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#ActForHumanity

World Humanitarian Day 2026

Sie helfen dort, wo andere fliehen müssen. Wo Existenzen bedroht sind, unterstützen sie dabei, neue Perspektiven zu finden. Wo durch Krieg, Gewalt und Katastrophen Menschenleben gefährdet sind, bringen sie ihr eigenes Leben in Gefahr um Hilfe zu leisten. 

#ActForHumanity

Am World Humanitarian Day, dem Welttag der humanitären Hilfe, richten wir den Blick gezielt auf die, die in erster Reihe stehen, wenn Unterstützung unter schwierigsten Bedingungen gefragt ist: die Helfer*innen in humanitären Projekten weltweit.  Ohne sie wäre Hilfe nicht dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Ohne sie blieben Menschen in Krisen und Katastrophen häufiger auf sich allein gestellt. Ohne sie wäre humanitäre Hilfe nicht möglich.

Dabei riskieren sie nicht selten ihr eigenes Leben. Sie arbeiten in Krisengebieten, in denen Gewalt und Unsicherheit zum Alltag gehören. Ihr Einsatz ist keine Selbstverständlichkeit – er ist ein Zeichen von Mut, Solidarität und Menschlichkeit.

Wenn wir Geschichten aus humanitären Projekten erzählen, gehören auch die Geschichten derer dazu, die diese Projekte überhaupt erst möglich machen – häufig unter den schwierigsten Bedingungen und mit größtmöglichem, persönlichem Einsatz. Eine solche Geschichte ist die unseres Kollegen Hamad, der im Einsatz für die Menschlichkeit sein Leben verloren hat: 

Erinnerungen an Hamad

Hamad wurde 1973 in Sayli, einem Dorf nordöstlich von El Fasher in Nord-Darfur geboren. Er wuchs in einer Gemeinschaft auf, in der Solidarität und gegenseitige Unterstützung eine wichtige Rolle spielten. Dieses starke Gefühl der Verbundenheit mit den Menschen um ihn herum begleitete ihn sein ganzes Leben lang.

Landwirtschaft war für ihn mehr als ein Beruf

Nach dem Schulabschluss studierte Hamad Agrarwissenschaften an der Universität Zalingei und erwarb später einen Master-Abschluss an der Universität Khartum mit dem Schwerpunkt Gartenbau. Landwirtschaft war für ihn weit mehr als nur ein Beruf. Er hatte ein besonderes Interesse am Gartenbau und an neuen Anbaumethoden wie der Hydrokultur, blieb aber gleichzeitig eng mit traditionellen, gemeinschaftsbasierten Anbaumethoden wie „Nafeer“ verbunden, bei denen die Menschen gemeinsam das Land bewirtschaften.

Sein beruflicher Weg führte ihn zunächst in den öffentlichen Agrarsektor und später zur Deutschen Agro-Action, der heutigen Welthungerhilfe. Anderen Menschen zu helfen, war ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitsverständnisses und seiner Rolle in der Gemeinschaft.

Er wollte immer für andere da sein

Seine Frau, seine Tochter und sein Bruder erinnern sich an Hamad als jemanden, der stets versuchte, für andere da zu sein, insbesondere für diejenigen, die Unterstützung am dringendsten brauchten. Er sei ein ruhiger und bescheidener Mensch gewesen; großzügig, aufrichtig und bekannt für sein warmes Lächeln. Er schaute regelmäßig bei Nachbarn und Familienmitgliedern vorbei und war immer bereit, ihnen zu helfen. Es ist diese alltägliche Fürsorge für andere, an die sich seine Familie besonders erinnert.

Für sie war Hamad eine wichtige Stütze. Als eines von acht Kindern stand er seiner Großfamilie sehr nahe. Seine Frau beschreibt ihn als liebevollen Ehemann, der ihr ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit gab. Sein Tod hat eine Lücke hinterlassen, die nicht gefüllt werden kann. Hamad selbst war ein bescheidener Mann, doch der Einfluss, den er auf andere hatte, war bedeutend.

Mehr als ein Kollege

In den letzten Monaten seines Lebens arbeitete Hamad gemeinsam mit seinen Kollegen Ibrahim, Ayoub und Mohamed in El Fasher. Zu dieser Zeit war die Lage in der Stadt äußerst schwierig. Die Unsicherheit nahm zu, die wirtschaftlichen Bedingungen verschlechterten sich, die Preise stiegen und viele Grundnahrungsmittel wurden knapp. Das Risiko war Teil des Alltags geworden.

