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Wie wird Entwicklungszusammenarbeit finanziert?

Geld allein schafft noch keine Entwicklung. Aber ohne Geld sind Entwicklungszusammenarbeit und Nothilfe unmöglich. Deshalb ist es wichtig, dass Geberländer ihre Versprechen einhalten.

Richard Haep Team Politik und Außenbeziehungen (bis 2017)

Bis 2030 soll kein Mensch mehr hungern – doch um dieses Ziel zu erreichen müsste sich die Geschwindigkeit der Hungerreduktion verdreifachen. Das geht nur mit politischem Willen und deutlich mehr Mitteln. Die Vereinten Nationen haben sich deshalb schon 1970 darauf geeinigt, dass alle Staaten 0,7 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens für Entwicklung aufbringen. Erst letztes Jahr konnte Deutschland dieses Versprechen erfüllen.

Doch wofür wird das Geld wirklich ausgegeben? Und am Wichtigsten: Wird damit auch die gewünschte Wirkung erzielt?

Deutscher Bundestag
Der deutsche Bundestag. © Thomas Trutschel
Grafikkarte mit der Aufschrift: Leave no one behind! Hintergrund

Kompass 2030 - Wirklichkeit der Deutschen Entwicklungspolitik

Diesen und anderen Fragen geht die Welthungerhilfe systematisch und mit kritischem Auge nach. Seit vielen Jahren analysiert sie die Entwicklungspolitik der jeweiligen Bundesregierung, deckt Lücken und Fehler auf und schlägt konkrete Verbesserungen vor. Im persönlichen Gespräch, in öffentlichen Debatten und im jährlich erscheinenden „Kompass 2030“.

Darin fordert sie den Bund zum Beispiel auf, endlich die Entwicklungshilfe auf ehrliche 0,7% aufzustocken. Denn im Moment werden hier auch die Ausgaben für Geflüchtete in Deutschland eingerechnet. Nur das Geld, das wirklich in den Entwicklungsländern ankommt, hilft die Landwirtschaft anzukurbeln, tragfähige Gesundheits- und Bildungssysteme zu schaffen oder Hungersnöte zu beseitigen. Kurz: Nur dann trägt es dazu bei, Perspektiven in den Heimatländern zu schaffen, und somit auch Fluchtursachen zu bekämpfen.

Ernährungssicherheit auf die politische Tagesordnung bringen

Doch immer weniger Geld fließt wirklich in die ärmsten Länder oder kommt den verwundbarsten Bevölkerungsgruppen zugute. Die dazu notwendige Transparenz muss weiter verbessert werden: Wenn die Regierung sagt, sie stelle jährlich rund 1,5 Milliarden Euro für Ernährungssicherung in Entwicklungsländern zur Verfügung, dann sollte das auch nachprüfbar sein.

Männer arbeiten an einem Hausgerüst
Nachhaltige Entwicklungshilfe muss ausreichend finanziert werden. © Alexej Getmann/Justfilm/Welthungerhilfe

Damit bringt die Welthungerhilfe das Thema Hunger und Ernährungssicherheit immer wieder auf die Tagesordnung des deutschen Bundestags, der Ministerien oder auch der entsprechenden internationalen Organisationen. Veranstaltungen, Gespräche und Aktionen in der Bevölkerung schaffen Aufmerksamkeit und Bewusstsein und damit die öffentliche Unterstützung für unser Anliegen: „Zero Hunger“.

Mit Erfolg: So hat z.B. die Bundesregierung mit ihrer Sonderinitiative „EINE WELT ohne Hunger“ viele Positionen und Vorschläge der Welthungerhilfe übernommen. Für die Welthungerhilfe ein Ansporn, auch weiterhin ein wachsames Auge auf Anspruch und Realität der deutschen Entwicklungspolitik zu haben. Für eine Welt ohne Hunger!

Letzte Aktualisierung 07.01.2019

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