für benachteiligte Jugendliche hörte. Lillian nahm wie 15.000 weitere jungen Menschen am Ausbildungsprogramm "Skill up!" teil, das die Welthungerhilfe mit lokalen Partnern in fünf Ländern  anbietet. Heute ist sie Elektrikerin, steht auf eigenen Füßen und blickt zuversichtlich in die Zukunft. 

Skill Up! - Jörg Pilawa trifft Benjamin Kennedy in Uganda
Skill Up! - Jörg Pilawa trifft Benjamin Kennedy in Uganda

Ausbildung als Schlüssel für Entwicklung

Weltweit sind laut Internationaler Arbeitsorganisation 71 Millionen Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren arbeitslos. Allein in Afrika werden bis 2030 mindestens 150 Millionen junge Frauen und Männer auf den Arbeitsmarkt drängen. Die Ausbildung von Jugendlichen und der Aufbau von Arbeitsmärkten in Armutsregionen sind eine dringliche Herausforderung als Schlüssel für Entwicklung, Wirtschaftswachstum und den Weg aus Hunger und Armut. Das ist der Ansatzpunkt für das länderübergreifende Programm "Skill up!", das von der Welthungerhilfe durchgeführt und und über eine großzügige Spende der Familie Bauer finanziert wird. Auch im Südwesten Ugandas erlernen junge Menschen wie Moses Kugonza neues Wissen oder geben es weiter wie Christine Namara.

Gut für die Wirtschaft – und das Selbstbewusstsein

"Skill up!" bietet Jugendlichen nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe die Chance, ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften. Es setzt auf Ausbildungsmodule, die an die einheimischen Bedingungen angepasst sind, sowie auf den Aufbau von Ausbildungsstätten, damit die Programme langfristig allein laufen können.

Lillian Haggai, Waise, alleinstehende Mutter hat den Elektriker-Kurs an der Bildungseinrichtung Watoto wa Lwanga abgeschlossen. „Ich war das einzige Mädchen in der Klasse, aber das hat mich nicht davon abgehalten, die beste zu sein“, berichtet sie stolz. © Philipp Brandstädter/Welthungerhilfe
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Moses Kugonza hat eine "Skill up!"-Ausbildung im Campus Amaani Rwenzori in Uganda abgeschlossen. Mit 21 Jahren er eine eigene Motorradwerkstatt. Er weiß: „Die größte Herausforderung für ländliche Gemeinden in meinem Land ist der Mangel an Ausbildung." © Welthungerhilfe
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Christine Namara ist Trainerin im Rahmen des "Skill up!"-Programms. Die gelernte Friseurin ist Mitarbeiterin der Welthungerhilfe und Leiterin des Schönheitssalons in Amaani Rwenzori © Welthungerhilfe
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Raheem und Samuka sind zwei Absolventen des Skill-up!-Programms in Sierra Leone. Die jungen Männer hatten die Idee, aus Sägemehl und Tischlerabfällen Holzkohlebriketts mit hohem Brennwert herzustellen. Jetzt leben sie von ihrer Geschäftsidee. © Imke Lass/Welthungerhilfe
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In diesen Ländern laufen "Skill up!"-Projekte

Neben Fachwissen und praktischen Kompetenzen gewinnen die jungen Teilnehmer auch an Selbstbewusstsein und mentaler Starke. "Allen jungen Müttern da draußen, die nicht wissen, wie es weitergehen soll, und die hoffnungslos sind, soll meine Geschichte Mut machen und vielleicht die Augen öffnen," sagt Lillian heute.

Letzte Aktualisierung 18.10.2018

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