Trotz dieser Umstände hielten die Kollegen als Team zusammen. In ihrem kleinen Büro verband sie ein gemeinsames Ziel: ihre Arbeit fortzusetzen und die vom Konflikt betroffenen Menschen zu unterstützen.

Was ihnen am meisten in Erinnerung geblieben ist, war seine Gelassenheit. Selbst in besonders schwierigen Momenten strahlte Hamad Zuversicht aus und versuchte, den Menschen um ihn herum Mut zu machen. Er war freundlich, großzügig und hatte fast immer ein Lächeln auf den Lippen. Wann immer die Spannungen zunahmen, war er derjenige, der Ruhe ins Team brachte.

Hamad kam bei der Flucht aus dem belagerten El Fasher ums Leben.

Er war sich der Gefahren vor Ort sehr wohl bewusst. Seine Familie machte sich Sorgen um ihn und drängte ihn, die Stadt zu verlassen. Doch ihm war es wichtig, in der Nähe der Menschen zu bleiben, mit denen er lebte und für die er arbeitete. Seine Kollegen erinnern sich daran als Ausdruck seines starken Verantwortungsbewusstseins, seiner Verbundenheit mit der Gemeinschaft und seines Mutes. 

Durch seinen Charakter, seine Arbeit und seine Unterstützung, für Menschen in seinem Umfeld, hat Hamad viele Leben berührt. Was bleibt, sind die Erinnerungen seiner Familie, die Werte, nach denen er lebte, und das Gute, das er für andere getan hat.

Denis Drichi, Emergency Coordinator for Welthungerhilfe in Sudan. “The situation changes every day,” he says.

Für mich war Hamad nicht einfach ein Mitarbeiter unseres Teams vor Ort. Er war ein geschätzter Kollege, dessen Arbeit und Einsatz einen wichtigen Beitrag zu unserer humanitären Hilfe leisteten.

Denis Drichi, Notfallkoordinator Sudan

Helfer*innen unter Druck

Immer häufiger sind diejenigen, die angetreten sind, um Not zu lindern, Gewalt, Bedrohungen und Repressalien ausgesetzt. Die UNO verzeichnete 2025 über 900 Attacken auf humanitäre Helfer*innen, darunter 125 Entführungen und 383 Todesopfer. Die Menschen, die zur Hilfe eilen, wenn Menschenleben in Gefahr sind, werden immer häufiger selbst zur Zielscheibe. 

#MoreThanANumber - Mehr als eine Zahl 

Hinter diesen Zahlen stehen die Menschen, die humanitäre Hilfe überhaupt erst möglich machen. Die meisten von ihnen sind lokale Mitarbeiter*innen. Sie kennen die Menschen, die Orte und die Herausforderungen.

Wer hilft, darf nicht zur Zielscheibe werden

Humanitäre Hilfe braucht Menschen, die sie möglichen machen. Heute gilt unsere besondere Aufmerksamkeit und unser Dank denen, die jeden Tag im Einsatz sind, um ihren Mitmenschen zu helfen.  

Doch Wertschätzung allein reicht nicht: Humanitäre Helfer*innen müssen geschützt werden, damit sie ihre lebenswichtige Arbeit sicher leisten können. Denn wer anderen in größter Not zur Seite steht, darf dabei nicht selbst zur Zielscheibe werden! 

Hamads Geschichte steht für den Mut und den Einsatz vieler, die im Sudan Tag für Tag humanitäre Hilfe leisten. Ihre Arbeit geht weiter, denn sie wird dringend benötigt. 

Jetzt für humanitäre Hilfe im Sudan spenden

Ihre AnsprechpartnerInnen
Spendenkonto

Deutsche Welthungerhilfe e. V.
Sparkasse KölnBonn
IBAN DE15 3705 0198 0000 0011 15
BIC COLSDE33

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Das DZI Spenden-Siegel bescheinigt der Welthungerhilfe seit 1992 den effizienten und verantwortungsvollen Umgang mit den ihr anvertrauten Mitteln.

Die Welthungerhilfe ist beim Finanzamt als gemeinnützige Organisation anerkannt und von der Körperschaftssteuer befreit. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: DE812801234.

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