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Standard zur Ernährungssicherung

Der Food Security Standard (FSS) ist ein neuer Baustein für Nachhaltigkeitsstandards und Zertifizierungssysteme. Es handelt sich um einen Katalog an praktikablen und messbaren Ernährungssicherungskriterien für alle Arten von gehandelten landwirtschaftlichen Produkten, mit denen die Themenfelder Ernährungssicherheit und die Umsetzung des Menschenrechts auf Nahrung abgedeckt werden können. Gemeinsam mit WWF und ZEF testet die Welthungerhilfe die Kriterien in der Praxis.

Ein Mann bei der Herstellung von Palmöl in Liberia.
Ein Mann bei der Herstellung von Palmöl in Liberia. © Derek Frank
Dr. Rafaël Schneider Koordinator Food Security Standard - Stv. Leiter Politik und Außenbeziehungen

Wozu ein Food Security Standard?

Der Bedarf an Agrarprodukten wächst weltweit, sei es für die Ernährung, als Futtermittel, zur Energiegewinnung oder zur stofflichen Nutzung. Gerade in ernährungsunsicheren Ländern gilt es, eine Konkurrenz zwischen lokaler Ernährungssicherung und Agrarexporten zu vermeiden. EU und Bundesregierung sichern daher auch das Primat der Ernährungssicherheit in ihren Bioökonomie-Strategien zu. Allerdings gab es bislang keine geeigneten Überprüfungsinstrumente, die eine fundierte Einschätzung der Einhaltung des Rechts auf Nahrung im Rahmen von Zertifizierungen erlaubt hätten.

Cover: Publication of Food Security Standards Downloads

Alle Dokumente zum Food Security Standard auf einen Blick.

Der Food Security Standard (FSS)

Der Food Security Standard (FSS) stellt einen Katalog praktikabler und messbarer Kriterien bereit, mit denen die Einhaltung des Rechts auf Nahrung in der Agrarproduktion erfasst werden kann. Es handelt sich dabei jedoch nicht um einen umfassenden Nachhaltigkeitsstandard. Vielmehr wurde ein FSS-Kriterien-Set entwickelt, das in bereits existierenden Biomasse-Standards eingefügt wird. Der Food Security Standard besteht aus 45 Kriterien, die in 17 Kategorien eingeteilt werden. Er ist auf alle Agrarprodukte anwendbar, unabhängig von der weiteren Verwendung, der Farmgrößen oder dem Geschäftsmodell.

Der Food Security Standard im Realitätscheck

Seit Mai 2017 bündeln die Nichtregierungsorganisationen WWF, Welthungerhilfe und das Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) ihre Expertise, um den FSS voranzubringen. Ziel des Kooperationsprojekts ist es, den FSS in ernährungsunsicheren Regionen in Afrika, Lateinamerika und Asien unter realen Bedingungen zu testen und zu vervollständigen. In jeder Pilotregion werden Zertifizierungs-Audits durchgeführt. Hierbei wird überprüft, ob die Unternehmen - beispielsweise Plantagenbesitzer oder Kleinbauern - überhaupt die Kriterien für das neue Zertifikat einhalten.

Das Projekt wird von repräsentativen Stakeholder-Gruppen (Wissenschaftler, Zertifizierungsgremien, Unternehmen, zivilgesellschaftliche Organisationen, Regierungsvertreter, Arbeitergruppen etc.) begleitet und analysiert. Praktische Erfahrungen werden sowohl in kleinbäuerlichen als auch in landwirtschaftlichen Großbetrieben gesammelt. Die Ergebnisse dieser Testphasen werden zur Konsolidierung des Food Security Standards führen. Parallel dazu werden ein Handbuch für Zertifizierungs-Auditoren sowie Trainingsmaterialien erarbeitet, so dass eine reibungslose Übernahme in die Zertifizierungspraxis ermöglicht wird.

Auf einen Blick: Das leistet der FSS
Palm Oil: how to produce it sustainable

The oil palm sector has been criticised worldwide. The Food Security Standard project shows how to produce it sustainable.

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Vertiefende Informationen zur Kooperation erhalten Sie auf dieser Seite (EN).

Letzte Aktualisierung 06.11.2018

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